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Philipp Kohlschreiber: Trotz Rückschlägen 2019 gibt er nicht auf

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03.12.2019|16:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Philipp Kohlschreiber: Trotz Rückschlägen 2019 gibt er nicht auf

Auch wenn die Spuren der Zeit an Philipp Kohlschreiber nicht vorbeigegangen sind (der Augsburger wurde im vergangenen Oktober 36 Jahre alt), ging er mit vergleichsweise hohen Ansprüchen ins Tennisjahr 2019 - und konnte diese zum Saisonauftakt in Auckland gleich einmal bestätigen, als er das Halbfinale des ATP-Turniers erreichte und auf dem Weg dorthin Fabio Fognini ausschaltete.

Die guten Ansätzen konnte "Kohli" allerdings nicht in die großen Turniere mitnehmen. Vor allem bei den Grand Slams gab es für Kohlschreiber nicht viel zu ernten. Bei den Australian und den French Open war jeweils in der zweiten Runde Schluss, während er in Wimbledon und bei den US Open nicht einmal über die erste Runde hinauskommen sollte.

Zuletzt konnte Kohlschreiber 2017 ein ATP-Turnier gewinnen

Finals oder gar Turniersiege für Kohlschreiber 2019? Fehlanzeige! Zuletzt durfte er 2017 in Kitzbühel einen Pokal in die Höhe stemmen, der letzte Finaleinzug gelang ihm 2018 in München.

Allerdings sollte hier nicht der Eindruck erweckt werden, dass das komplette Jahr 2019 an dem inzwischen 36-Jährigen vorbeilief. Er hatte auch richtig gute Momente, etwa in Indian Wells im März. "Kohli" schlug bei dem Masters Nick Kyrgios und Novak Djokovic (jeweils mit 6:4, 6:4), ehe er im Achtelfinale gegen Gael Monfils (diesmal ziemlich deutlich) die Segel streichen musste. Auch bei den Italian Open in Rom erreichte er die Runde der letzten 16 - mit Siegen gegen Gilles Simon und dem aufstrebenden Lokalmatadoren Marco Cecchinato.

"Tennis hat mir in den letzten Wochen nicht viel Spaß gemacht"

Mit einem guten Gefühl reiste Kohlschreiber dann nach Paris zu den French Open - und "feierte" einen Sieg. Es sollte sein letzter für die kommenden Wochen gewesen sein. Nach dem Erstrundenerfolg gegen Robin Haase rauschte der DTB-Profi in ein Leistungs- und Ergebnistief.

Fünf Niederlagen in Folge (darunter Halle, Wimbledon und Hamburg) verdarben dem Augsburger die Laune, wie er in einem Interview bekräftigte. "Tennis hat mir in den letzten Wochen nicht viel Spaß gemacht, aber ich gebe nicht auf", erklärte "Kohli" nach seinem frühen German-Open-Aus gegen Marton Fucsovics.

Diese Qualität hat die einstige Nummer eins des deutschen Tennis immer mitgebracht - und das wird er auch 2020 auf der Tour oder in seinen Matches für die Bundesligamannschaft des TC Großhesselohe machen. Das Jahr hat der Deutsche in der ATP-Weltrangliste auf Platz 79 beendet. Dass er mehr kann, weiß er selbst. Die schwarz-rot-goldene Tennisnation darf in jedem Fall froh sein, einen solchen Profisportler und tadellosen Menschen noch eine gewisse Zeit bewundern zu dürfen. Auf geht's, "Kohli"!

(Bild: (c) imago images / GEPA pictures)

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Dennis Ebbecke
am 03.12.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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