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Laura Siegemund: Ein Wasserschlauch und die Doppel als Highlights

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27.11.2019|11:30 Uhr|von Henrike Maas
Laura Siegemund: Ein Wasserschlauch und die Doppel als Highlights

Wie gut die Saison eines Athleten war, lässt sich immer von mehreren Seiten betrachten. Man kann sich an den nackten Zahlen und Triumphen orientieren oder man kann versuchen, den größeren Kontext zu betrachten. Gemessen an den reinen Zahlen, war die Saison von Laura Siegemund besonders im Einzel nicht wirklich zufriedenstellend. Betrachtet man die Saison der gebürtigen Filderstädterin im Zusammenhang mit ihren vorherigen zwei Profijahren, werden die harten Kanten schon etwas weicher. 

Holprige Saison im Einzel

Aber erst mal die Zahlen. Siegemund hat in diesem Jahr 25 Turniere gespielt und ist in neun davon direkt in der ersten Runde ausgeschieden. Bei weiteren zehn hat es nur bis zur zweiten Runde gereicht. Und auch wenn die 31-Jährige zum Beispiel bei allen Grand Slams eben diese zweite Runde erreichen konnte, will eigentlich keine Spielerin bei über der Hälfte ihrer Turniere schon so früh wieder packen. Fairerweise muss man ergänzen, dass Siegemund bei sechs dieser Turniere vorher durch die Qualifikation musste. Aber auch dann ist das eher eine schwache Leistung. Die Highlights des Einzeljahres der Deutschen waren die vier Viertelfinals (Trnava / ITF, Bol / 125k, Hiroshima und Luxemburg / beides International) sowie ein Halbfinale (Bukarest).

Trotz dieser eher minimalen Ausbeute konnte sich Laura Siegemund damit von der Weltranglistenposition 110 zu Beginn des Jahres auf Platz 75 am Jahresende vorarbeiten. Betrachtet man das Anfangsranking und schaut sich die Erklärung dafür an, kann man die Saison 2019 zumindest in ein etwas besseres Licht rücken. Denn dies ist das erste Jahr, in dem Siegemund seit ihrer Knieverletzung wieder voll spielt. Beim Turnier in Nürnberg 2017 hatte sich die Schwäbin einen Kreuzbandriss zugezogen, der sie für das restliche Jahr und die erste Hälfte der Saison 2018 von der WTA Tour fern hielt.  Es kann also durchaus auch als positiv gewertet werden, dass Siegemund nach so einer schweren Verletzung 2019 wieder ohne Probleme durchspielen konnte. 

Turniersieg im Doppel

Dennoch bleibt es dabei, dass die Saison der 31-Jährigen im Doppel mehr abgeworfen hat. Allen voran steht da der Turniersieg in Guanzhou. Dort gewann die Deutsche an der Seite von Shuai Peng im Finale mit 6:2, 6:1 gegen Alexa Guarachi und Giuliana Olmos. 

Auch bei den Grand Slams lief es im Doppel deutlich besser als im Einzel. Nimmt man die Erstrundenniederlage in Melbourne an der Seite von Alexandra Panova aus, konnte sich Siegemund bei den anderen Majors immer über einen Einzug in die dritte Runde freuen. Die French Open, Wimbledon und die US Open spielte Siegemund jeweils an der Seite von Anna-Lena Friedsam. Das deutsche Duo schlug sich gut und verlor erst gegen wirklich starke und eingespielte Doppel wie Kristina Mladenovic und Timea Babos (French Open), Babora Krejcikova und Katerina Siniakova (Wimbledon) sowie Gabriela Dabrowski und Yifan Xu (US Open). 

Witzigster Moment des Jahres in Wimbledon

Kann Laura Siegemund auf den positiven Ergebnisse aus 2019 aufbauen und das Jahr als Basis für eine Steigerung in 2020 nehmen, wird sich die 31-Jährige hoffentlich wieder weiter vorarbeiten können. Spaß hatte die Nummer 75 der Welt in dieser Saison auf jeden Fall. Generell eher ein positives Naturell wird Siegemund aber vor allem Wimbledon nicht vergessen. Dort spielte sie an der Seite von Artem Sitak im Mixed. Mit dem Australier kam die Deutsche nicht nur bis ins Viertelfinale, sondern musste auch mit einem wildgewordenen Wasserschlauch ringen. Das in 2020 zu toppen, wird sicher schwer.

Doppelsieg mit Shuai Peng / Guangzhou

(Bild © Jürgen Hasenkopf 2019)

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Henrike Maas
am 27.11.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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