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Sportreportage: Tennis-Star Andrea Petkovic glückt Einstand beim ZDF

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02.12.2019|10:00 Uhr|von Christian Schwell
Sportreportage: Tennis-Star Andrea Petkovic glückt Einstand beim ZDF

Andrea Petkovic hat gestern zum ersten Mal die ZDF-Sendung "Sportreportage" moderiert. Die ehemalige Nummer neun der WTA-Rangliste, die auch 2020 noch weiter im Profi-Tennis sportlich aktiv sein wird, konnte dabei vor der Kamera überzeugen.

Um Tennis geht es nur kurz ganz zu Anfang

Ein kleines witziges Wortspiel zu Beginn der Sendung, als sie ihren Einstand beim ZDF mit dem Bild eines ersten Aufschlags verknüpfte: Das war der einzige Tennis-Bezug, den Petkovic in ihre Debüt-Sendung einbaute. Statt um ihre sportliche Kernkompetenz ging es in der sonntägliche "Sportreportage" wie immer erst viel um Fußball und dann um das restliche aktuelle Sportgeschehen, zu dem saisonal bedingt eben an diesem Wochenende nicht mehr Tennis gehörte. Vielleicht zum Einstieg aber gar nicht das Schlechteste, denn so kam die Darmstädterin darum herum, sich zu einer Bereich zu äußern, dessen Teil sie ja nun mal als aktuelle und aktive Profi-Tennisspielerin im "Hauptberuf" immer noch ist. In wie fern da eine (wünschenswerte) journalistische Distanz der Moderatorin zur Thematik existent ist und überhaupt sein kann, stellte sich bei Sportarten wie Baseball oder Formel 1 einfach diesmal nicht.

Petkovic überzeugt im Moderations-Einsatz

Überhaupt ist die Aufgabe Petkovics, die ihre Moderationen selbst schreibt, im festen Korsett dieser Traditions-Sendung weniger eine einordnende als vielmehr eine einleitende in Bezug auf die eingespielten Beiträge ihrer Redaktion. Die meisterte sie  - wenn überhaupt, dann nur anfänglich nervös - bei ihrem ersten Auftritt sehr gut. Ihre zwei Versprecher korrigierte sie unaufgeregt und souverän sofort selber, abseits der besonderen Umstände dieser Sendung wären diese wohl auch sowieso unter der Aufmerksamkeitsschwelle der meisten Zuschauer geblieben. 

Ob es am natürlichen Talent oder am Moderations-Training liegt, das Petkovic durchlaufen hat: Die 32-Jährige wirkte vor der Kamera routinierter als sie sein kann und kam natürlich und unverstellt rüber. Null Fremdschäm-Faktor. Im Vorfeld der Sendung hatte Petkovic im Interview bei Sportbuzzer erzählt, sich beim ersten Casting eher "steif und unwohl" gefühlt zu habe - davon war gestern nichts mehr zu sehen. Stattdessen wirkte sie schon fast wie ein alter Moderations-Hase. Einstand gelungen.

Die Darmstädterin  will ihre Tätigkeit fürs ZDF ausbauen

Petkovics zweiter Auftritt im Rahmen der "Sportreportage" folgt schon in der nächsten Woche, 2020 soll sie dann immer wieder in Abstimmung mit ihrem Turnierplan, der mehr Pausen als in den Vorjahren enthält, als Moderatorin eingesetzt werden. Für die Zukunft sind auch Einsätze bei Sportveranstaltungen vor Ort angedacht und Petkovic will auch gerne im Interview Sportlern und Sportlerinnen direkt gegenüber stehen. In diesen Situationen könnte sie ihre Stärken in den Bereichen Spontanität, Wortgewandtheit und Schlagfertigkeit, die beim vorgeplanten Moderationseinsatz im sterilen Studio nicht so ins Gewicht fallen, noch besser ausspielen. Nach ihrem ersten Härtetest am Sonntag scheinen ihr die Türen für die Karriere nach der Karriere jedenfalls  weit offen zu stehen.

(Screenshot: (c)  ZDF)

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Christian Schwell
am 02.12.2019 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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