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Dominik Köpfer: So beherzt biss sich der "Pitbull" 2019 in der Tenniswelt fest

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04.12.2019|11:30 Uhr|von Dennis Ebbecke
Dominik Köpfer: So beherzt biss sich der "Pitbull" 2019 in der Tenniswelt fest

Wie der Phönix aus der Asche ist Dominik Köpfer 2019 am Tennisfirmament erschienen. Der gebürtige Schwarzwälder hinterließ dabei einen so starken Eindruck, dass er noch lange im Konzert der Großen mitspielen dürfte. Bei den US Open kämpfte sich der "Pitbull" durch die Qualifikation und drang sensationell bis ins Achtelfinale vor.

Doch der Reihe nach: Mit seinen inzwischen 25 Jahren gehört Köpfer nicht mehr zu den jungen Wilden. Dass er - aus Sicht vieler deutscher Tennisfans - lange Zeit unterhalb des Radars geblieben war, hatte vor allem damit zu tun, dass er bereits nach seinem Abitur 2012 in die USA ausgewandert war. Köpfer studierte am College in New Orleans und arbeitete weit von seinem Geburtsland entfernt an seiner Tenniskarriere. 

Über einen Challenger-Titel ins Wimbledon-Hauptfeld

Der ganz große Durchbruch sollte allerdings eine gewisse Zeit auf sich warten lassen - genauer gesagt bis ins Jahr 2019, als er im Juni beim Challenger-Turnier in Ilkley das Finale gegen den Österreicher Dennis Novak gewinnen konnte. Dieser Sieg brachte ihm nicht nur den Turniersieg, sondern auch die Wildcard für Wimbledon ein. Im Jahr zuvor noch in der Qualifikation gestartet, durfte er diesmal direkt in der ersten Runde antreten - und das mit großem Erfolg. Köpfer bezwang Filip Krajinovic, musste sich in Runde zwei allerdings Diego Schwartzman geschlagen geben.

Enttäuscht war Köpfer aufgrund seiner Niederlage allerdings nicht im Geringsten: "Meine erste Hauptrunden-Teilnahme - und dann gleich ein Sieg. Ich habe als Kind schon davon geträumt, einmal ein Grand-Slam-Turnier zu spielen. Für mich ist in Wimbledon ein absoluter Traum in Erfüllung gegangen."

Zu diesem Zeitpunkt konnte der Mann aus Furtwangen noch nicht ahnen, dass in diesem Jahr ein weiterer großer Traum in Erfüllung gehen würde. Und damit ist nicht der Finaleinzug beim Challenger in Aptos im August gemeint, als er gegen Steve Johnson unterlag. Nein, es ging noch viel mehr! Bei den US Open ging der Stern von Dominik Köpfer endgültig auf - und das ausgerechnet in seiner US-amerikanischen Wahlheimat.

Der Erfolgsweg von Dominik Köpfer bei den US Open 2019

Nach der erfolgreichen Quali mit Siegen gegen Ryan Harrison, Nicolas Mahut und Yasutaka Uchiyama war der Deutsche kaum noch aufzuhalten. Er überraschte diejenigen, die ihn noch nicht kannten, in Interviews mit perfektem Englisch und überragenden Auftritten auf den Courts von Flushing Meadows. Schnell bekamen die Zuschauer ein Gefühl dafür, warum der Spitzname des 25-Jährigen "Pitbull" lautet. Sein früherer College-Trainer Mark Booras brachte die Stärken des heutigen DTB-Spielers mal wie folgt auf den Punkt: "Ein extrem guter Schlag, ein starker Körper. Dazu ist er ein echter Fighter. Er gibt nie auf, er gibt seinem Gegner keinen freien Punkt."

Von diesen Qualitäten mussten sich auch Jaume Munar, Reilly Opelka und Nikoloz Basilashvili ein Bild machen, die allesamt gegen Köpfer den Kürzeren zogen. Erst im Achtelfinale gelang es Daniil Medvedev, dass deutsche Tennismärchen von New York zu beenden. Was bleibt ist die Gewissheit, aus deutscher Sicht ein weiteres heißes Eisen im Feuer zu haben - einen echten "Pitbull", der sich 2019 in die Top 100 der ATP-Weltrangliste (aktuell #94) gefightet und etliche Sympathiepunkte gesammelt hat.

(Bild (c) imago images / ZUMA Press)

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Dennis Ebbecke
am 04.12.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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