Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Macht Jan-Lennard Struff so weiter, dann knackt er die Top 30

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
26.11.2019|15:45 Uhr|von Adrian Rehling
Macht Jan-Lennard Struff so weiter, dann knackt er die Top 30

Den 1. Juli 2019 wird sich Jan-Lennard Struff (erst einmal) gut einprägen können. Pünktlich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte kletterte der Warsteiner nämlich so hoch wie nie.

In der Weltrangliste prangerte plötzlich die 33 vor dem Namen Struff. Die beste Platzierung in seiner nun bereits elfjährigen Karriere, die in dieser Saison neue Sphären erreichte. Dabei verlief der Start eigentlich gar nicht nach Plan.

Klar, der Halbfinaleinzug Anfang Januar in Auckland war gut. Doch danach ging es bergab: Erstrunden-Aus bei den Australian Open, sogar ein Quali-Aus beim 500er-Turnier in Rotterdam Anfang Februar. Erst Anfang März ließ "Struffi" so richtig aufhorchen.

Den Weltmeister gleich doppelt bezwungen

Dann allerdings mit einem Paukenschlag, denn beim Masters in Indian Wells fegte er Alexander Zverev mit 6:3, 6:1 vom Court. Plötzlich war es wieder da, das Selbstvertrauen. Enorm wichtig für das risikoreiche Spiel des 29-Jährigen, der mit einer enormen Power agiert.

Sah auch Struff selber so: "Tennis ist natürlich auch eine Frage der Mentalität. Du musst bereit sein, lange und hart fighten zu können. Das ist nich immer einfach, rauszugehen, seine Leistung zu zeigen, ohne Angst zu haben. Manchmal gehst du einfach nur raus und denkst dir: 'Ok, hoffentlich verliere ich heute nicht.' Den Schalter haben wir ein wenig umgelegt Richtung: 'Hi, ich will heute gewinnen:' Oder einfach nur Freude daran zu haben, das Spiel zu spielen."

So gesagt in Paris. Nach der Masters-Überraschung gegen Karen Khachanov. Nur einer von vielen Siegen, die nicht jeder so auf dem Zettel hatte. Neben den Triumphen gegen Zverev folgten da nämlich noch einige mehr:

- Erfolge gegen Weltmeister Stefanos Tsitsipas und David Goffin in Barcelona.
- Marin Cilic beim Masters in Rom bezwungen.
- Überraschung gegen Weltmeister Stefanos Tsitsipas beim Masters in Cincinnati.


Gewagte Prognose für 2020

Bei den French Open in Roland Garros reichte es auch deshalb zum ersten Mal überhaupt für die zweite Turnierwoche. Erst dort war Endstation gegen Superstar Novak Djokovic. Doch der Aufstieg von Struff ging weiter, gekrönt mit dem Karrierehighlight und Position 33 in der Weltrangliste Anfang Juni.

Hintenraus ließ die Kraft beim jungen Papa zwar ein wenig nach, doch am Ende eines tollen Jahres stehen 35:29-Siege. Position 35. Und ein Stammplatz im deutschen Davis-Cup-Team. Alles Aspekte, die Jan-Lennard Struff vor nicht allzu langer Zeit so vermutlich nicht auf dem Zettel gehabt hätte.

Deshalb lehnen wir uns etwas aus dem Fenster und prognositzieren für das Jahr 2020: "Struffi" gelingt der Sprung unter die besten 30 Spieler der Welt.


(Bild (c) imago images / Paul Zimmer)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Adrian Rehling
am 26.11.2019 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

» Zu den Beiträgen von Adrian Rehling