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Matchball-Drama: Djokovic bringt Monfils zur Verzweiflung

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28.02.2020|18:45 Uhr|von Christian Schwell
Matchball-Drama: Djokovic bringt Monfils zur Verzweiflung

Gael Monfils (ATP 9) seine desaströse persönliche Niederlagenserie gegen Novak Djokovic trotz bester Chancen nicht beenden können. In einer dramatischen Halbfinal-Partie in Dubai, in der er drei Matchbälle nicht verwerten konnte, musste er sich im dritten Satz körperlich angeschlagen mit 6:2, 6:7 (8), 1:6 beugen.    
Die "16" als prägende Zahl dieses Halbfinales

Die Zahl 16 war vor dem Halbfinal-Duell zwischen Novak Djokovic und Gael Monfils ein zentrales statistisches Element, denn beide haben in diesem Jahr schon 16 Matches gewinnen können, der Franzose bei zwei Niederlagen, der Serbe gar ohne Matchverlust. Die 16 prägte vor der Partie aber auch eine gemeinsame Statistik der beiden. Und dass dort im direkten Vergleich über die Jahre hinweg tatsächlich so oft in Folge der aktuelle Weltranglistenerste den Platz als Sieger verlassen hat, wird in den Köpfen der beiden Protagonisten vielleicht sogar eine größere Rolle gespielt haben als die Ergebnisse der letzten Wochen.  

Monfils beginnt äußerst stark

So wie der Franzose die Partie anging, nahm er seine dauernde Erfolglosigkeit gegen Djokovic aber eher zum Anlass, vollkommen befreit aufzuspielen. Zu verlieren hatte er ja nun auch wirklich nichts ob seiner bisher niederschmetternden Bilanz gegen den Branchenprimus. Die sehr forsche Spielweise der Nummer neun der Welt schien den Serben tatsächlich ein bisschen auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Djokovic wirkt in Satz eins verunsichert

Djokovic und nicht der häufig so erratische Monfils war tatsächlich tendenziell der fehleranfälligere Spieler auf dem Platz. Es war trotzdem Schwerstarbeit, was Monfils da stark schwitzend auf dem Center Court von Dubai verrichten musste, aber es war eine erfolgreiche: In 46 Minuten Spielzeit holte sich der bis dahin bessere Akteur auf dem Platz zwei Breaks und die verdiente Satzführung mit 6:2. 

Monfils besteht zunächst den Nerventest

Ein suboptimal gespielter Satz, ein aufgedrehter Kontrahent und ein den Gegner lautstark anfeuerndes Publikum sind normalerweise aber keine Umstände, die Djokovic dauerhaft aus dem Tritt bringen. All diese Dinge hat er schon zu oft auf dem Platz erlebt - und fast immer Lösungen gefunden. Heute aber geriet er schon zu Beginn des zweiten Satzes in größere  Schwierigkeiten. Im Bemühen, einen am Limit agierenden Monfils etwas entgegen zu setzen, machte er weiterhin ungewöhnlich viele Fehler und kassierte ein weiteres Break. 

Viel sprach jetzt für Monfils, aber es zeigte sich schnell, dass es Nuancen sein können, die auf diesem Level einem Spiel eine neue Wendung geben können. Bei 3:2 agierte der Franzose eine Nuance weniger zwingend als zuvor und Djokovic tat ihm nicht den Gefallen, das mit ein paar weiteren Fehlern auszugleichen. Schon war das Rebreak perfekt, fortan legte wieder Djokovic  mit dem Aufschlag vor. Monfils wackelte gewaltig, bestand aber letztendlich sowohl bei 4:5 als auch bei 5:6 den Nerventest, indem er insgesamt fünf Satzbälle abwehrte und den Tiebreak erreichte.

Matchball-Drama im Tiebreak 

Der Tiebreak entwickelte sich dramatisch und kurios. Es hagelte Mini-Breaks. Von 18 ausgespielten Punkten gingen ganze 13 an den Rückschläger. Trotzdem stand Monfils bei einem 6-3 und drei Matchbällen in Folge so dicht wie nie zuvor vor einem Sieg gegen den 17-fachen Grand-Slam-Sieger. Die Dreifach-Chance zog vorüber, Monfils brach nicht zusammen und wehrte sogar noch zwei weitere Satzbälle Djokovics ab, bei 8-9 unterlief ihm dann aber ein fataler Doppelfehler, der zum Satzausgleich führte.     


In Satz drei streiken Geist und Körper

Dass dieser Matchverlauf bei der angesprochenen Historie der beiden mentale Spuren bei Monfils hinterlassen würde, war klar. Leider machte ihm jetzt auch zusätzlich der Körper einen Strich durch die Rechnung. Probleme am Bein ließen in kaum noch in die Bälle gehen, seine relative Wehrlosigkeit nutze Djokovic zu drei Breaks und einem klaren 6:1, das ihn nach zwei Stunden und x Minuten ins Finale von Dubai brachte, wo er auf einen sehr viel ausgeruhteren Stefanos Tsitsipas treffen wird.         

(Bild: (c) imago images)                

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Christian Schwell
am 28.02.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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