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Görges kämpft sich nervenstark in die dritte Runde

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22.01.2020|03:20 Uhr|von Christian Schwell
Görges kämpft sich nervenstark in die dritte Runde

Julia Görges (WTA 39) hat als eine der ersten Spielerinnen den Einzug in die dritte Runde der Australian Open geschafft. In der Melbourne Arena siegte sie im ersten Match des Tages am späten Vormittag Ortszeit gegen Petra Martic (WTA 14) aus Kroatien nach verlorenem ersten Satz noch mit 4:6, 6:3, 7:5. 

Eine kurze Schwächephase kostet Görges den ersten Satz

Bei windigen Verhältnissen auf dem drittgrößten Platz der Anlage wurde das Spiel in Satz eins lange von den Aufschlägerinnen beherrscht. Erst beim Stand von 4:3 aus ihrer Sicht gelang es Görges erstmals, als Returnspielerin Akzente zu setzen. Mehr als ein Einstand sollte dabei aber nicht herausspringen. Dieser Hauch einer Gelegenheit schien der Nummer 39 der Welt aber anschließend im Kopf herum zu spucken. In den nächsten Minuten agierte die zuvor gut mit einer aggressiven Grundausrichtung spielende Görges sehr viel  fehlerbehafteter als zuvor, verlor sowohl beim Aufschlag als den Grundschlägen etwas den Rhythmus.

Görges, die zu Beginn der Partie mit drei Assen in Folge geglänzt hatte, leistete sich einen Doppelfehler und ein paar wilde Schwinger von der Grundlinie - schon hatte sie sich ein Break eingefangen und wenig später einen lange mindestens ausgeglichenen Satz mit 4:6 verloren.

Auch den zweiten Durchgang entscheidet ein einzelnes Break 

Die 31-Jährige fing sich anschließend  und ließ ihre an Nummer dreizehn gesetzte Gegnerin im zweiten Durchgang nicht davon ziehen.  Wie die Kroatin brachte sie ihre Aufschlagspiele unter den Augen ihres Trainers Jens Gerlach nun wieder sicher durch. Görges war weiter die aktivere Spielerin, machte mehr Winner aber eben auch mehr Fehler als Martic. So strebte das Match zunächst mit von vielen kurzen Ballwechseln geprägten schnellen Aufschlagspielen zügig der Entscheidung in Satz zwei entgegen.

Dann war es aber wieder Görges, die bei einer 3:2-Führung die Gegnerin zuerst in Schwierigkeiten brachte. Diesmal konnte sich Martic nicht retten, weil die Deutsche konsequent und präzise mit der Vorhand agierte und sich ihr erstes Break der Partie holte.  Görges baute die Führung mit dem eigenen Aufschlag zu einem 5:2 aus. Ausgerechnet als die Nummer zwei des DTB dann bei 5:3 zum Satz servierte, eröffnete sie das Spiel aber mit drei schwachen Punkten in Folge. Görges schaffte es aber, alle drei Breakbälle Martics erfolgreich zu entschärfen, auch wenn dabei einmal eine Menge Glück und die Netzkante im Spiel war. Kurz danach war nach  69 Minuten Spielzeit der Satzausgleich geschafft. 

Görges behält am Ende die Nerven  

Anders als die zwei Durchgängen zuvor startete der Entscheidungssatz dann direkt mit umkämpften Spielen, die letztendlich aber doch von der jeweiligen Aufschlägerin geholt worden. Görges mühte sich weiter, gerade mit der der Vorhand die richtige Mischung aus Risiko und Präzision zu finden. Im dritten Spiel des Satzes gelang ihr das erfolgreich. Sie holte sich ihr zweites Break der Partie.

In diesem Satz war das aber noch nicht die Vorentscheidung, denn Martic konnte noch einmal zum 4:4 kontern. Plötzlich 4:5 zurück liegend behielt Görges aber die Nerven und holte sich mit drei Spielgewinnen in Folge nach mehr als zwei Stunden Spielzeit doch noch den Sieg.  
In der dritten Runde trifft sie nun auf Alison Riske (USA) oder Lin Zhu (China).   

(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)



                   

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Christian Schwell
am 22.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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