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Die Rafa-Mania! Erst bewegend, dann mitreißend

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23.11.2019|10:00 Uhr|von Henrike Maas
Die Rafa-Mania! Erst bewegend, dann mitreißend

In der Davis Cup-Partie zwischen Spanien und Argentinien war noch nicht ein Ball gespielt, da hatte die Begegnung schon ihren ersten emotionalen Höhepunkt erreicht. Als das spanische Team sich zur Nationalhymne aufstellte, ließen die Spieler in ihrer Reihe eine Lücke. Der freie Platz sollte ein Zeichen setzen, dass die Mannschaft an ihren Teamkollegen Roberto Bautista Agut dachten. Die Nummer 9 der Welt war am Donnerstag aus Madrid abgereist, um zu seinem Vater Ximo zu eilen, der wenige Stunden später verstarb. Einfach nur tragisch, hatte Bautista Agut doch vor anderthalb Jahren schon unerwartet seine Mutter verloren und nächste Woche eigentlich heiraten wollen. 

Nadal führt Team ins Halbfinale

Eine komische Stimmung, die sich von tragisch im Laufe des Viertelfinals ganz klar nach dramatisch verschob. Spanien, das vor der Partie eine komfortable 4:0-Bilanz gegen Argentinien vorzuweisen hatte, sah sich nach dem ersten Einzel erst mal ein wenig in Gefahr. Denn der durch den Ausfall von Bautista Agut nachgerückte Pablo Carreno Busta verlor sein Match gegen Guido Pella nach Satzvorsprung doch noch mit 7:6 (3), (4) 6:7, 1:6. Eine ungemütliche Situation also für Rafael Nadal, der zum zweiten Einzel gegen Diego Schwartzman eingeteilt war. Zwar hatte der Spanier noch nicht einmal gegen Schwartzman verloren, aber der Argentinier hatte in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er die Nummer 1 der Welt ärgern kann. Und so eine Davis Cup-Partie hat schon in so manchem Underdog ganz neue Qualitäten geweckt. 

Qualität sollte in diesem Match aber nur von einem kommen: Rafael Nadal. Der 33-Jährige befand sich ganz klar auf einer Mission und die hieß: Halbfinale. Mit 6:1, 6:2 fegte "Rafa" seinen Gegner von der Platte und beeindruckte in der Partie besonders durch seinen Aufschlag. So eröffnete und beendete der US Open-Sieger die Begegnung mit einem Ass. Dazwischen machte er nach erstem Aufschlag zu 100 Prozent den Punkt und ließ auch sonst wenig anbrennen. "Ich habe gut gespielt, gut aufgeschlagen. Ich habe von der Grundlinie aggressiv agiert und habe früh im Satz die Breaks geholt. Das hat geholfen", war die knappe aber akkurate Analyse von Nadal.

Nächster Gegner Großbritannien

Nach so einer Performance war es auch kein Wunder, dass Spaniens Teamkapitän Sergi Bruguera nichts anbrennen lassen wollte und Rafael Nadal auch im entscheidenden Doppel ins Rennen schickte. Eine Rechnung, die aufging. An der Seite von Marcel Granollers besiegte die Nummer 1 das argentinische Duo Leonardo Mayer und Maximo Gonzalez mit 6:4, 4:6, 6:3, um sich mit 2:1-Punkten ins Halbfinale durchzuspielen. Dort treffen die Spanier auf Großbritannien. Das Team um Andy Murray hatte zuvor Deutschland mit zwei Siegen im Einzel aus dem Wettbewerb genommen. 

(Bild © imago images / PanoramiC)

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Henrike Maas
am 23.11.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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