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Könnten die Australian Open wirklich ausfallen?

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16.01.2020|18:00 Uhr|von Fabian Buß
Könnten die Australian Open wirklich ausfallen?

Es wäre das Horror-Szenario für die Veranstalter und Millionen von Tennisfans: Eine Absage der Australian Open aufgrund der schlechten Luftverhältnisse nach den verheerenden Buschbränden. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: dies wäre nicht der erste Ausfall eines Grand-Slam-Turniers.

Schon insgesamt dreimal mussten die Australian Open eine Zwangspause einlegen - aus  unterschiedlichen Gründen. Die ersten Absage gab es im Jahr 1916. Das Turnier, das damals noch unter dem Namen "Australasian Championships" stattfand, wurde aufgrund des Ersten Weltkrieges für drei Jahre ausgesetzt. Erst im Jahr 1919 konnte wieder gespielt werden. Der Brite Algernon Kingscote entschied die erste Auflage nach Kriegsende für sich.

Die Geschichte wiederholte sich während des Zweiten Weltkrieges. Insgesamt fünf Jahre pausierte das Turnier (damals unter dem Namen "Australian Championships") aufgrund der verheerenden Kämpfe und der angespannten Weltlage. Nach Kriegsende konnte 1946 dann endlich wieder Tennis gespielt und mit Nancye Wynne und John Bromwich zwei neue Grand-Slam-Sieger gekürt werden.

Zwei Sieger 1977, dafür keiner 1986

Doch auch in der Open Era, die im Frühjahr 1968 begann, mussten die Australian Open einmal eine ungewollte Zwangspause einlegen. Der simple Grund: Terminverschiebungen. Bis 1977 wurde das Turnier im Januar ausgetragen, danach wechselte der Termin in den Dezember, so dass das Grand Slam im Jahr 1977 kurioserweise zweimal ausgespielt wurde.

1986 fand dann allerdings kein Turnier statt, weil das Turnier ab 1987 wieder im Januar ausgetragen werden sollte und die Veranstalter entschieden, dass es keine zwei australische Events in einem Jahr geben sollte. Dementsprechend hatten Boris Becker, Ivan Lendl und Co. im Jahr 1986 Pause in Down Under und dementsprechend keine Chance auf einen Grand-Slam-Titel.

Nur ein Grand Slam ohne Unterbrechung

Die Australian Open sind damit das einzige Grand-Slam-Turnier, dass in der Open Era nicht in jeden Jahr ausgespielt werden konnten. In Paris und Wimbledon wurde ebenfalls während der beiden Weltkriege für mehrere Jahre der Spielbetrieb ausgesetzt. Die Herrenkonkurrenz bei den US Open wurden hingegen seit 1881 bis heute in jedem Jahr ausgespielt.

Allen Tennisfans bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass sich die Luftverhältnisse in Australien verbessern und die Wettbewerbe wie geplant stattfinden können. Die Stars wie Rafael Nadal und Novak Djokovic sind bereits vor Ort und schielen auf einen weiteren weiteren Titel. Auf eine weitere Leerzeile in der Siegerliste aufgrund einer wetterbedingten Turnieraabsage wollen die Veranstalter unbedingt vermeiden.

(Bild (c) imago images / AAP)

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Fabian Buß
am 16.01.2020 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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