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ATP Cup: Rüpel-Rückfall - Medvedev hämmert gegen Schiedsrichter-Stuhl

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09.01.2020|13:50 Uhr|von Christian Schwell
ATP Cup: Rüpel-Rückfall - Medvedev hämmert gegen Schiedsrichter-Stuhl

Russland ist mit zwei Einzelsiegen den australischen Gastgebern ins Halbfinale des ATP Cups gefolgt. Nachdem Karen Khachanov Guido Pella mit 6:2, 7:6 (4) besiegen konnte, stellte Daniil Medvedev mit einem 6:4, 4:6, 6:3 über Diego Schwartzman den russischen Erfolg über Argentinien vorzeitig sicher. Allerdings nicht, ohne einmal mehr einen Beweis für gewisse charakterliche Extravaganzen zu liefern. 

Erste Verwarnung nach Satz eins

Eigentlicher Ausgangspunkt war ein verbaler Disput zwischen Medvedev und Schwartzman nach Ende des ersten Satzes, bei dem sich Schwartzman anscheinend darüber mokierte, dass der Russe zuvor einen gegnerischen Doppelfehler mit einem beherzten "C'mon" bejubelt hatte. Auf Schiedsrichter Mohamed Lahyani wirkte die Situation so bedrohlich, dass er erst seinen Stuhl verließ um die Streithähne zu trennen und dann eine Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens gegen Medvedev aussprach.

Zwei "Hammerschläge" gegen den Schiedsrichterstuhl

Die ausgesprochene Verwarnung schien zu diesem Zeitpunkt am Russen vorbei gegangen zu sein, sollte dann aber später noch eine entscheidende Rolle spielen. Nachdem er im zweiten Satz ein Break kassiert hatte erkundigte sich Medvedev beim Schiedsrichter plötzlich darüber, ob er schon verwarnt worden sei. Die wahrheitsgemäße Antwort Lahyanis trug allerdings nicht zur Beruhigung des Russen bei. Im Gegenteil, Medvedev drückte seine Verärgerung aus, indem er zweimal mit dem Schläger gegen den Schiedsrichterstuhl hämmerte, was ihm letztendlich eine weitere Verwarnung inklusive Punktverlust einbrachte. Besonders schien ihn zu erregen, dass Schwartzman im Gegensatz zu ihm unbestraft geblieben war. 

Medevedev schnappt sich die 4er-Setzung bei den Australien Open

Der 23-Jährige verlor anschließend Satz zwei, riss sich dann aber zusammen und konnte im dritten Satz die Gesamtpartie zugunsten Russlands entscheiden. Im Anschluss sprach Medvedev ohne auf die Vorfälle konkret einzugehen davon, extrem unter Jetlag zu leiden und in den letzen Tagen kaum geschlafen zu haben. Vielleicht bringt ja eine gute Nachricht den Russen etwas zur Ruhe: Durch den heutigen Sieg scheibt sich Medvedev in der Weltrangliste an Dominic Thiem vorbei und wird bei den Australian Open als an Nummer vier gesetzter Spieler Konfrontationen mit Nadal & Co vor dem Halbfinale vermeiden können. 

 (Bild: (c)  imago images / Uk Sports Pics Ltd)       

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Christian Schwell
am 09.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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