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ATP Cup: Dominic Thiem scheitert an Borna Coric - Österreich-Pleite perfekt

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04.01.2020|13:45 Uhr|von Dennis Ebbecke
ATP Cup: Dominic Thiem scheitert an Borna Coric - Österreich-Pleite perfekt

Dem "Dominator" ist es nicht gelungen, Österreich gegen Kroatien im Rennen zu halten! Nach der knappen Niederlage von Dennis Novak gegen Marin Cilic am Samstagmorgen verpasste Dominic Thiem die Chance, gegen Borna Coric zum 1:1 auszugleichen. Der Weltranglistenvierte verlor sein erstes Match des Jahres nach 2:45 Stunden mit 6:7 (4), 6:2, 3:6.

"Wir sind wirklich aufgeregt", hatte Österreichs Nummer eins kurz nach seiner Ankunft in Sydney zugegeben. Und das hatte nichts mit der Frage zu tun, ob seine neue Frisur bei den Fans ankommt oder nicht.

Jedenfalls sollte sich diese Nervosität zu Beginn seines Matches gegen Coric auch auf den Platz übertragen. Thiem legte einen klassischen Fehlstart hin und gab die ersten drei Punkte seines ersten Aufschlagspieles ab. Die Folge war das frühe Break für den Kroaten.

Thiems zweiter Aufschlag wird zum Problem

Nachdem er mit Mühe und Not das Doppel-Break verhindern konnte, fand der 26-Jährige langsam besser ins Match und verwandelte das 0:2 in eine 3:2-Führung. Auch für die Nummer vier der Welt ist so ein Debüt im neuen Jahr eben kein Selbstläufer, wie der Auftakt gegen Coric vor Augen führte. Beispiele gefällig? Bei 3:3 sah sich der Finalist der ATP Finals 2019 erneut einem Breakball gegenüber - und konnte diesen erneut nicht abwehren.

Vor allem beim zweiten Aufschlag hatte Thiem in dieser Phase große Probleme, seine Quote lag hier zwischenzeitlich bei nur rund 20 (!) Prozent. Zwar rettete sich der Österreicher in einem zwar spannenden, jedoch selten hochklassigen ersten Satz noch in den Tiebreak, zog hier allerdings den Kürzeren.

Coric mit gutem Händchen bei den Big-Points

War er im ersten Durchgang noch weit von seiner Top-Form entfernt, mit der er zum Ende des vergangenen Jahres überzeugte, erkannte man in Durchgang zwei den 2019er Thiem zumindest in Ansätzen wieder. Mit dem frühen Break im Rücken marschierte er durch den Satz und fand auch sein Timing wieder.

Mut machte dem Team Österreich um Kapitän Thomas Muster zudem die Statistik: In den beiden direkten Duellen 2018 (Madrid und Paris-Bercy) gewann Thiem jeweils trotz eines Satzrückstandes gegen Coric.

Diesmal verlief es allerdings anders: Thiem, der im dritten Satz mit leichten Problemen am Handgelenk zu kämpfen hatte, musste (zu) viele Breakbälle gegen sich hinnehmen. Den fünften im entscheidenden Satz nutzte Coric zum 3:1 - ein Vorsprung, den die Nummer 28 der Welt nicht mehr hergeben sollte. Coric bewies Nehmer-Qualitäten und ein gutes Händchen bei den Big-Points. Bei 4:2 und 5:3 wehrte die kroatische Nummer eins jeweils drei Breakbälle ab - und verwandelte cool seinen ersten Matchball.

Ähnlich wie Alexander Zverev,  dem es am Freitag gegen Alex de Minaur nicht gelungen war, nach Struffs Auftaktniederlage den Ausgleich für das Team Deutschland zu erzielen, konnte auch Thiem für Österreich nicht auf 1:1 stellen. Da zuvor auch Novak trotz eines starken Auftritts knapp gegen den favorisierten Cilic mit 7:6 (4), 4:6, 4:6 verloren hatte, ist der Gesamtsieg im abschließenden Doppel nicht mehr realisierbar.

(Bild: (c) imago images / Icon SMI)

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Dennis Ebbecke
am 04.01.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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