Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Goran Ivanisevic schießt gegen Milos Raonic: "Er bräuchte einen Psychologen"

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
07.12.2019|10:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Goran Ivanisevic schießt gegen Milos Raonic: "Er bräuchte einen Psychologen"

Als Spieler gewann Aufschlagriese Goran Ivanisevic Wimbledon, als Trainer impft er seinen Schützlingen ebenso das Siegen-Gen ein. Egal ob Novak Djokovic, mit dem er zu Beginn der gemeinsamen Zusammenarbeit 2019 direkt den Titel an der Church Road feiern durfte, oder Marin Cilic, den er 2014 zum US-Open-Triumph führte: Die Superstars des Tennis hören auf den Kroaten - und wurden dafür bereits belohnt.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Der eine oder andere in der Vergangenheit von Ivanisevic betreute Profi hatte in Sachen Kommunikation so seine Probleme. Darüber sprach der 48-Jährige nun in einem Interview. Ivanisevic ließ unter anderem seine gemeinsame Zeit mit Milos Raonic Revue passieren. Das Tennis Magazin beruft sich auf Aussagen, die der Coach dem russischen Portal zurnal.rs gegeben hat: Es gab keine Kommunikation. Wie bei einer Wand, ich wusste nie, ob er mich überhaupt gehört hatte."

Darum war die Kommunikation mit Raonic und Berdych schwierig

Statt eines Trainers bräuchte der Kanadier laut Ivanisevic eher einen Psychologen. Seit März gehen Raonic und er getrennte Wege. Die ehemalige Nummer drei der Welt beendete dieses Jahr nur als Weltranglisten-31. Auch die Zusammenarbeit mit Tomas Berdych, der inzwischen seine Laufbahn beendet hat, gestaltete sich schwierig. "Was immer ich ihm sagen würde, er hätte geantwortet, dass er es nicht tun könne", erinnert sich der Kroate zurück.

Seine ersten Erfahrungen als Tennistrainer sammelte der Wimbledon-Sieger von 2001 mit Marin Cilic, bei dem es ihm gelang, Blockaden zu lösen. Vor allem in Bezug auf den eigenen Aufschlag trug der kroatisch-kroatische Gedankenaustausch Früchte. "Bei Cilic war es das Wichtigste, dass er seinen Aufschlag verbessert, weil ein 1,98-Meter-Spieler besser aufschlagen sollte", so der 48-Jährige, der schließlich weiß, wovon er da redet.

Ivanisevic oder Vajda: Djokovic will nur einen Coach

Aktuell ist der einstige Weltklassespieler Teil des Teams von Novak Djokovic. Ivanisevic kam genau zum richtigen Zeitpunkt dazu und durfte hautnah am fünften Wimbledon-Sieg des "Djokers" mitwirken. Das epische Finale gegen Roger Federer gehört sicherlich zu den Meilensteinen in der immer noch jungen Trainerkarriere von Ivanisevic.

2020 werden wir den Kroaten in der ersten Jahreshälfte jedoch nicht allzu oft bei Djokovic-Matches in der Box sitzen sehen - und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der Nummer zwei der Welt. Das bedeutet nicht etwa, dass Djokovic mit der Arbeit seines neuen Coachs nicht zufrieden ist. Es geht vielmehr darum, dass sich Ivanisevic und Marian Vajda aufteilen, wie Goran verriet: "Novak möchte nur einen Coach bei sich haben. Marian und ich haben uns darauf verständigt, dass er bei den Australian Open und den French Open dabei sein wird. Ich begleite ihn in Wimbledon und bei den US Open. Eine ähnliche Konstellation gibt es bei den weiteren Turnieren."

Die Tennisfans müssen auf Goran Ivanisevic zum Jahresauftakt dennoch nicht verzichten, da er in Melbourne am Legenden-Turnier teilnehmen wird. Bei diesen Show-Matches wird der Spaß im Vordergrund stehen. Anders verhält es sich natürlich, wenn sein serbischer Schützling den Schläger in die Hand nimmt. Dann seien die Erwartungen so hoch, dass "für Novak manchmal eine Niederlage ein Misserfolg" sei.

(Bild: (c) imago images / Icon SMI)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Dennis Ebbecke
am 07.12.2019 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

» Zu den Beiträgen von Dennis Ebbecke