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Traum-Tweener: Diese Schläge rissen uns 2019 von den Sitzen

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17.12.2019|14:30 Uhr|von Fabian Buß
Traum-Tweener: Diese Schläge rissen uns 2019 von den Sitzen

Roger Federer, Nick Kyrgios und Co. haben auch 2019 wieder sensationelle Schläge gezeigt und die Fans zum Staunen gebracht.

Roger Federer gegen Dominic Thiem (Indian Wells 2019)

So viel musste der Schweizer in einem Ballwechsel selten rennen. Im Finale des ATP-Masters in Indian Wells scheuchte Dominic Thiem (26) seinen zwölf Jahre älteren Kontrahenten im ersten Satz über den Platz. Auf einen Stoppball folgte zweimal ein Lob, sodass Federer zweimal im Vollsprint zwischen Netz und Grundlinie hin und her rannte. Beim ersten Lob spielte Federer den Ball mit dem Rücken zum Netz per Überkopfball zurück, beim zweiten Mal wurde es noch spektakulärer: Der Ball von Thiem wurde länger und länger, doch der Rekord-Grand-Slam-Champion konterte weit hinter der eigenen Grundlinie mit einem Tweener-Lob . Das Publikum kreischte lautstark vor Begeisterung, doch der Österreicher behielt die Ruhe und entschied diesen epischen Ballwechsel per Schmetterball für sich.  Selbst Thiem konnte sich nach diesem Traumschlag des Gegners ein breites Lächeln nicht verkneifen. Am Ende gewann der Jungstar gegen den Altmeister knapp in drei Sätzen.

Nick Kyrgios gegen Borna Coric (Miami 2019)

Verrückt, verrückter, Kyrgios! Tennisfans sind vom Australier ja durchaus kuriose Schläge gewöhnt, aber zwei Trickshots direkt hintereinander sind dann doch etwas Besonders. So geschehen im Spiel gegen Borna Coric beim ATP-Event in Washington . Dort zeigte er einen No-Look-Volley und einen Tweener. Der Kroate hatte den No-Look-Volley des Gegners artistisch gekontert und Kyrgios damit in große Bedrängnis gebracht. Doch der Mann aus Canbera erlief den Ball und passierte seinen am Netz stehenden Gegner mit einem spektakulären Tweener. Viele Zuschauer erhoben sich begeistert von ihren Sitzen und schauten sich ungläubig an, nur der Gefeierte reagierte ganz cool und schaute lässig ins Publikum.  Bei dem Turnier gelang dem Australier alles und am Ende holte er sich den Titel.

Pablo Cuevas gegen Stefans Tsitsipas (Estoril 2019)

Pablo Cuevas hatte bereits in den vergangenen Jahren mehrere unglaubliche Schläge gezeigt. Im diesjährigen Finale des Sandplatzturniers im portugiesischen Estoril gegen Stefanos Tsitsipas hat sich der 33-Jährige jedoch noch einmal selbst übertroffen. Nach einer krachenden Vorhand war Cuevas ans Netz vorgerückt, da Tsitsipas den Ball nur noch in hohem Bogen zurückspielen konnte. Der Uruguayer täuschte zunächst einen Schmetterball aus der Luft an, doch dann ließ er Ball doch aufkommen und spielte ihn als Tweener-Stoppball zurück - ohne dabei auf den Ball zu schauen (!). Der Grieche sprintete ans Netz,  konnte den Ball aber nicht mehr rechtzeitig zurückspielen. Die Zuschauer reagierten mit Standing Ovations und beide Spieler hatten sichtbar Spaß. Den Siegerpokal holte sich am Ende der Grieche, doch Cuevas konnte sich immerhin damit trösten, den Schlag des Turniers gezeigt zu haben.

Joe Salisbury mit Rajeev Ram gegen Marcelo Melo und Lukasz Kubot (Wien 2019)

Spektakuläre Ballwechsel am Netz sind im Herrendoppel an der Tagesordnung. Einen Passierball per Tweener mehrere Meter hinter der Grundlinie gibt es hingegen selten zu sehen. Dieses irre Kunststück gelang Joe Salisbury beim Hallenturnier in Wien. Nach einem Lob des Brasilianers Mercelo Melo schienen Salisbury und sein Partner Rajeev Ram eigentlich schon geschlagen zu seiu. Doch der Brite sprintete zurück und spielte den Ball im irren Tempo durch die Beine zurück. Melo und Kubot konnten dem Ball nur stauend hinterherschauen.  Kurios: Salisbury erwischte den Ball erst kurz vor der Bande und ein Ballkind ging sicherheitshalber schon in Deckung. Die Aktion war so weit hinten, sodass der Tweener zunächst gar nicht im Fernsehbild zu sehen war. Erst eine Kameraeinstellung von der Seite machte deutlich, was Salisbury da Sensationelles gelungen war. Der Brite selbst war sprachlos und riss ungläubig die Arme hoch, während er den verdienten Szenenapplaus vom Publikum bekam.

Rafael Nadal gegen Jo-Wilfried Tsonga (Masters Paris 2019)

Der Spanier ist bekanntermaßen einer der besten Defensivspieler auf der ATP-Tour. Gegen Jo-Wilfried Tsonga befreite sich der 19-fache Grand-Slam-Sieger  auf ganz spektakuläre Weise aus der Bredouille: mit einem eingesprungenen Tweener. Und so war es passiert: Der Franzose hatte Nadal mit einem Stoppball ans Netz gelockt und schien den Punkt nach einem Passierschlag gegen den aufgerückten Spanier eigentlich schon gewonnen zu haben. Doch Rafa riss im Rückwärtslaufen artistisch sein rechtes Bein hoch und spielte den Ball zurück ins Feld. Tsonga war davon so perplex, dass er anschließend eine eigentlich einfache Rückhand ins Aus spielte. Lauter Jubel brandete  in der Halle auf und auch der französische Lokalmatador spendete Applaus für diese spektakuläre Rettungsaktion. Nur einer ließ sich nix anmerken: Rafa holte sich seelenruhig sein Handtuch und fokussierte sich auf den nächsten Punkt.

(Bild (c) imago images / ZUMA PRESS)

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Fabian Buß
am 17.12.2019 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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