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Die Nummer 1 mit Nervenschlacht - Angstgegnerin stark

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26.01.2020|10:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
Die Nummer 1 mit Nervenschlacht - Angstgegnerin stark

Pünktlich zum australischen Nationalfeiertag wollte Ashleigh Barty ihren Fans am Sonntag in der Rod Laver Arena ein Geschenk bereiten. Das gelang ihr auch, indem sie sich mit einem 6:3, 1:6, 6:4 gegen Alison Riske für das Viertelfinale ihres Heim-Grand-Slams qualifizierte. Um ihren Landsfrauen und Landsmännern den Traum vom ersten australischen Melbourne-Sieg seit über 40 Jahren (1978 gewann Chris O'Neil) zu erfüllen, müsste Ash allerdings noch eine Schippe drauflegen.

In einer Pressekonferenz zum Start der Australian Open 2020 hatte sich Barty noch selbstbewusst gezeigt. "Wenn eine Spielerin mich schlagen will, muss sie über einen langen Zeitraum auf Top-Niveau spielen", erklärte die 23-Jährige. Auch wenn dieses Statement einer Nummer eins der Welt zusteht, gab sie zu Beginn des neuen Jahres schon den einen oder anderen Anlass zum Zweifeln.

Wackeliger Start der Nummer eins der Welt

In Brisbane scheiterte sie direkt zum Auftakt, in Adelaide gewann sie wiederum das Turnier. Diese kleinen Aufs und Abs nahm sie mit nach Melbourne. In der ersten Runde verlor Barty den ersten Satz gegen Lesia Tsurenko und auch im Achtelfinale war die Mitfavoritin trotz eines ordentlichen Starts ins Match von einem Durchmarsch gegen ihre Angstgegnerin Riske weit entfernt, gegen die sie zuvor noch nie gewonnen hatte (bei zwei Niederlagen).

Ash Barty hatte sich auf jeden Fall viel vorgenommen, um das Publikum am Australia Day zu verzücken. Bereits nach knapp zehn Minuten führte die Australierin mit 3:0. Doch wirklich souverän brachte sie diesen Satz nicht nach Hause, da sie die US-Amerikanerin wieder auf 3:2 herankommen ließ. Auch wenn der Durchgang verdient an die Nummer eins ging, so deutete sich an, dass Riske an diesem Abend (australische Zeit) noch etwas vorhatte.

Im zweiten Satz fand die Weltranglisten-19. zu ihrem Spiel und lieferte den Beweis, dass sie zu jenen Spielerinnen gehört, die sich vom Ergebnis nicht groß beeinflussen lassen. Der Satzbeginn verlief konträrzum ersten Durchgang: Diesmal führte Riske nach zehn Minuten bereits mit 3:0 und ließ die Favoritin nicht mehr zurückkommen. 6:1 für die Außenseiterin! Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die gesamte Arena hinter der Lokalmatadorin stand!

Barty unter Druck mit der richtigen Reaktion

Der Druck lastete ganz klar auf Barty, die im Vorjahr mit dem Erreichen des Viertelfinales ihr bestes Australian-Open-Ergebnis erreicht hatte. Nach ihrem Break zum 3:1 im dritten Satz deutete dann trotz ihrer Auszeit in Satz zwei vieles darauf hin, dass sie dieses Abschneiden mindestens wiederholen könnte. Riske wurde kürzer, weil die Australierin mehr Power in ihre Grundschläge brachte und nun auch entschlossen ans Netz vorging.

Die Freude währte allerdings nicht lange, da Barty ihre scheinbar beruhigende 4:1-Führung nicht nutzen konnte und drei Spiele in Folge verlor. 4:4! Nun stand das Match auf Messers Schneide. In dieser Phase bewies Barty allerdings ihre Nervenstärke, während ihre Kontrahentin ausgerechnet mit einem Doppelfehler ihr insgesamt starkes Match verlor.

Nach ihrem ersten Sieg gegen Riske bekommt es Barty in der nächsten Runde mit der Tschechin Petra Kvitova zu tun, die sich gegen Maria Sakkari durchgesetzt hatte. Es ist die Neuauflage des Vorjahres-Viertelfinals, das Kvitova klar für sich entscheiden konnte.

(Bild © imago images / AAP)

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Dennis Ebbecke
am 26.01.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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