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Roberto Bautista Agut: Vom Schicksalsschlag zur Traumhochzeit

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01.12.2019|13:00 Uhr|von Christian Schwell
Roberto Bautista Agut: Vom Schicksalsschlag zur Traumhochzeit

Sportlich wird das Jahr 2019 als das beste der Karriere des Roberto Bautista Agut (31) in die Analen der Tennisgeschichte eingehen, privat wird er gerade mit den letzten Wochen eine echte Achterbahn der Gefühle verbinden, die jetzt hoffentlich einen versöhnlichen und positiven Abschluss gefunden hat.  

Das sportlich beste Jahr des Spaniers

Der Spanier kletterte in dieser Saison bis auf Platz neun  in der Weltrangliste, so hoch war er seit Beginn seiner Profikarriere im Jahr 2005 nie gelistet. Schon früh im Jahr holte er sich den Titel in Doha, in Wimbledon spielte er sich erstmals in Grand-Slam-Halbfinale. Das Saisonende hielt dann noch einen weiteren Höhepunkt für ihn bereit: Der Rechtshänder holte zusammen mit dem spanischen Davis-Cup-Team den Titel vor heimischer Kulisse in Madrid. 

Der zweite große Schicksalsschlag innerhalb von eineinhalb Jahren

Dieser Titelgewinn fand für den im Kollegenkreis hochgeschätzten Spanier allerdings unter äußerst traurigen privaten Umständen statt. Schon im Mai 2018 hat Bautista Agut unerwartet seine Mutter verloren, jetzt traf ihn der nächste Schicksalsschlag: Sein Vater verstarb in der laufenden Turnierwoche. Bautista Agut reiste Donnerstags aus Madrid ab, um seinen Vater in dessen letzten Stunden zu begleiten, nahm anschließend an der Beerdigung teil. Und spielte am Sonntag schon wieder erfolgreich Tennis, als er gegen Felix Auger-Alliasime (Kanada) im Endspiel die wichtige Führung für Spanien holte. Eine besondere Leistung, die Respekt einfordert. Ein großer Sieg, aber eben auch einer mit einer sehr tragischen und traurigen Komponente.  

Die Hochzeit als emotionale Herausforderung

Als hätte das Schicksal damit in diesem Jahr nicht schon genug Gefühlschaos beim 31-Jährigen ausgelöst, stand nun an diesem Wochenende noch ein weiteres äußerst positives privates Lebensereignis an. Bautista Agut heiratete seine langjährige Freundin Ana Bodi Tortosa. Seinen Junggesellenabschied hatte er im Sommer noch wegen seiner unerwarteten Erfolge in Wimbledon verschieben müssen, seine Hochzeit hatte er daraufhin in die tennisfreie Zeit nach dem Davis Cup gelegt.

Unter den gegebenen Umständen war das sicherlich nach dem Endspiel-Einsatz im Davis Cup eine weitere emotionale Herausforderung. Eine, die Roberto Bautista Agut aber den Bildern nach zu urteilen ebenfalls erfolgreich gemeistert hat. 

(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 01.12.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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