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Kvitova trotzt dem Trend

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26.01.2020|04:30 Uhr|von Christian Schwell
Kvitova trotzt dem Trend

Petra Kvitova hat zum vierten Mal in ihrer Karriere das Viertelfinale der Australian Open erreicht. Nach dem Sturz vieler Favoritinnen in der Runde zuvor, als mit Pliskova, Osaka, Svitolina, Bencic, Williams und Keys gleich sechs der zehn topgesetzten Spielerinnen die Segel streichen mussten, setzte sich die Nummer sieben der Setzliste trotz schwachen Beginns noch mit 6:7 (4) 6:3, 6:2 gegen Maria Sakkari (WTA 23) durch. 

Kvitova startet schwach 

Kvitova war souverän und ohne Satzverlust in dieses Achtelfinale gekommen. Dass sich dies ändern könnte deutete sich aber gegen Sakkari schnell an. Die Nummer 22 der Setzliste hatte der zweifachen Wimbledonsiegerin auch schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten bereitet und führte vor dieser Partie mit 2:1 im direkten Vergleich.  Kvitova verlor sofort zu Matchbeginn ihren Aufschlag und hatte anschließend große Schwierigkeiten, ihr gewohnt aggressives Returnspiel erfolgreich durchzuziehen. Stattdessen häufte sie über den ersten Durchgang hinweg schon unerzwungene Fehler im deutlich zweistelligen Bereich an.

Sakkari profitierte davon in einer deutlich passiveren taktischen Ausrichtung, schien dann aber am  Ende des Durchgangs nicht den Deckel auf die Satzführung zu bekommen. Gleich zweimal gelang es der Griechin, die wieder lautstark von zahlreichen ihrer Landsleute angefeuert wurde,  nicht , den Satz mit dem eigenen Aufschlag zu beenden, auch weil Kvitova sich ausgerechnet in diesen Phasen besser konzentrierte und die richtige Mischung aus Power und Kontrolle in ihrem Schlägen fand.  Im daraus resultierenden Tiebreak waren es dann aber wieder zu viele Fehler in den Grundschlägen der Linkshänderin. Zusätzlich profitierend von einem Doppelfehler der Gegnerin holte sich Sakkari den Tiebreak mit 7-4.   

In Satz zwei gelingt der Vorjahresfinalistin der Umschwung

Der zweite Satz begann dann unter umgekehrten Vorzeichen.  Diesmal war es Kvitova, die nach der Satzpause sofort zuschlug und sich ein Break sicherte. Die 24-jährige Griechin konterte den Aufschlagverlust aber postwendend.  Dies war nur der Auftakt zu einer Phase, in der nun beide Spielerinnen bei eigenem Aufschlag immer wieder in Schwierigkeiten gerieten und sich Breakmöglichkeiten gegenüber sahen.

Aus diesem Wechselspiel mit insgesamt 15 Breakchancen auf beiden Seiten ging schließlich die Tschechin erfolgreich hervor, indem es ihr zuerst gelang mal ein souveränes Aufschlagspiel einzustreuen. Dass Sakkari anschließend ihr Service noch einmal bei 3:5 ausgerechnet mit einem Doppelfehler abgab und so den Satzverlust finalisierte,  spiegelte ihre Probleme in diesem Durchgang ganz gut wieder.

Die Tschechin dreht die Partie erfolgreich

Und die Schwierigkeiten sollten für die 1,72m große Rechtshänderin nicht enden. Auch den Entscheidungssatz startete ihre Gegnerin Kvitova direkt mit einem Break. Die Kräfteverhältnisse in diesem Match hatten sich nun ganz klar in Richtung der erfahreneren Spielerin verschoben. Die war sicherer in ihrem Power-Spiel geworden. Sakkari dagegen schaffte es nicht mehr oft genug, sich aus der spielerischen Umklammerung zu befreien.

Auch die Kombination aus Linkshänder-Aufschlag und Vorhand ins frei Feld, die Kvitova so gerne praktiziert, setzte Sakkari nun immer mehr zu. So gelang ihr kein Comeback mehr und Petra Kvitova konnte nach zwei Stunden und 15 Minuten den Einzug in die Runde der letzten acht Spielerinnen feiern. Dort trifft die Vorjahrsfinalistin auf die Siegerin der Partie zwischen Ashleigh Barty und Alison Riske.       
        

(Bild: (c)imago images / AAP)

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Christian Schwell
am 26.01.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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