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Wie Corona nun auch das Tennis immer härter trifft

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04.03.2020|12:30 Uhr|von Henrike Maas
Wie Corona nun auch das Tennis immer härter trifft

Das Corona-Virus sorgt derzeit weltweit für eine Menge Chaos. Überall werden - ganz berechtigt - scharfe Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um eine größere Verbreitung von Corona möglichst zu unterbinden. Von solchen Maßnahmen betroffen, sind unter anderem auch Großveranstaltungen. Denn das Virus verbreitet sich vor allem über den Kontakt von Mensch zu Mensch und bei solchen Events kommen bekanntermaßen viele davon zusammen. Deshalb werden weltweit auch immer mehr Sportveranstaltungen abgesagt bzw. verschoben. 

Neun Challenger abgesagt, vier weitere verlegt

Davon ist natürlich auch die Tennistour betroffen. Schon im Februar hatte die ATP vier Challenger-Events in China abgesagt. Die Turniere in Qujing, Zhuhai, Shenzhen und Zhangjiagang, die alle im März hätten stattfinden sollen, werden nicht ausgetragen. Nun wurde der Kalender erneut überarbeitet und weitere fünf Turniere sind gestrichen. Es fallen auch die Challenger in Nanchang, Changsha, Guadalajara, Anning und Samarkand aus. Neben den Absagen wurden zudem die Veranstaltungen in Taipeh (März), Seoul (April), Busan und Gwangju (beide Mai) erst mal in den August verlegt.

Auch das für den März vorgesehene Challenger in Madrid wurde auf Bitten des austragenden Clubs, dem Club de Tenis Charmatin, aus Sorge vor Corona in den Oktober verschoben. Ebenso wie die ATP hat auch die WTA erste Maßnahmen ergreifen müssen und die Kunming Open und die Xi'an Open (beides 125K-Turniere) abgesagt.

Konsequenzen auch für die Haupttouren?

Bisher betreffen die Absagen nur die kleineren Events der ATP- und WTA-Tour, doch das Problem könnte sich weiter zuspitzen. Denn wenn sich die Situation vor allem in Asien nicht bald wieder beruhigt, würde im extremsten Fall auch der Kalender der beiden Haupttouren ordentlich durcheinander geworfen werden. Allein die WTA plant zwischen September und November dreizehn Events in Asien. Darunter die großen Turniere in Wuhan, Tokio und Peking sowie die beiden Finals-Veranstaltungen in Shenzhen (WTA Finals) und Zhuhai (WTA Elite Trophy). Bei der ATP wären u.a. das Shanghai-Masters sowie die beiden 500er-Turniere in Peking und Tokio betroffen. Auch die Olympischen Sommerspiele, die dieses Jahr vom 24. Juli bis 09. August ebenfalls in Tokio stattfinden sollen, könnten aufgrund von Corona eingeschränkt, verschoben oder abgesagt werden.

Aber auch in Europa könnte es zu Ausfällen kommen. Laut aktuellen Berichten denkt die italienische Regierung derzeit darüber nach, alle Sportveranstaltungen in Italien für einen Monat auszusetzen. Verschiedene Medien schreiben übereinstimmend, dass ein entsprechender Vorschlag durch die wissenschaftliche Kommission an Italiens Ministerpräsidenten Giuseppe Conte herangetragen wurde. Der Vorschlag beruht auf dem erneut starken Anstieg an Corona-Fällen im Land. Je nachdem ob und wann Conte dem Vorschlag nachkommt, wäre dann das auch Masters- bzw. Premier-Event in Rom sowie die Challenger in Rom, Barletta und Francavilla al Mare in Gefahr.

Wirklich absehen, wie das Corona-Virus den Tenniskalender weiter beeinflussen wird, kann man aber nicht. Gesicherte Prognosen sind auch kaum möglich. Denn je nachdem wohin sich das Virus ggf. weiter verbreitet, könnten auch noch andere Länder und Regionen betroffen werden. Es bleibt daher zu hoffen, dass die jetzt ergriffenen Maßnahmen eine weitere Verbreitung möglichst eindämmen und mit der Zeit weltweit wieder Normalität einkehren kann.

(Bild © imago images / Mint Images)

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Henrike Maas
am 04.03.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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