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Görges fightet vergeblich

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24.01.2020|07:30 Uhr|von Christian Schwell
Görges fightet vergeblich

Julia Görges (WTA 39) hat den vierten Einzug ihrer Karriere ins Achtelfinale der Australian Open verpasst. Nach Satzführung scheiterte sie in einer umkämpften Partie noch an einer sich immens steigernden US-Amerikanerin Alison Riske (WTA 19) mit 6:1, 6:7 (4), 2:6 . Riske trifft jetzt auf Görges Doppelpartnerin Ash Barty.

Görges überrollt die Gegnerin in Satz eins

Julia Görges startete in dieses Match wie die Feuerwehr. Gegen eine Riske, die zunächst nicht die Leistung abrufen konnte, die sie mit Siegen über die Chinesinnen Wang und Zu in diese dritte Runde gebracht hatte, kam die deutsche Nummer zwei sofort zu gleich zwei Breaks. Ein dritter Aufschlagverlust Riskes sorgte dann in diesem Durchgang nicht nur für klare Verhältnisse, sondern führte beim Stand von 5:1 für Görges direkt zum souveränen Satzgewinn nach nur 23 Minuten.


Bruch im Spiel bei der Deutschen

Der zweite Durchgang geriet dann aber zum erfolgreichen Neustart für die Amerikanerin. Die brachte ihre flachen Grundschläge nun sehr viel besser in der Hälfte der Gegnerin unter. Im selben Maße, in dem das Spiel Riskes an Qualität gewann, baute Görges aber auch ab. Die 39 der Welt, die zuvor fast fehlerlos agiert hatte, kämpfte mit Konzentrationslücken, leistete sich  nach nur drei unforced Errors in Satz eins jetzt mehr als 20 einfache Fehler. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren veränderte naturgemäß die Kräfteverhältnisse in diesem Match. Ein frühes Break konnte Riske unter diesen, im Vergleich zum ersten Satz ganz anderen Umständen, erfolgreich bis zum  5:3 transportieren. 

Das vollständige Görges-Comeback in Satz zwei misslingt

Dann aber zeigte Julia Görges Stärken, die sie schon in der engen Partie gegen Petra Martic in Runde zwei ausgezeichnet hatten. Die 31-jährige hielt den Satz offen, indem sie trotz eines Satzballs für Riske  auf 4:5 aus ihrer Sicht stellte. Das zeigte Wirkung. Die US-Amerikanerin verlor gegen eine nun wieder äußert fokussierte Görges ihren Aufschlag. Ein drittes Spiel In Folge für Görges zum 6:5 schien das Momentum der Partie dann genau wie in der Endphase gegen Martic endgültig in Richtung der aktuellen Nummer 39 der Welt kippen zu lassen. Nur noch ein Spiel fehlte zum Achtelfinale. Im Gegensatz zur Kroatin Martic konnte Riske aber dagegen halten. Die Nummer 19 der Welt rettete sich in den Tiebreak und war auch dort erfolgreich. Ein 7-4 bedeutete den Satzausgleich.  

Görges kämpft - aber steht am Ende mit leeren Händen da

Im entscheidenden dritten Durchgang war dann weiterhin Alison Riske am Drücker. Görges kämpfte regelmäßig mit der eigenen Aufschlagquote und dem guten Returnspiel der Gegnerin und musste sich ständig der diversen Breakmöglichkeiten der Gegnerin erwehren. Ewig konnte das nicht gut gehen und so verlor Görges ihr Service zum 2:4. Das sollte die Vorentscheidung sein, denn Riske hielt das Niveau, das sie nach dem total verkorksten ersten an Durchgang zwei aufgebaut hatte, bis zum Ende durch. Görges gab nicht auf, fightete und wehrte bei 2:5 noch drei Matchbälle couragiert ab. Am Ende stand sie aber doch mit leeren Händen da.      

 (Bild: (c) imago images / ZUMA Press)    

         

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Christian Schwell
am 24.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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