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Davis Cup: Shapovalov hält Kanada mit Sieg über Khachanov am Leben

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23.11.2019|14:45 Uhr|von Christian Schwell
Davis Cup: Shapovalov hält Kanada mit Sieg über Khachanov am Leben

Das erste Halbfinale der Davis-Cup-Endrunde in Madrid zwischen Russland und Kanada wird im Doppel entschieden. Nachdem Andrey Rublev sein Land gegen Vasek Pospisil in Führung gebracht hatte, konnte Denis Shapovalov mit einem hart erkämpften Dreisatzerfolg gegen Karen Khachanov für den kanadischen Ausgleich sorgen.    

Rublev erneut in Weltklasseform

Im ersten Match der Halbfinal-Partie hatte hatte Andrey Rublev erneut seine extrem gute Spätform in dieser Saison bestätigt. Nach Siegen über Bautista Agut,  Gojo und Krajinovic in dieser Woche behielt er auch klar gegen den bisher ebenfalls ungeschlagenen Vasek Pospisil die Oberhand. Beim 6:4, 6:4 für Rublev konnte Pospisil, der bisher wahrscheinlich die positive spielerische Überraschung des Turniers war, nicht ganz an die Leistungen seiner bisherigen drei gewonnen Einzel-Matches anknüpfen. Rublev dagegen spielte erneut absolutes Weltklasse-Tennis nahe an der Grundlinie und brachte Russland so verdient mit 1:0 in Führung.   

Shapovalov und Kanada unter Druck

So ging Denis Shapovalov mit der Bürde ins zweite Einzel, unbedingt gewinnen zu müssen. Nach eher schwachem Beginn und einem 1:4-Rückstand fand der Linkshänder besser zu seinem Spiel und holte sich mit gleich fünf Spielgewinnen in Folge den ersten Durchgang. Zu diesem Zeitpunkt schien eher der Russe Khachanov im Duell zweier junger Spieler in einem ihrer wichtigsten Matches der bisherigen Karriere von der Situation überfordert zu sein.

Russland nur einen Satz vom Finale entfernt

Das sollte sich aber zum Ende des zweiten Satzes umkehren. Bei 4:5 aus seiner Sicht hatte Shapovalov seine Nerven nicht vollständig im Griff. Am Ende übertrieb er es mit dem Risiko und schenkte Khachanov sein Aufschlagspiel und den Satzausgleich mit einem Doppelfehler. Russland war jetzt nur noch einen Satz vom Sieg entfernt, das Finale für Khachanov & Co zum Greifen nahe.

Der dritte Satz hält Kanada am Leben 

Zusätzlicher Druck entstand nun fürDenis  Shapovalov, weil er im dritten Satz dem zuerst aufschlagenden Gegner hinterher laufen musste. Zunächst kamen aber beide Spieler gut und sicher durch ihre jeweiligen Aufschlagspiele. Der Kanadier punktete dabei eher mit Variabilität und seinem das Feld öffnenden Linkshänder-Aufschlag, Khachanov setzte vor allen Dingen auf seine brachiale mit extremen Griff geschlagene Vorhand.

Gerade die ließ ihn bei 3:3 und der Möglichkeit zum Spielgewinn aber im Stich. Statt des 4:3 gab es einen Vorhand-Fehler und erstmals in diesem Satz den Einstand. In den nächsten beiden Ballwechseln übernahm dann Shapovalov die Initiative, öffnete klug die Vorhandseite des Gegners um dann dorthin zuzuschlagen. Shapovalov und Kanada schafften das Break. Im Gegensatz dazu konnte Khachanov anschließend seine Chancen zum Konter nicht nutzen. Gleich vier Breakbälle erspielte er sich über die letzten beiden Aufschlagspiele eines nun wieder etwas wackeligen Shapovalovs hinweg, aber auch ein 0:40 konnte der Russe bei 4:5 aus seiner Sicht nicht mehr zum Spielgewinn ummünzen. Shapovalov sorgte mit seinem 6:4, 4:6, 6:4 für den Ausgleich der Gesamt-Partie.  

Doppel-Déjà-vu für Russland

Damit fällt die Entscheidung in diesem ersten Halbfinale im abschließenden Doppel, für das alle vier heute im Einsatz gewesenen Einzelspieler erneut nominiert sind. Déjà-vu gerade für Rublev und Khachanov: Russland hatte sich erst gestern in einer hochdramatischen  Doppel-Partie gegen Serbien nach Abwehr von drei Matchbällen für dieses Halbfinale qualifiziert.     

(Bild: (c)imago images / Cordon Press/Miguelez Sports)
                

     

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Christian Schwell
am 23.11.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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