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Dreisatz-Dramen: Serenas und Caros Träume platzen!

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24.01.2020|05:50 Uhr|von Christian Schwell
Dreisatz-Dramen: Serenas und Caros Träume platzen!

Fast zeitgleich hat es in der dritten Runde der Australian Open zwei faustdicke Überraschungen gegeben. Während die Tunesierin Ons Jabeur (WTA 78) die Dänin Caroline Wozniacki (WTA 38) nach drei umkämpften Sätzen in die Tennis-Rente schickte, schockte die Chinesin Qiang Wang (WTA 29) Serena Williams (WTA 9) und ließ deren Traum von einem 24. Turniersieg bei einem Grand Slam in Melbourne frühzeitig ebenfalls in drei Sätzen platzen. Statt des erhofften Traumduells der Freundinnen Wozniacki und Williams stehen jetzt zwei Außenseiterinnen im Achtelfinale.   

Wozniacki gerät in Satzrückstand

Im Unterschied zur vorherigen Partie  gegen Dayana Yastremska, bei der die sie gleich zweimal die die Satzanfänge spielerisch verschlafen hatte um da dann in beeindruckender Art und Weise Doppelbreaks zu egalisieren, startete Wozniacki gegen Jabeur wie die Feuerwehr. Unfreiwillig assistiert von einer Gegnerin, die anfänglich nur wenige Schläge im Feld unterbrachte, zog sie schnell zu einem 3:0  davon. Dann aber fing sich die Tunesierin und holte ihrerseits ein Spiel - bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie in kürzester Zeit schon sechs unerzwungene Fehler angehäuft.  Einmal im Match angekommen, wurde Jabeur dann aber sofort zu einer Gegnerin, die mehr als nur auf Augenhöhe agierte.

Statt weiter Fehler anzuhäufen, trieb sie nun den Winner-Counter nach oben. Fast genau so schnell, wie sie in Rückstand geraten war, glich Nummer 78 der Welt aus und hatte anschließend sogar mit der Breakführung im Rücken die Chance, bei 5:4 den Satz auszuservieren. Was da noch misslang, klappte wenig später zum 7:5 und Wozniacki war nur noch einen Satzverlust vom Karriereende entfernt.  

Auch Williams bekommt Schwierigkeiten

Zeitgleich hatte auch Williams mit Wang, die sie bei den letzten US Open noch mit 6:1, 6:0 pulverisiert hatte, in der Rod Laver Arena so ihre Probleme. Anders als Wozniacki war sie naturgemäß fast durchgängig selbst für Winner und Fehler zuständig, genau wie ihre beste Freundin auf der Tour hatte sie aber mit der Chinesin mehr Schwierigkeiten als ihr lieb sein konnte. Die große Serena verdaddelte bei 3:2 und 4:3 insgesamt vier Breakmöglichkeiten und wurde dann von Wang selbst kalt erwischt: Eine Chance bei 4:4 reichte der 29 der Welt zum satzentscheidenden Break, das auch Williams in Rückstand und den Traum von Grand-Slam-Titel 24 extrem in Gefahr geraten ließ.   

Wozniacki  spielt und Williams zittert sich in Satz drei

Während Wozniacki  in der Melbourne Arena dann zunächst die Nerven bewahrte, sich fing und nach einem lange ausgeglichenen zweiten Durchgang ein Break zum 5:3 realisierte, um anschließend unter dem Jubel der Zuschauer zum Satzausgleich zu kommen, geriet Williams in der Rod Laver Arena weiter aus dem Tritt. Fahrig und weit weniger dominant auftretend als man es von ihr gewohnt ist,  geriet sie mit 2:4 ins Hintertreffen.

Spätestens jetzt schien auch das Nervenkostüm der US-Amerikanerin zu schwächeln, die verzweifelt dreinschauend besonders auf der Rückhandseite Fehler an Fehler reihte. Bei 3:5 stand die Frau mit den 23 Grand-Slam-Trophäen im Schrank ganz dicht vor dem Aus, aber Wang schaffte es weder bei Aufschlag Williams noch mit dem eigenen Service über die Ziellinie. Jetzt erst bewies die 38-Jährige ihre Champion-Qualitäten, rettete sich in den Tiebreak und erzwang dort mit einem dominanten 7-2 genau wie Wozniacki den Entscheidungssatz.   

Kein ein Happy End für Wozniacki im Entscheidungssatz 

In letzten Satz ihrer Karriere  zeigte Wozniacki nochmal alle ihr großes Kämpferinnen-Herz und holte ein 3:0 für Jabeur auf, die ihrerseits aber weiterhin trickreich und mit viel Spielwitz dagegen hielt. Nach  zwei Stunden und zehn Minuten Spielzeit kam dann der traurige Moment für die vielen Fans der Dänin. Bei 5:6 und 15-40 landete ihre Vorhand im Aus und beendete ihre große Karriere mit 71 Wochen an der Spitze der Weltrangliste einem Grand-Slam-Titel und insgesamt 30 Turniersiegen auf der Tour. 

Auch der Traum von der "24" platzt

Während Wozniacki nach dem 5:7, 6:3 5;7 auf dem Platz in einer emotionalen Zeremonie geehrt und von ihrem Publikum gefeiert wurde stand nun fest, dass das letzte Aufeinandertreffen von ihr und Williams nicht im Achtelfinale von Melbourne,  sondern bei einem Abschieds-Schaukampf am 18. Mai in Kopenhagen stattfinden wird.

Das Schicksal Serenas in diesem Turnier war allerdings noch nicht geklärt. Ihr dritter Satz war, nachdem sie in Satz zwei den Kopf aus der Schlinge gezogen hatte, keinesfalls der vielleicht erwartbare Durchmarsch, sondern strebte ganz ohne Breaks seinem dramatischen Ende entgegen. Und an dem platzte dann auch der Traum von Grand-Slam-Titel Nummer 24 zumindest für dieses Turnier abrupt. Williams geriet bei 5:6 aus ihrer Sicht unter Druck, konnte zwar noch zwei Matchbälle abwehren aber musste sich dann schließlich doch tief enttäuscht mit 4:6, 7:6 (2) 5:7 geschlagen geben.        

(Bild. (c) imago images / AAP)

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Christian Schwell
am 24.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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