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25 Grand-Slam-Titel plötzlich in Liga 2

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05.03.2020|14:15 Uhr|von Christian Schwell
25 Grand-Slam-Titel plötzlich in Liga 2

Wenn ab Mai in der Schweiz die Interclub-Spiele - das Äquivalent zur deutschen Medenrunde - ausgetragen werden, wird der TC Zug in der offenen Klasse der Damen mit einem neu formierten und eingestuften Team in der zweithöchsten Liga an den Start gehen.

Viel Erfahrung für den TC Zug

Dass sich die neue Mannschaft so hoch einstufen lassen konnte, erklärt sich, wenn man einen Blick auf die Meldeliste der Damen des Vereins aus der Zentralschweiz wirft. Wie der Tagesanzeiger berichtet, ist die Meldung gespickt mit Namen, die in vergangenen Jahrzehnten zur nationalen Spitze in der Schweiz zählten und sich im Schweizer Tennis einen Namen gemacht haben. Geraldine Dondit (43 Jahre) war zum Beispiel einst die Nummer 269 der Welt, ist jetzt Turnierdirektorin beim WTA-Event von Lugano und war auch schon persönliche Assistentin eines gewissen Roger Federer. Und auch Nadine Kenzelmann  (43 Jahre) und Barbara Sutter-Keller (41 Jahre) gehörten in der Schweiz der 90er Jahre zu den Spitzenkräften die auch ITF-Turniere gespielt haben. 

Der Clou: 25 Grand-Slam-Siege in der zweiten Schweizer Liga

Dem Ganzen die durch insgesamt 25 Grand-Slam-Titel geschmückte Krone auf setzt aber die Meldung der mittlerweile 39-jährigen Martina Hingis. Die hat bis vor gut zwei Jahren noch sehr erfolgreich auf der Tour Doppel gespielt und dort erst im Oktober 2017 bei den WTA Finals in Singapur ihr letztes Match bestritten. Im Einzel hatte sie schon ab Mitte der 1990er Erfolge wie kaum andere. Alleine 1997 gewann sie drei Grand Slams und scheiterte beim vierten, den French Open, erst im Finale. Insgesamt sollten fünf Titel im Einzel auf dieser höchsten Ebene zusammen kommen, Hingis führte auch die Weltrangliste 209 Wochen als Nummer eins an. Später, als sie sich aufs Doppel konzentrierte, wurde sie dort noch erfolgreicher. Über die Jahre sammelten sich weitere dreizehn Grand-Slam-Titel  im Doppel und sieben im Mixed an. 

"Der Spaß ist mit Abstand das Wichtigste"

Erloschen scheint der Spaß am Wettkampf aber noch lange nicht zu sein. Und so trainierte Hingis schon in diesem Winter wieder regelmäßig in ihrer Heimat Zug und greift nun zusammen mit den anderen "Altmeisterinnen", unterstützt von  zwei ebenfalls gemeldeten Juniorinnen, in der zweithöchsten offenen Klasse an.  "Natürlich wollen wir so erfolgreich wie möglich sein, aber der Spaß ist mit Abstand das Wichtigste", wird Hingis vom Tagesanzeiger zitiert. Auf jeden Fall sucht sie mit ihren drei Altersgenossinnen immer noch die Herausforderung im Duell mit der jüngeren Generation. Eine Meldung im Damen-40-Bereich, für den das Quintett auch schon spielberechtigt wäre, hätte ob der immer noch vorhandenen Spielstärke der vier wohl auch wenig sportlichen Sinn gemacht. 

  (Bild: (c)  imago images / ZUMA Press) 

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Christian Schwell
am 05.03.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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