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"Dann spielst du Futures und stirbst da"

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27.02.2020|12:45 Uhr|von Adrian Rehling
"Dann spielst du Futures und stirbst da"

Dieser Typ sorgt derzeit wöchenlich für Schlagzeilen. Erst "Ver****, ich hasse Tennis", dann "Ich spiele nur wegen des Geldes" - und zwischendurch immer mal wieder zwei, drei unterhaltsame Spiele.

So auch diese Woche, als Alexander Bublik zum zweiten Mal binnen weniger Tage gegen Stefanos Tsitsipas ranmusste. Der Kasache überzeugte mit Variante und viel Finesse, musste aber letztlich doch gratulieren.

Wie genervt er davon war, ist nun in einem Interview mit The NationalThe National zu lesen. Bublik, der diese Woche mit Weltranglistenposition 47 ein Karrierehoch verzeichnete und in den vergangenen 13 Monaten mehr als 100 Plätze im Ranking kletterte, zeigt sich dennoch gefühlt frustriert.

Die besten Aussagen Bubliks

"Ich liebe Tennis, aber ich mag nicht dieses absolute Wettkampfgehabe. In Dubai bin ich um 10 Uhr morgens am Montag angekommen (Anm. d. Red.: Nach 12 Stunden Verspätung), muss dann direkt spielen, und wenn ich verliere, verliere ich Plätze im Ranking. Ich verliere Geld. Und danach muss ich mir massenweise blöde Fragen anhören bzw. mich bei Social Media beschimpfen lassen."

"Ich glaube einfach nicht ans Training und das Training dich besser macht. Es macht dich vielleicht besser, aber du weißt nie, wann das passiert. Also trainierst du einfach weiter und bist vielleicht Top 50 - oder halt auch 350. "

"Ich habe mich nicht viel verändert. Ich glaube einfach nicht an dieses "Wenn du hart arbeitest, wirst du ..." - Nein, wenn du hart arbeitest, spielst du irgendwann in Südamerika Futures und stirbst da. Manchmal machen die Jungs das und packen einfach zu viel Arbeit rein und verletzen sich und können nirgendwohin. Gelegentlich kommen sie nach oben, was mich für sie freut, aber ich werde keine Stunde obendrauf packen, um vielleicht die Nummer 10 zu werden - oder halt doch nur die 150."

"Ich versuche, jede Woche zu spielen. Natürlich kann ich ein Turnier auslassen, aber dann spielst du danach die erste Runde gegen Djokovic. Danke schön, zu 3 und zu 3. Und wenn du vielleicht doch irgendwann mal gegen ihn gewinnst, verlierst du danach halt in der zweiten Runde. Also bringt ein strategischer Turnierplan auch nichts."

"Die eine Woche bist du verletzt, die nächste musst du gegen Rafa auf Sand ran. Und da sind acht Tuniere auf Sand. Was soll ich da machen? Schau mich an, was soll ich auf Sand machen? Ich habe 3 Spiele in 4 Jahren auf Sand gewonnen. Wie kannst du da groß besser werden, du wurdest damit geboren. Es ist wie mit einem guten Aufschlag, damit wurde ich geboren. Du kannst etwas besser werden, natürlich. Aber du kannst dich auch sofort verletzen beim Versuch, auf Sand besser zu werden. Dann heißt es wieder: Turniere auslassen, Punkte verlieren, und vieles mehr. Dann bleibe ich lieber dabei, achtmal in Runde eins raus. Tschüss."

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Adrian Rehling
am 27.02.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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