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"Struffi" verlangt Djokovic (fast) alles ab

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20.01.2020|13:30 Uhr|von Adrian Rehling
"Struffi" verlangt Djokovic (fast) alles ab

Nach der Auslosung, da musste Jan-Lennard Struff erst einmal kräftig schlucken. Denn Deutschlands Nummer zwei musste ausgerechnet gegen den großen Turnierfavoriten Novak Djokovic ran. Doch der Deutsche machte das Beste daraus.

"Struffi" fightete, er gab alles, er hielt besonders im ersten Durchgang wirklich stark dagegen. Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch in der Rod Laver Arena, der auch Boris Becker am Eurosport-Mikrofon überzeugte. Am Ende stand dann allerdings ein 6:7, 2:6, 6:2, 1:6 aus deutscher Sicht.

"Das ist traumhaft"

Doch der Weg zu diesem Viersatz-Erfolg war für Novak Djokovic wirklich nicht leicht. Im ersten Satz gab der Serbe zwar das Tempo vor und führte nach nur 21 Minuten mit 5:2, doch Struff schlug zurück. Drei Aufschlagspiele später hatte er den 5:5-Ausgleich gegen den siebenmaligen Australian-Open-Champion geschafft.

Becker schwärmte: "Eine Vorbildfunktion, was seine Einstellung und Professionalität betrifft. Da bin ich wirklich beeindruckt." Auch Kommentator und MyTennis-Experte Matthias Stach war nach einem vollendeten Rückhand-Volley des Deutschen angetan: "Das ist traumhaft." Der DTB-Profi erspielte sich kurz darauf den Tiebreak, steckte auch hier ein schnelles 0:3 weg. Beim 4:5 war wieder alles in der Reihe, ehe Djokovic zweimal im entscheidenden Moment zur Satzführung zur Stelle war.

Daran hatte Jan-Lennard Struff erst einmal zu knabbern - was ein Weltklasse-Spieler vom Format des "Djokers" natürlich umgehend ausnutzt. Durchgang zwei war mit dem 6:2 für den Serben daher eine klare Nummer. Herausragend: Der Zauber-Slice-Passierball der Nummer eins der Welt beim Breakball zum 5:2.

Im dritten Satz konnte Jan-Lennard Struff dann aber nochmal einen Nadelstich setzen mit dem Break zum 2:0. Doch diesen Vorsprung wollte der Serbe vorerst nicht wirklich gewähren, sodass Djokovic umgehend zum 2:2-Ausgleich zurückschlug. "Struffi" hielt aber weiterhin dagegen und schaffte direkt noch zwei weitere Breaks, zum 4:2 sowie 6:2. Es war der erste verlorene Satz für Novak Djokvovic in einem Auftaktmatch bei den Australian Open seit 14 (!) Jahren.

Doch die große Aufholjagd wurde es nicht, da der Serbe im vierten Satz noch einmal einen Gang höherschalten konnte. Mit 6:1 vollendete er den Einzug in die zweite Runde, während sich Jan-Lennard Struff unter Applaus der Zuschauer von den Australian Open verabschieden musste.

Für "Struffi" bleibt die Erkentnnis, über zweieinhalb Sätze exzellent mit dem aktuell wohl besten Spieler der Welt mitgehalten zu haben. Djokovic trifft in der zweiten Runde auf den Sieger der Partie zwischen Tatsuma Ito (Japan) und Prajnesh Gunneswaran (Indien).

(Bild (c) imago images / AAP)

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Adrian Rehling
am 20.01.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
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Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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