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ATP Doha

ATP Doha: Rublev siegt im Endspiel über Qualifikant Moutet

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11.01.2020|17:50 Uhr|von Christian Schwell
ATP Doha: Rublev siegt im Endspiel über Qualifikant Moutet

Andrey Rublev (ATP 23) ist der erste Turniersieger der noch jungen ATP-Saison. Im Finale des 250er-Events von Doha setzte sich der Russe gegen den französischen Qualifikanten Corentin Moutet (ATP 81) mit 6:2, 7:6 (3) durch. Mit seinem insgesamt dritten Titel auf der Tour deutet der 22-Jährige seine tolle Frühform an und zeigt, dass man bei den Australian Open ein Auge auf ihn haben sollte.

Moutet ist von Anfang an nicht präsent     

Ob es die Nervosität im ersten Tour-Finale war oder ob die sechs gespielten Sätze vom gestrigen Samstag und insgesamt sechs Matches in diesem Turnier Moutet noch in den Knochen steckten: Zu Beginn des Endspiels war der junge Franzose noch nicht wirklich präsent. Rublev hatte gegeneinen Gegner, der oft etwas zu spät am Ball war, leichtes Spiel. Der erste Satz ging nach einer halben Stunde mit 6:2 an den Russen.

"Ich habe heute keine Beine"

Nachdem Moutet schon in Satz eins mit den Worten "Ich habe heute keine Beine" seine mangelnde Beweglichkeit beklagt hatte, ließ er sich in der Satzpause dann Tabletten geben.  Wirklich besser wurde es dadurch aber zunächst nicht. Die Kombination aus mangelnder körperlicher und geistiger Frische war beim 20-jährigen Linkshänder weiter offensichtlich. Rublev dagegen spulte weiter sein Programm an harten Grundschlägen erfolgreich ab und drängte den Gegner immer wieder von der Grundlinie weg. Selbst in die von ihm bevorzugte offensive Position zu kommen war so für den müden Moutet kaum möglich.

Ein weiteres frühes Break in Satz zwei war die logische Konsequenz. Rublev demonstrierte eindrücklich, dass er in diesem Jahr ein Top-10-Kandidat werden kann, Moutet fand lange kein Mittel gegen die spielerische und mentale Überlegenheit des Gegners. Auch als sich der Franzose mit dem Mute der Verzweiflung und noch mehr Risiko zwischenzeitlich ein Rebreak erspielte und danach den Tiebreak erzwang, ließ sich der Mann aus Moskau nur kurz aus dem Konzept bringen. Mit drei frühen Minibreaks setzte sich Rublev im Tiebreak bis zum Seitenwechsel mit 5:1 ab, wenig später machte er den Titelgewinn mit einem 7:3 perfekt.    

Rublev springt vor den Australian Open auf Platz 19 der Weltrangliste

Durch den Triumph in Doha verbessert sich Rublev von Platz 23 auf Nummer 19 der Weltrangliste und macht so auch bei der Setzung für die Australian Open noch ein paar Positionen gut. Die noch besser platzierte Konkurrenz würde ihn höchstwahrscheinlich sogar lieber noch etwas weiter oben sehen: Für die Topspieler ist Rublev in seiner aktuellen Form sicherlich jemand, auf den man beim ersten Grand Slam des Jahres nicht zu früh treffen möchte.   

(Bild: (c) imago images / Xinhua)
      

 

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Christian Schwell
am 11.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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