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Anna-Lenas Wunderreise endet nach tollem Kampf

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08.03.2020|16:55 Uhr|von Maximilian Bohne
Anna-Lenas Wunderreise endet nach tollem Kampf

Nach einer tollen Turnierwoche hat Anna-Lena Friedsam das Finale des WTA-Turniers von Lyon verloren. Die 26-Jährige musste sich Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin nach starkem Kampf mit 2:6, 6:4, 4:6 geschlagen geben.


 
Friedsam zurück im WTA-Zirkus
 
Dennoch markiert die Turnierwoche in Frankreich einen Wendepunkt in der Karriere der Deutschen. Nach einigen tollen Ergebnissen in jungen Jahren, mit Weltranglistenposition 46 und ihrer ersten Finalteilnahme auf der Tour 2015 in Linz, beutelten Friedsam immer wieder Verletzungen, die sie am Tennis spielen hinderten und in der Rangliste weit zurückwarfen.
 
Anfang der Woche feierte sie dann in Lyon als Weltranglisten-136. den ersten Sieg auf WTA-Ebene in diesem Jahr – und ließ sensationell drei weitere folgen, unter anderem gegen die an Nummer zwei gesetzte Französin Kristina Mladenovic.
 


Kenin legt los wie die Feuerwehr

Die Underdog-Rolle im Finale gegen die frisch gebackene Grand-Slam-Siegerin Sofia Kenin war also alles andere als ungewohnt. Doch die die US-Amerikanerin ließ von Beginn an keine Zweifel an ihren spielerischen Qualitäten. Beim Aufschlag unantastbar (Friedsam gewann nur fünf Returnpunkte im ersten Satz) breakte Kenin die Deutsche gleich zwei Mal und brachte den ersten Durchgang in nur 24 Minuten mit 6:2 unter Dach und Fach.

 
Nach der Satzpause machte die Weltranglistenfünfte da weiter, wo sie aufgehört hatte und schlug sofort wieder mit dem Break zum 1:0 zu. Doch dieses Mal konnte sie den Vorsprung nicht bestätigen, Friedsam kam prompt zurück und ging erstmals selbst mit 2:1 in Führung. Die Neuwiederin, jetzt stabiler beim Aufschlag und gefährlich beim Return, gestaltete die Partie jetzt viel offener und vergab sogar noch weitere Breakmöglichkeiten zum 3:1 und 4:2.


 
Friedsam doch noch mit dem Break – Satzausgleich!
 
Beim 5:4 war es dann soweit. Bei 30:30 segelte eine Vorhand Kenins ins Aus, dann versenkte Friedsam eine Vorhand ins Glück – 6:4, Satzausgleich, Entscheidungsdurchgang. Auf einmal schien die ganz große Sensation möglich. Doch wie schon in den Sätzen zuvor sicherte sich die 21-jährige Amerikanerin sofort das Break und ging in Führung. Mit langen Grundschlägen, gefühlvollen Stops und guten Winkeln entnervte sie Friedsam jetzt wieder wie im ersten Satz und legte ein weiteres Break zum 4:1 nach.

Doch abermals bewies Friedsam ihre Kämpferqualitäten und kam nochmal auf 4:3 dran. In der Schlussphase zeigte sich Kenin dann aber nochmal von ihrer besten Seite und bejubelte nach 1:49 Stunde ihren fünften WTA-Titel. 

Friedsam kratzt wieder an den Top 100
 
Trotz der Niederlage verbessert sich Friedsam in der Weltrangliste aber um 30 Plätze und wird am Montag auf Rang 106 geführt. Kenin zieht durch ihren Triumph erstmals in die Top 4 ein, sie überholt die verletzte Kanadierin Bianca Andreescu.

(Bild © imago images / PanoramiC)

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Maximilian Bohne
am 08.03.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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