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Spielen die French Open jetzt bis weit in die Nacht?

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28.01.2020|16:30 Uhr|von Dennis Ebbecke
Spielen die French Open jetzt bis weit in die Nacht?

Während bei den Australian Open die Entscheidungen so langsam aber sicher näherrücken, macht sich unter den Sandplatz-Fans schon jetzt die Vorfreude auf die 119. Ausgabe der French Open breit, die am 24. Mai starten werden. Einen Tipp können wir bereits mit auf den Weg geben: Für den Viertelfinal-Tag 2020 sollte man sich rechtzeitig frei nehmen, denn für Arbeit wird definitiv keine Zeit sein.

Der Grund: Wie die Macher des zweiten Grand Slams des Jahres bekanntgegeben haben, werden sämtliche Viertelfinals erstmals auf ein und demselben Platz ausgetragen - und zwar auf dem Court Philippe Chatrier, der zum ersten Mal mit einer hochmodernen Dachkonstruktion daherkommt.

Marathon-Matches könnten Day Sessions zu Night Sessions machen

Da Sand bekanntlich der langsamste aller Belege ist, dauern die Matches in Paris im Schnitt länger als in Melbourne, Wimbledon oder New York. Zudem wird der fünfte Satz bei den Herren in der französischen Hauptstadt ohne Tiebreak zu Ende gespielt - im Gegensatz zu den anderen drei Majors.

Mit Blick auf die neue Viertelfinal-Regellung stelle man sich nun also folgendes Szenario vor: Es treffen bereits im ersten Match in der Runde der letzten Acht zwei Kontrahenten aufeinander, die sich in Santoro-Clément-Manier (dieses Spiel dauerte im Jahr 2004 insgesamt sechs Stunden und 33 Minuten, der fünfte Satz ging nach 172 Minuten mit 16:14 an Santoro) eine gefühlte Ewigkeit duellieren. Selbst wenn eines der Viertelfinals zwei Stunden schneller über die Bühne gehen würden, dann müsste man dennoch mit einem Spielbetrieb bis in die Nacht hinein rechnen.

Die Vor- und Nachteile der Viertelfinal-Neuerung bei den French Open

Man darf gespannt sein, wie diese Innovation in der Praxis vonstatten gehen wird. Auf jeden Fall bringt diese Neuerung auch den einen oder anderen Vorteil mit. In der Regel beginnt die heiße Phase eines Grand Slams im Viertelfinale. Da sich 2020 ab dieser Runde alles auf den Centre Court konzentrieren wird, gehört eine Überlappung dieser wichtigen Matches der Vergangenheit an. Ergo: Die Tennisfans verpassen keinen Ballwechsel mehr!

Auch aus wirtschaftlichen Gründen könnte diese Entscheidung der Roland-Garros-Verantwortlichen ein kluger Schachzug gewesen sein. Hinsichtlich der internationalen Vermarktung erschließen sich so neue Möglichkeiten. Insbesondere mit Blick auf die Zeitverschiebung könnten nun zum Beispiel auch US-Fans, die keine Nachteulen sind, in den Genuss von mehr Live-Tennis kommen.

Natürlich wird es auch kritische Stimmen zu diesem Vorhaben geben. Sollte es zu mehreren langen Duellen im Viertelfinale kommen, müssen die Zuschauer jede Menge Sitzfleisch mitbringen - doch das sind echte "Tennis-Junkies" ohnehin gewöhnt. 

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Dennis Ebbecke
am 28.01.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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