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Olympia 2020: Diese Mixed-Traumpaare könnten um Gold kämpfen

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23.12.2019|11:30 Uhr|von Fabian Buß
Olympia 2020: Diese Mixed-Traumpaare könnten um Gold kämpfen

Rund sieben Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio formieren sich die ersten Mixed-Doppel, die gemeinsam für ihr Land antreten möchten. Wir geben einen Überblick, welche Traum-Paarungen möglich wären. Allerdings gibt es nur 16 Startplätze - und der Konkurrenzkampf bei vielen Nationen ist groß. 

Japan

Die Gastgeber haben das Heimpublikum im Rücken und zählen nicht zuletzt deshalb zu den Favoriten. Mit Naomi Osaka und Kei Nishikori verfügen die Japaner zudem über zwei Weltklasse-Einzelspieler, die für die viele Fans eine Traumpaarung bilden würden. Allerdings haben die beiden kaum Erfahrung im Doppel vorzuweisen. Anders sieht es bei BenMcLachlan aus. Der 27-Jährige, der an der Seite von Jan-Lennard Struff zwei Doppeltitel auf der ATP-Tour gewinnen konnte, ist ein ausgewiesener Doppelspezialist und eine weitere Option für die Japaner. Bei den Damen könnte Shuko Aoyama zum Einsatz kommen.

USA

Die Amerikaner blicken auf eine goldene Vergangenheit zurück. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio gab es sogar ein rein amerikanisches Finale: Bethanie Mattek-Sands und Jack Sock besiegten im Finale Venus Williams und Rajeev Ram knapp in drei Sätzen. Beide Paarungen sind auch 2020 denkbar. Mit Serena Williams, Sloane Stephens, Frances Tiafoe oder den Weltklasse-Doppelspielern Mike und Bob Bryan haben die Amerikaner noch weitere heiße Eisen im Feuer, die den USA eine weitere Goldmedaille im Mixed bescheren könnten. Serena Williams und Frances Tiafoe traten bereits gemeinsam beim Hopman Cup 2019 an. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Es gab drei Niederlagen in drei Gruppenspielen.

Schweiz

Belinda Bencic und Roger Federer - Eine Paarung, die prächtig harmoniert. Beim Hopman-Cup 2019 triumphierten die beiden Schweizer und auch bei Olympia wären die beiden ein heißer Titelaspirant, sofern sich beide für einen Start im Mixed entscheiden sollten. Vor allem beim 39 Jahre alten Federer ist eine Olympia-Teilnahme noch unsicher. Er will zwar unbedingt dabei sein, muss aber auf eine Wildcard der Veranstalter hoffen, da er zurzeit nicht die Qualifikationskriterein erfüllt. Jeder Teilnehmer muss während des vierjährigen olympischen Zyklus bei drei Davis-Cup-Partien im Kader stehen, eine Partie muss dabei in das Jahr 2019 oder 2020 fallen. Sollte der Maestro bei Olympia dabei sein, könnte er sich aber auch auf die Einzelwettbewerbe konzentrieren. Dann stünde im Mixed mit Stan Wawrinka eventuell ein interessanter Ersatz bereit.

Australien

Ashleigh Barty ist nicht nur die aktuelle Nummer eins der Damen-Weltrangliste, sondern auch eine sehr erfolgreiche Doppelspielerin (aktuell Platz 19).  Sie scheint für ein Mixed gesetzt, doch bei der Wahl ihrers Partners ergeben sich viele spannende Konstellationen. Da kommen zum einen Doppelspezialist John Peers oder Matthew Ebden in Frage, mit dem sie 2019 den Hopman Cup spielte. Zum anderen aber auch Nick Kyrgios und Alex de Minaur, die im Einzel bereits mehrere Titel gewinnen konnten, und auch im Doppel schon gute Spiele ablieferten. Kyrgios hat sogar einen Doppeltitel in seiner Vita stehen. 2018 gewann er an der Seite von Jack Sock das ATP-Event in Lyon. Samantha Stosur könnte zum Einsatz kommen, wenn Barty auf einen Start im Mixed verzichten sollte. Für viele Fans wäre sicherlich das Duo Barty/Kyrgios die spektakulärste Kombination.

Deutschland

Die Lust auf Olympia ist groß im deutschen Lager. Mit Angeligue Kerber und Alexander Zverev sowie Julia Görges und Kevin Krawietz haben sich schon zwei Teams formiert, die gerne die deutschen Farben im Mixed-Wettbewerb vertreten wollen. Da voraussichtlich aber nur ein deutsches Team dabei sein kann, bleibt abzuwarten, wer letztlich überhaupt an den Start gehen wird. Eventuell werden sich die deutschen Topspieler Kerber und Zverer auch auf die Einzelkonkurrenz konzentrieren. Ein Mixed-Spezialisten ist Laura Siegemund. 2016 triumphierte sie an der Seite des Kroaten Mate Pavic bei den US-Open. Die 31-Jährige ist eine weitere Option für ein deutsches Mixed-Team.

Spanien

Rafael Nadal und Garbine Muguruza wollten bereits Olympia 2016 in Rio gemeinsam antreten. Doch dann mussten die Spanier verletzungsbedingt zurückziehen. Muguruza hat in diesem Jahr bereits öffentlich ihr Interesse bekundet, in Tokio an der Seite des 19fachen Grand-Slam-Champions spielen zu wollen. Doch das hängt letztlich von der körperlichen Verfassung des Spaniers ab. Sollte sich der verletzungsanfällige Nadal nur für einen Start im Einzel sowie Herrendoppel entscheiden, stünden mit Feliciano Lopez und Marc Lopez zwei Doppelspezialisten für ein Mixed bereit. Auch Roberto Bautista-Agut wäre eine Option.

Frankreich

Die Franzosen haben sprichwörtlich die Qual der Wahl, denn keine andere Nation verfügt über derart viele Weltklasse-Doppelspieler. 2016 konnten sich mit Kristina Mladenovic und Pierre-Hugues Herbert sowie Caroline Garcia und Nicolas Mahut gleich zwei vielversprechende Paarungen für Rio qualifizieren, doch für eine Medaille reichte es nicht. Beide Paarungen wären auch 2020 eine Option, wobei vor allem Mladenovic und Herbert seit 2016 viel Erfahrung gesammelt haben und in Tokio einer der Topfavoriten wären. Viele französische Fans träumen aber auch von einem Team bestehend aus "Kiki" Mladenovic und Gael Monfils. Dann wären spektakuläre Ballwechsel garantiert.

Großbritannien

Jamie Murray und Johanna Konta haben es schon einmal gemeinsam bei Olympia versucht. 2016 musste das britische Duo aber bereits in der ersten Runde die Segel streichen. Denkbar wäre es, dass es beide 2020 nochmals gemeinsam versuchen. Daniel Evans, Kyle Edmund und Katie Boulter wären weitere Optionen. Andy Murray, zweifacher Goldmedaillengewinner bei Olympia im Einzel, wird aufgrund seiner Verletzungshistorie wahrscheinlich nur im Einzel antreten. 2016 war er im Mixed an der Seite von HeatherWatson gestartet.

Kanada

Die Kanadier dürfen sich im Falle einer Qualifikation durchaus gute Medaillenchancen ausrechnen. Mit Gabriela Dabrowski und Vasek Pospisil könnten sie ein Team mit sehr viel Doppelerfahrung aufbieten. Spannend wäre es, wenn sich die Jungstars Bianca Andreescu und Denis Shapovalov zusammenschließen würden. Das wäre ein hochtalentiertes, aber auch ein sehr unerfahrendes Doppel. Mit Felix Auger-Aliassime haben die Kanadier einen weiteren hochtalentierten Spieler in Reihen.

Griechenland

Lange Zeit waren die Griechen weit entfernt von der Tennis-Weltspitze. Doch mit Maria Sakkari und vor allem Stefanos Tsitsipas verfügen die Griechen mittlerweile über zwei starke Einzelspieler. Und die beiden sind ein eingespieltes Doppel: 2019 traten sie gemeinsam beim Hopman-Cup an und gewannen zwei ihrer drei Gruppenspiele. Falls die beiden sich qualifizieren und für einen Start im Mixed-Wettbewerb entscheiden sollten, dann ist mit den Griechen zu rechnen.

Russland

Die Russen könnten sich ebenfalls einige spannende Doppel basteln. Daniil Medwedew könnte sich beispielsweise mit Anastasia Pavlyuchenkova oder Veronika Kudermetova zusammentun. Ein Team bestehend aus Andrey Rublev und Ekaterina Alexandrova wäre ebenfalls denkbar. Durchaus spannende Optionen, die sich den Russen für die Zukunft bieten.

(Bild: (c) imago images / Kyodo News)

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Fabian Buß
am 23.12.2019 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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PROFIS AUS DEM BEITRAG

Alexander Zverev
Germany Alexander Zverev ATP #7
Kei Nishikori
Japan Kei Nishikori ATP #35
Angelique Kerber
Germany Angelique Kerber WTA #<500
Belinda Bencic
Switzerland Belinda Bencic WTA #<500
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Japan Naomi Osaka WTA #<500
Roger Federer
Switzerland Roger Federer ATP #4