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Novak Djokovic: Der Wimbledon-Wahnsinn überstrahlt die Saison

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30.11.2019|13:00 Uhr|von Henrike Maas
Novak Djokovic: Der Wimbledon-Wahnsinn überstrahlt die Saison

Jedes Jahr, wenn man auf die Saison von Novak Djokovic zurückblickt, fragt man sich: Wie macht er das nur? Denn immer wenn man sich dann so seinen Jahresverlauf anschaut und sich die schönen und schweren Momente noch mal in Erinnerung ruft, kann man nur erstaunt sein, über die Resilienz des Serben. Denn auch in 2019 wie schon in 2018 gab es Phasen im Spiel von Djokovic, wo der 32-Jährige hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb. Doch jedes Mal kam er auch hier wieder spektakulär zurück. Das Paradestück: der Sieg in Wimbledon.

Siebter Australian Open-Titel

Doch der Reihe nach. Das Jahr von Novak Djokovic begann mit einem Knall. Nach einer knappen Halbfinal-Niederlage in Doha gegen Roberto Bautista Agut zog der Serbe das Tempo an und sicherte sich in Melbourne seinen siebten Australian Open-Titel. Im Finale ließ "Nole" Rafael Nadal mit 6:3, 6:2, 6:3 nicht wirklich eine Chance. Da war er wieder, der dominierende Djokovic, der alle anderen an die Wand spielt.

Die Dominanz blieb nicht. Nach dem Titel Down Under fiel der 32-Jährige in ein kleines spielerisches Loch. Sowohl beim Masters in Indian Wells, wo er in der dritten Runde gegen Philipp Kohlschreiber verlor, als auch in Miami, wo er in der vierten Runde erneut an Bautista Agut scheiterte, war ungewöhnlich früh Schluss. Die Tenniswelt wurde unruhig, Novak Djokovic nicht. Zwar stand mit der Sandplatzsaison der Teil des Jahres an, wo der Serbe es traditionell etwas schwerer hat, aber die Zeit auf der roten Asche verlief für Djokovic in Ordnung. Dem Viertelfinale in Monaco folgte der Turniersieg in Madrid (gegen Stefanos Tsitsipas), das Finale in Rom (gegen Rafael Nadal) und das Halbfinale bei den French Open. Dort unterlag er in einer epischen Schlacht mit 2:6, 6:3, 5:7, 7:5, 5:7 Dominic Thiem. "Episches Grand Slam-Match" sollte ein wiederkehrendes Thema werden. 

Abgewehrte Matchbälle auf dem Weg zum Wimbledon-Triumph

Denn nur wenige Wochen nach seiner Niederlage in Paris absolvierte der Serbe die nächste heftige Grand Slam-Schlacht. Diesmal mit dem besseren Ende für ihn. Denn in seinem Wahnsinns-Wimbledon-Finale gegen Roger Federer wehrte Novak Djokovic zwei Matchbälle ab, um sich mit 7:6 (5), 1:6, 7:6 (4), 4:6, 13:12 (3) seinen fünften Titel an der Church Road zu sichern. Ein Finale, von dem man noch in Jahrzehnten reden wird. 

Vor allem aber auch ein hartes Stück Arbeit, das seinen Tribut forderte. Denn die anschließende Hartplatzsaison verlief zunächst nicht so gut, wie vielleicht erhofft. Nach dem Erreichen des Halbfinals in Cincinnati musste Novak Djokovic bei den US Open in der vierten Runde gegen Stan Wawrinka verletzungsbedingt aufgeben. Die Schulter machte Probleme, es wurde sogar gemunkelt, dass sich der 32-Jährige einer Operation unterziehen muss. Alles nur Schall und Rauch, denn nach einer Pause meldete sich der Serbe mit dem Turniersieg in Tokio ( gegen John Milmann) zurück. Es folgten das Viertelfinale in Shanghai und der Masters-Sieg in Paris (gegen Denis Shapovalov). 

Abschluss mit kleinen Abstrichen

Alles wieder in der Reihe also? Nicht ganz, denn auch wenn sich Novak Djokovic mit dieser Saison sicher nicht verstecken muss, hat er sie nicht ganz auf einem Hoch beendet. Bei den ATP Finals in London kam er über die Gruppenphase nicht hinaus und musste sich mit Serbien bei den Davis Cup-Finals im Viertelfinale Russland geschlagen geben. Auch die Nummer 1 verlor Djokovic an Rafael Nadal. Wahrscheinlich nicht wirklich schlimm für "Nole", der - wenn wir mal ehrlich sind - schon Mitte des Jahres bei einem gewissen Turnier namens Wimbledon sein Jahressoll mehr als erfüllt hat. 

(Bild © imago / Paul Zimmer)

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Henrike Maas
am 30.11.2019 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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