Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Roger Federer 2019: Sand-Comeback und episches Wimbledon-Finale

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
27.11.2019|16:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Roger Federer 2019: Sand-Comeback und episches Wimbledon-Finale

Bereits vor dem Start ins Jahr 2019 sorgte Roger Federer für eine Überraschung - und zwar mit seiner Ankündigung, erstmals seit drei Jahren wieder Sandplatzturniere bestreiten zu wollen. Doch bevor der Schweizer die rote Erde betrat, kämpfte der sechsmalige Australian-Open-Sieger um den Titel in Melbourne. Allerdings stellte sich ihm bereits im Achtelfinale ein Spielverderber namens Stefanos Tsitsipas in den Weg, der das Generationen-Duell überraschend in vier Sätzen für sich entscheiden konnte.

Auch wenn er seinen Titel in "Down Under" nicht verteidigen konnte, erwischte der "Maestro" alles in allem einen guten Start ins neue Jahr - vor allem weil er nur kurze Zeit später in Dubai Revanche an dem Youngster nehmen konnte, der ihm noch kurz zuvor in Melbourne in die Parade gefahren war. Federer gewann das Finale gegen Tsitsipas Anfang März und durfte die Trophäe in die Höhe stemmen.

Sand-Comeback führt Federer bis ins Halbfinale von Paris

Es folgte eine Endspiel-Niederlage in Indian Wells (gegen Dominic Thiem), die dazu führte, dass Roger in Miami noch mehr in die Waagschale warf und mit dem Turniersieg in Miami belohnt wurde.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Sand-Comeback waren also gegeben. Lange Zeit hatte man Federer auf diesem Belag nicht mehr bewundern dürfen - und wenn man sich dessen Leistungen 2019 Revue passieren lässt, stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Bei den French Open zog der Schweizer bravourös ins Halbfinale ein und unterlag bei widrigen Umständen gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal. Alle Achtung! Auch 2020 wird Roger übrigens auf Sand aufschlagen!

Wichtiger als die gelungene Rückkehr nach Paris war für Federer die Tatsache, dass er eingespielt nach Wimbledon reisen konnte, um bei seinem Lieblingsturnier nach den Sternen zu greifen - auch wenn das nicht ganz gelingen sollte. Auf jeden Fall zahlte es sich aus, dass Federer 2019 auf eine lange Pause verzichtete.

Episches Wimbledon-Finale schreibt Tennis-Geschichte

Im Anschluss an seinen obligatorischen - und mittlerweile zehnten - Turniersieg in Halle machte Federer in Wimbledon dort weiter, wo er im Gerry-Weber-Stadion aufgehört hatte - inklusive eines Halbfinalerfolges gegen Nadal. Nach dem Sieg gegen "Rafa" erlebten die Fans auf dem Centre Court in Wimbledon ein Finale, das in die Geschichte des Tennissports eingehen sollte. In einem epischen Endspiel verlor Federer gegen Novak Djokovic nur denkbar knapp in fünf Sätzen. Im entscheidenden Durchgang wurde erstmals beim Stande von 12:12 ein Tiebreak ausgetragen. Emotionen pur!

"Die Statistiken machen keinen Unterschied. Ich weiß, dass ich gut gespielt habe und dass es unglaublich knapp war. Alles andere zählt nicht", resümierte der mittlerweile 38-jährige Tennisstar nach diesem einzigartigen Finale. Trotz der realistischen Einschätzung war Federer in der Folge anzumerken, dass ihm die Final-Niederlage durchaus zu schaffen machte.

Das überraschende Viertelfinal-Aus bei den US Open gegen Grigor Dimitrov warf den "Maestro" allerdings nicht aus der Bahn. Mit den positiven Schwingungen, die er aus "seinem" Laver Cup ziehen konnte, holte er sich Ende Oktober den Titel bei den "Swiss Indoors" in Basel. Und auch bei den ATP Finals in London drang Federer (im Gegensatz zu Nadal oder Djokovic) bis ins Halbfinale vor.

(Bild (c) imago images / Eyepix Group)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Dennis Ebbecke
am 27.11.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

» Zu den Beiträgen von Dennis Ebbecke