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Riesen-Respekt! Trotz größter Beschwerden zieht Roger durch

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30.01.2020|13:30 Uhr|von Dennis Ebbecke
Riesen-Respekt! Trotz größter Beschwerden zieht Roger durch

Novak Djokovic hat verdient zum achten Mal das Finale der Australian Open erreicht und mit seinem 7:6 (1), 6:4, 6:3 untermauert, dass er in Melbourne nahezu unschlagbar ist. Soweit die Fakten. Im Tennis gibt es aber bekanntlich noch so viel mehr, über das es sich zu sprechen beziehungsweise zu schreiben lohnt. Roger Federer hat in diesem 50. Duell gegen den Serben eindrucksvoll gezeigt, dass nicht immer nur das Ergebnis zählt.

Federer ist - und daran gibt es keinen Zweifel - der "Maestro" des Tennissports, weil er sich seit über 20 Jahren als Titelsammler und Sportsmann in einem präsentiert. Obwohl er vor dem Halbfinale von größten Oberschenkel-Beschwerden geplagt wurde, sagte er das Match nicht ab, sondern stellte sich der unter diesen Umständen schier aussichtslosen Aufgabe, sich mit dem Rekordchampion der Australian Open  zu duellieren. Während viele andere Spieler den Platz gar nicht erst betreten hätten, kam es für Roger nicht infrage, die Zuschauer in der Rod Laver Arena und an den TV-Geräten zu enttäuschen.

Boris Becker: "So einen Tennisspieler gibt es nicht noch einmal"

Mehr noch: Der Schweizer legte einen starken Start hin, führte bereits mit 5:2 und musste dennoch den Satzverlust hinnehmen. Selbst in dieser Situation, als er endgültig mit dem Rücken zur Wand stand, gab er bis zum Schluss sein Bestes. Ein Statement, das um die Welt ging: Ein Federer gibt nicht auf! Was wie eine Phrase klingen mag, ist Realität. Der 38-Jährige hat noch nie ein Match in seiner Profikarriere aufgegeben - in nunmehr über 1.500 Spielen auf der Tour.

Diese eindrucksvolle Statistik nötigte im Anschluss ausnahmslos jedem großen Respekt ab - allen voran dem Sieger des Duells. "Respekt für Roger, dass er heute Abend rausgekommen ist. Er war offensichtlich verletzt", stellte Djokovic anerkennend fest. Auf den Prunkt brachte es auch Eurosport-Experte Boris Becker in seiner Analyse: "Ich habe heute nachmittag nicht gedacht, dass Federer spielt. Wie er dann rausgekommen ist, war Federer-like. Dass er noch kein Match aufgehört hat, bevor der Matchball gespielt wurde, finde ich bemerkenswert. So einen Tennisspieler gibt es nicht noch einmal!"

Djokovic achtete mehr auf verletzten Federer als auf sich selbst

Das alles soll natürlich die Leistung des Mannes nicht schmälern, der in seinem achten Halbfinal-Anlauf in Melbourne seinen achten sieg eingefahren hat. Jeder, der schon einmal gegen einen angeschlagenen Gegner gespielt hat, weiß um die mentale Problematik dahinter. Auch bei Djokovic war das Kopfkino zunächst voll im Gange, wie er im Siegerinterview bestätigte: "Das war genau das Problem zu Beginn. Ich war gar nicht auf mich fokussiert, sondern habe ein bisschen zu oft rübergeschaut, um zu sehen, wie es ihm überhaupt geht."

Für den "Djoker" sei es besonders wichtig gewesen, den ersten Satz zu drehen und dann doch noch für sich zu entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Federer vier oder gar fünf Sätze auf diesem Niveau durchhalten kann, war ob seiner Blessur nahezu ausgeschlossen.

Dieses 50. Duell bleibt nicht wie das packende Wimbledon-Finale im vergangenen Sommer als episches Match in Erinnerung. Es war auch keine Begegnung auf Augenhöhe mit unzähligen spektakulären Rallys. Doch eines kann man mit Sicherheit sagen: Dieses Match hat gezeigt, dass es auch im Tennis manchmal eben zwei Sieger gibt, vor denen man nur den Hut ziehen kann!

(Bild (c) imago images / AAP)

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Dennis Ebbecke
am 30.01.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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