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Die härteste Prüfung steht Zverev jetzt bevor

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28.01.2020|19:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Die härteste Prüfung steht Zverev jetzt bevor

Zverev vs. Wawrinka. Deutschland vs. Schweiz. Wiedererstarkter gegen Comebacker. Das Viertelfinal-Duell zwischen Alexander Zverev und Stan Wawrinka am Mittwoch in der Rod Laver Arena (drittes Match, nicht vor 4.30 Uhr deutscher Zeit) könnte ein echtes Spektakel bereithalten, weil sich zwei Spieler gegenüberstehen, die auf der einen Seite unterschiedlicher kaum sein könnten, auf der anderen Seite in Melbourne jedoch ähnliche Emotionen erlebten.

Aus deutscher Sicht hatte sich vor dem Start des ersten Grand Slams des Jahres kaum jemand große Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden Zverevs gemacht. Die unerklärlichen drei Niederlagen beim ATP Cup - und vor allem die Art und Weise mit unzähligen Doppelfehlern - sorgten nicht gerade für Optimismus. In Melbourne angekommen, präsentiert sich Deutschlands Nummer eins allerdings von einer ganz anderen Seite. Er fand seinen Aufschlag wieder und überzeugte in den bisherigen vier Matches mit einer variablen Spielweise.

Zverev nach 12 siegreichen Sätzen in Folge mit breiter Brust

Die Belohnung: "Sascha" blickt auf nunmehr zwölf gewonnene Sätze in Folge zurück, darunter der souveräne Achtelfinal-Erfolg gegen den ebenso talentierten Russen Andrey Rublev. Lastete in der Vergangenheit vor den Majors immer ein großer Druck auf Zverev, hatte er ob seines Fehlstarts ins neue Jahr diesmal nicht viel zu verlieren. Nach seinem Sieg gegen Rublev untermauerte der Weltranglistensiebte diese Beobachtung: "Ich bin nicht mit großen Erwartungen ins Turnier gegangen und denke nur von Match zu Match."

Diesem Ritual wird der 22-Jährige auch vor dem Viertelfinale treu geblieben sein. Mit Wawrinka erwartet er jedoch einen Gegner, der selbst eine erstaunliche Wandlung durchgemacht hat. Ausgerechnet an dem Ort seines ersten Grand-Slam-Sieges (2014) zeigt sich der Schweizer so stark wie lange nicht mehr. Oder mit den Worten von "Stan the Man" ausgedrückt: "Ich glaube, das letzte Mal, dass ich so gut gespielt habe, war vor der Operation. Ich bewege mich besser als im vergangenen Jahr und fühle mich auf dem Platz großartig."

Großer Respekt vor dem Viertelfinale: "Stan ist ein Grand-Slam-Champion"

Es treffen also zwei Profis aufeinander, die endlich wieder mit einer breiten Brust den Court betreten können und sogar auf den Titel schielen dürfen. Zverev spielt das wohl beste Grand Slam seiner Karriere. Zwar erreichte er 2019 auch bei den French Open das Viertelfinale, doch so souverän wie in Melbourne ist er auf dieser Ebene noch nie aufgetreten. Und Warinka? Er weiß genau, was es braucht, um in "Down Under" die großen Matches zu gewinnen. Sein Fünfsatzerfolg über Daniil Medvedev könnte nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein.

Zverev weiß um die Stärken und die Ausstrahlung seines nächsten Kontrahenten: "Stan ist ein Grand-Slam-Champion und daher ist es schwer, gegen ihn zu spielen." Dennoch ist er sich im Klaren darüber, dass "jeder, der noch übrig ist, eine Chance hat", am Ende den Pokal in die Höhe zu stemmen.

Der direkte Vergleich spricht gegen Wawrinka

Neben den zwölf Satzerfolgen in Serie spricht auch der direkte Vergleich für den DTB-Spieler, der tatsächlich mit einer 2:0-Führung in dieses Duell gehen wird. Die Siege liegen zwar ein paar Jahre zurück (Finale St. Petersburg 2016 und Achtelfinale Miami 2017), doch eine gewisse Aussagekraft dürften diese Resultate schon haben. Wawrinka scheint dem Deutschen einigermaßen zu liegen, wenn man bedenkt, dass er den Schweizer in dem Jahr schlagen konnte, in dem dieser die US Open gewann.

Leichte Gegner gibt es ab sofort ohnehin nicht mehr. Auf den Sieger dieses Aufeinandertreffens wartet im Halbfinale der Weltranglistenerste Rafael Nadal oder Dominic Thiem, die Nummer fünf der Welt.

(Bilder (c) imago images / Hasenkopf / PanoramiC / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 28.01.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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