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Kenin auf dem harten Weg zurück in die Erfolgsspur

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04.03.2020|19:00 Uhr|von Christian Schwell
Kenin auf dem harten Weg zurück in die Erfolgsspur

Sofia Kenin (WTA 5) hat mit einem 6:4, 6:3 über die Russin Vitalia Diatchenko (WTA 107) das Achtelfinale des Turniers im französischen Lyon erreicht und damit zum ersten mal seit ihrem Sieg bei den Australian Open ein Match bei einem WTA-Turnier gewonnen. 

Das Leistungsloch nach dem Triumph

Dass das Leistungsniveau nach einem großen Triumph - gerade wenn es der erste der noch jungen Karriere ist - erstmal etwas abfällt, ist kein neues Phänomen im Tennis. Auch die überraschende Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin ist von diesen Schwierigkeiten nicht verschont geblieben.  Sie gewann seit Melbourne noch lediglich ein Einzel im Fed Cup, ihre weiteren drei Partien seitdem gingen verloren. Sowohl beim Turnier von Dubai auch als bei dem von Doha war das erste Match schon wieder das letzte.

Das alles ist wie gesagt nichts Neues und auch kein Grund zur größeren Beunruhigung. Irgendwann sollte man dann aber doch wieder in die Spur kommen, um nicht zu tief in die spielerische und psychologische Abwärtsspirale nach tollen Erfolgen zu geraten. Nicht zuletzt Angelique Kerber kann davon ein Lied singen. Für Kenin bot sich heute beim WTA-Turnier von Lyon die Möglichkeit, rechtzeitig vor den wichtigen Turnieren in Indian Wells und Miami einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. 

Kenin holt sich Satz eins im Nachfassen

In ihrer Partie gegen die Russin Vitalia Diatchenko machte die US-Amerikanerin auch vom Beginn weg den Eindruck, fest genau dazu entschlossen zu sein. Ihre doch recht drückende Überlegenheit summierte sich auf dem in grellen Pink umrandeten Court im Palais des Sports Gerland auch recht schnell zu einem Vorsprung mit zwei Breaks. Beim Stand von 1:5 aus ihrer Sicht gelang es der Russin aber langsam, mehr und mehr Akzente zu setzen. Gleichzeitig hatte Kenin nun deutliche Schwierigkeiten, den Satz erfolgreich über die Ziellinie zu bringen. Diatchenko holte drei Spiele in Folge und wehrte dabei zwei Satzbälle Kenins ab. Erst als größeres Ungemach in Form eines 5:5 drohte, schaffte es Kenin wieder, ihr Level zu heben und mit einem klaren Aufschlagspiel zum Satzgewinn zu kommen. 

Noch fehlt die letzte Entschlossenheit und Sicherheit aus Melbourne

Dass die Entschlossenheit und die Sicherheit, die der 21-Jährigen den Titel in Melbourne eingebracht haben, aber trotz dieses Teilerfolges für Kenin noch längst nicht wieder dauerhaft abrufbar waren, sollte sich auch in Satz zwei zeigen. Kenin erspielte sich schöne Punktgewinne und Chancen, machte sich aber vieles auch wieder durch sehr viel schlechter geführte Ballwechsel kaputt.

Gegen eine Top-Gegnerin hätte das in dieser Form heute durchaus auch schief gehen können, gegen die Nummer 107 der Welt bedeutete es immerhin, dass Kenin sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs durch mehrere enge Spiele kämpfen musste. Und dass auch in diesem Satz nach einem 5:2 noch einmal ein Rebreak Diatchenkos folgte, bevor sich Kenin dann doch zum Sieg kämpfte. Auch im Achtelfinale wird Sofia Kenin wieder als klare Favoritin ins spiel gehen. Ihre Gegnerin ist die rumänische Qualifikantin Jaqueline Cristian, die Nummer 173 der Welt. Eine weitere Gelegenheit also, wieder an  der eigen Form zu feilen. 

(Bild: (c) imago images / ZUMA Press)

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Christian Schwell
am 04.03.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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