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Eine Legende darf feiern! Der "Moskito" wird 40

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12.02.2020|13:00 Uhr|von Fabian Buß
Eine Legende darf feiern! Der "Moskito" wird 40

Die Vorhand war seine stärkste Waffe. Sie war so schnell und gnadenlos, sodass sie ihm den Spitznamen "Moskito" einbrachte. Die Rede ist von Juan Carlos Ferrero. Am heutigen Mittwoch feiert die ehemalige Nummer eins der Welt seinen 40. Geburtstag.

Bevor ein gewisser Rafael Nadal das Rampenlicht der internationalen Tennisbühne betrat, war Juan Carlos Ferrero über mehrere Jahre hinweg der spanische Sandplatzkönig. Der Mann aus Ontinyent in der Nähe von Valencia brachte alles mit, was es auf der roten Asche braucht. Er war flink, hatte ein großes Kämpferherz und brachte seine Gegner mit harten Grundlinienschlägen zum Verzweifeln. Sein Sandplatzspiel begeisterte die Fans und so wurde "JCF" zu einem der beliebtesten Spieler auf der Tour.

French-Open-Sieger und Nummer eins der Welt

Ähnlich wie Nadal feierte Ferrero schon in jungen Jahren große Erfolge. 1998 wurde er im Alter von 18 Jahen Profi, bereits ein Jahr später holte er seinen ersten ATP-Titel beim Turnier auf Mallorca. Und mit 20 zog er ins Halbfinale der French Open ein, wo erst gegen Legende Gustavo "Guga" Kuerten Endstation war. Ferrero spielte auf konstant hohem Niveau und gewann große Turniere, 2002 beispielsweise das ATP-Masters in Monte Carlo. Im Finale der French Open musste er sich jedoch seinem Landsmann Albert Costa geschlagen geben. Zudem stand er in dem Jahr im Endspiel der ATP-World-Tour-Finals in Shanghai, wo er dem Weltranglistenersten Lleyton Hewitt nach hartem Kampf in fünf Sätzen unterlag.

Seinen sportlichen Zenit erreichte er im Jahr 2003. Erst verteidigte seinen Titel in Monte Carlo, anschließend gewann er erstmals die French Open. Im Finale ließ der Spanier dem Sensationsfinalisten Martin Verkerk aus den Niederlanden nicht den Hauch einer Chance. 6:1, 6:3, 6:2 hieß es am Ende für den "Moskito", der zum ersten und letztlich auch einzigen Mal den Siegerpokal in Roland Garros in die Höhe stemmen durfte.

Nicht nur auf Sand, sondern auch auf Hartplatz war seine überragende Vorhand bei den Gegnern gefürchtet. Das beste Beispiel waren die US Open 2003. Ferrero stürmte bis ins Finale, wo er Andy Roddick unterlag. Dank des Finaleinzugs wurde der Spanier erstmals zur Nummer eins der Welt. Nach nur sieben Wochen musste er die Spitzenposition wieder räumen. Es war der Anfang einer langen Durststrecke.

Kumpel Almagro beendet seine Karriere

Fünf Jahre lang blieben größere Erfolge aus, erst im April 2009 konnte Ferrero erstmals wieder ein Turnier gewinnen. Natürlich - wo auch sonst - auf Sand. Auch wenn er nicht mehr an die ganz großen Erfolge früherer Tag anknüpfen konnte, blieb Ferrero einer der besten Sandplatzspieler der Welt. 2010 gewann er drei Sandplatzturniere. 2011 das ruhmreiche Turnier am Stuttgarter Weissenhof, das damals noch auf Sand ausgetragen wurde.

Sein letztes Match bestritt Ferrero in seiner spanischen Heimat. Am 23. Oktober 2012 verlor er in Valencia seine Auftaktpartie gegen seinen Landsmann und Kumpel Nicolas Almagro. Danach beendete er seine beeindruckende Profikarriere, in der er insgesamt 16 ATP-Titel holte. 13 davon auf Sand!

Kurzes Intermezzo als Trainer von Zverev

Heute arbeitet Ferrero als Trainer, führt in seiner spanischen Heimat eine eigene Tennisakademie, die seinen Namen trägt. Von Juli 2017 bis März 2018 betreute er Alexander Zverev, doch die vielversprechend gestartete Zusammenarbeit brachte nicht den gewünschten Erfolg. Zwischen den beiden stimmte die Chemie nicht. „Ich habe ihn vom ersten Tag an um Respekt für das Trainer-Team gebeten. Unter anderem habe ich ihn gebeten, etwas pünktlicher zu sein. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass es nicht richtig ist, wenn er 20 oder 30 Minuten zu spät zum Training kommt. Ein bisschen mehr Disziplin hätte ihm gut getan – auch um sich spielerisch zu verbessern", sagte Ferrero der spanischen Zeitung "Marca" nach der Trennung. Zverev hingegen beklagte öffentlich: "Er wollte aus mir einen ruhigen, balancierten Kerl machen – der ich nie war und nie sein werde."

Dennoch möchte Ferrero die Zeit mit Zverev nicht missen. „Es war eine große Freude für mich, ihm bei vielen Dingen geholfen zu haben. Ich bin dankbar dafür, dass Zverevs Team mich bis vor kurzem in der Presse als großen Arbeiter bezeichnet hat. Was ich aus der Zeit mitnehme, sind: Arbeit, Disziplin, Demut und Respekt vor anderen", sagte Ferrero der "Marca".

Mittlerweile besinnt sich Ferrero wieder voll und ganz auf die Arbeit mit den Talenten in seiner Akademie. Und wer weiß: vielleicht wächst unter seine Regie dort schon der nächste "gefährliche Moskito" heran. Wie eine peitschende Vorhand funktioniert, kann kaum einer besser erklären.

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Welcome to the team JCF #teamzverev #newvoice

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(Bild (c) imago images / Agencia EFE)

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Fabian Buß
am 12.02.2020 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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