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Grand-Slam-Halbfinale! Diese sechs Deutschen haben es "Sascha" vorgemacht

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30.01.2020|19:15 Uhr|von Fabian Buß
Grand-Slam-Halbfinale! Diese sechs Deutschen haben es "Sascha" vorgemacht

Seit dieser Woche gehört Alexander Zverev einem elitären Kreis deutscher Tennishelden an. "Sascha" ist erst der siebte DTB-Spieler in der Open Era, der ein Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht hat. Besonders auffällig: Er ist der vierte deutsche Spieler, der seine Halbfinalpremiere bei den Australian Open feierte.  Und er ist der erste deutscher Halbfinalist in Melbourne seit 2007. Das sind seine direkten Vorgänger:

Karl Meiler (1973, Australian Open)

Man muss in den Tennisgeschichtsbüchern ganz schön lange zurückblättern, um den ersten Deutschen in einem Grand-Slam-Finale zu finden. Dieses historische Kunststück gelang Karl Meiler bei den Australian Open im Jahr 1973. Der damals 24-jährige gebürtige Bayer stürmte bis Halbfinale und feierte damit einen der größten Erfolge seiner Karriere. Im Semifinale musste er sich dem Neuseeländer Onny Parun in vier Sätzen geschlagen geben. Auch wenn es nicht für den Titel reichte, so hat Karl Meiler dank dieser Leistung dennoch seinen Platz in den deutschen Tennisgeschichtsbüchern sicher.

Boris Becker (1985, Wimbledon)

Der erfolgreichste deutsche Tennisspieler aller Zeiten war im Laufe seiner langen Karriere Dauergast in Grand-Slam-Halbfinals. Unglaubliche 18 Mal (!) stand der Rotschopf aus Leimen in der Vorschlussrunde. Zum ersten Mal gelang ihn dieses Kunststück mit 17 Jahren bei seinem legendären ersten Sieg in Wimbledon. Boris Becker war zudem der erste Deutsche, der bei allen vier Grand Slams in das Semifinale vorstoßen konnte. Während er in Melbourne, New York und natürlich Wimbledon den Titel holen konnte, musste er sich auf Sand in Paris dreimal im Halbfinale geschlagen.

Michael Stich (1991, French Open)

Insgesamt sechs Mal schaffte es der Hamburger unter die letzten Vier eines Grand-Slam-Turniers. Seine Halbfinalpremiere erlebte Stich 1991 bei den French Open in Paris. Das Halbfinale verlor er allerdings in vier Sätzen gegen den späteren Turniersieger Jim Courier (USA). Kurios: Boris Becker verlor das zweite Halbfinale gegen Andre Agassi (USA), sodass es statt des erhofften deutschen Endspiels ein rein amerikanisches Finale gab. Das rein deutsche Endspiel gab es dann wenig später in Wimbledon zu sehen, als Stich gegen Becker gewann. Die Halbfinalbilanz von Stich ist übrigens ausgeglichen: Dreimal ging es Finale, dreimal schied er aus. Seinen einzigen Grand-Slam-Titel holte er 1991 in Wimbledon.

Tommy Haas (1999, Australian Open)

Viermal stand Tommy Haas in einem Grand-Slam-Halbfinale, doch kein einziges davon konnte der gebürtige Hamburger gewinnen. Besonders bitter lief es für Haas in Australian Open. Dreimal stand er dort in der Vorschlussrunde, doch kurz vor dem Ziel musste er immer die Segel streichen. Bei seiner Premiere 1999 gab es eine Niederlage gegen Jewgeni Kafelnikow. 2002 unterlag er Marat Safin, fünf Jahre später war er gegen Fernando González chancenlos. Vor Zverev war Haas der letzte  Halbfinalist in Melbourne. 2009 schaffte er es auch in Wimbledon unter die letzten vier, doch da erwies sich Rasenkönig Roger Federer als zu stark. So blieb Tommy der große Endspieltraum verwährt.

Rainer Schüttler (2003, Australian Open)

2003 war sein Jahr. Für viele Tennisfans völlig überraschend stürmte der Korbacher bei den Australian Open bis in Finale. Auf dem Weg ins Endspiel warf Schüttler unter anderem den Aufschlagriesen Andy Roddick aus dem Turnier. Sein unglaublicher Lauf endete im Endspiel gegen eine Tennislegende. Andre Agassi spielte seine ganze Erfahrung aus und ließ dem "Shaker" in drei Sätzen (6:2, 6:2, 6:1) nicht den Hauch einer Chance. Schüttlers Tennismärchen wiederholte sich fünf Jahre später in Wimbledon. Wie Phönix aus der Asche tauchte Schüttler auch dort völlig überraschend im Semifinale auf. Dort erwies sich allerdings Rafael Nadal als Spielverderber und schickte den Korbacher mit einer klaren Niederlage nach Hause.

Nicolas Kiefer (2006, Australian Open)

Neben den deutschen Fußballern erlebte auch der große Fußballfan Nicolas Kiefer sein persönliches "Sommermärchen" im Jahr 2006.  Nachdem "Kiwi" große Namen wie Nikolay Davydenko und Sébastien Grosjean aus dem Turnier geworfen hatte, tauchte er plötzlich im Halbfinale der Australian Open auf. Dort wartete allerdings eine unüberwindbare Hürde: Roger Federer. Nach zwei engen Tiebreaks in den ersten beiden Sätzen ging auch der entscheidende dritte Durchgang an den Schweizer, der sich letztlich im Finale gegen Marcos Baghdatis den Titel holte. Für den vom Verletzungspech geplagten Hannoveraner blieb der Halbfinalauftritt ein einmaliges Erlebnis.

(Bild (c) imago images / Xinhua)

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Fabian Buß
am 30.01.2020 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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