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NextGen-Sieger Jannik Sinner - der große Gewinner der ATP-Saison 2019

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22.11.2019|16:45 Uhr|von Fabian Buß
NextGen-Sieger Jannik Sinner - der große Gewinner der ATP-Saison 2019

Jannik Sinner wurde nach seinem Überraschungssieg bei den ATP NextGen Finals mit Superlativen überhäuft.  Vom „Senkrechtstarter" und „Megatalent" war in vielen Zeitungen zu lesen, manche Gazetten in Italien sprachen sogar von einer „Sinner-Mania". Ein Blick auf die nackten Zahlen macht deutlich, warum der 18-Jährige der große Gewinner des Jahres 2019 auf der ATP-Tour ist: Der Italiener startete außerhalb der Top 400 in das Tennis-Jahr 2019 und hat sich mittlerweile bis auf Position 78 vorgespielt. Ein Wahnsinnssprung.

Dabei ist „Senkrechtstarter Sinner" eigentlich ein „Spätstarter" im Tennis. Zunächst sah alles nach einer Karriere im Skisport aus. Der Rotschopf aus Südtirol wuchs in den Dolomiten auf und feierte früh Erfolge auf der Piste. Als Siebenjähriger ließ er 2008 die gesamte italienische Konkurrenz im Riesenslalom hinter sich. Erst im Alter von 13 Jahren rückte der Tennisschläger statt des Skistocks in seinen Fokus: Im ligurischen Bordighera trainierte er fortan im Trainingscenter „Piatti Tennis" und bereitete sich mit harter Arbeit auf eine Profikarriere vor.

Schnell kamen die ersten Erfolge. Das erste große Ausrufezeichen setzte Sinner im Februar beim Challenger im italienischen Palermo. Mit einer Wildcard ins Turnier gestartet, fegte der damals 17-Jährige durch das Tableau und holte seinen ersten Challenger-Titel. Zudem sicherte er sich zwei Rekorde: Er ist der erste Spieler des Jahrgangs 2001 und der jüngste Italiener, der einen Challenger-Titel gewann. Zudem machte er einen Riesensprung in der Weltrangliste und verbesserte sich auf Platz 324.

Der Siegeszug ging weiter: Im März gewann Sinner auch sein erstes ITF-Turnier in Trient und später auch das ITF Turnier von Santa Margherita Di Pula. Der Lohn: Platz 316 in der Weltrangliste.


Per Wildcard zum größten Titel seiner Karriere

Sein erstes Spiel auf der ATP-Tour bestritt Sinner im April in Budapest. Nach einem Auftaktsieg gegen den Ungarn Máté Valkus schied Sinner in der zweiten Runde gegen den Serben Laslo Djere aus. Dennoch war dieser erste Sieg auf der ATP-Tour ein erster wichtiger Schritt, um sich den Top 100 zu nähern. Immer wieder setzte er eine kleine Duftmarken, beispielsweise mit der Qualifikation für die US Open. Dort unterlag er Stan Wawrinka in der ersten Runde. Dank der 35 Punkte, die er für Qualifikation und die erste Runde erhielt, verbesserte er sich in der Rangliste auf Platz 128. Dieser Erfolg wurde mit weiteren Wildcards, beispielsweise für ATP-Turnier in Wien, belohnt. Und Sinner zahlte das Vertrauen der Veranstalter mit guten Leistungen zurück. In Wien konnte er beispielsweise Routinier Philipp Kohlschreiber in der ersten Runde bezwingen.

Vor allem in seiner Heimat Italien lief es für Sinner blendend, zum Beispiel beim ATP-Masters in Rom. Dort konnte er mit Steve Johnson erstmals einen Spieler aus den Top 100 bezwingen. Seinen größten Triumph feierte er Anfang November in Mailand. Dank einer Wildcard der Veranstalter ging Sinner bei den ATP NextGen Finals an den Start und stürmte dort überraschend ins Finale. Dort ließ der den favorisierten Australier Alex de Minaur keine Chance und holte sich den größten Titel seiner bisherigen Karriere. Mit 18 Jahren ist er zudem derbislang  jüngste Sieger beim Finalturnier der besten Nachwuchsspieler der Welt.

Für den ehrgeizigen Südtiroler ist dies aber kein Grund zum Ausruhen. Im Gegenteil: Gleich in der folgenden Woche trat er beim Challenger-Turnier St. Ulrich in Gröden an - und holte sich mit einem Finalsieg gegen den Österreicher Sebastian Ofner den nächsten Titel. Dank dieser Siege stürmte er bis auf Platz 78 vor. Wenn er diese Form ins neue Jahr übertragen kann, dann wird es für den „Senkrechtstarter" nur noch in eine Richtung gehen: Weiter nach oben!


(Bild (c) imago images / Pacific Press Agency)

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Fabian Buß
am 22.11.2019 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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