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Zum ersten Training mit dem Opa - nun Superstar

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15.03.2020|10:30 Uhr|von Henrike Maas
Zum ersten Training mit dem Opa - nun Superstar

Dayana Yastremska mag erst 19 Jahre alt sein, aber die Ukrainerin hat in ihrer aufblühenden Tenniskarriere schon einiges erreicht. Als erfolgreiche Juniorin schaffte Yastremska schnell den Übergang auf die WTA-Tour und galt vielen Experten bald als einer der Stars von morgen. Eine Prophezeiung, die sie bisher erfüllt. Der erste WTA-Titel mit gerade mal 18 Jahren gewann sie 2018 in Hong Kong. Ein Jahr später fügte sie mit den Titeln in Hua Hin und Straßburg zwei weitere Trophäen hinzu. Besonders der Sieg in Hua Hin war dabei eine prägende Erfahrung für die junge Frau, wie sie in dem WTA-Video-Format „My Story“ erklärt.

Erste Tennisstunde dank des Großvaters

Wie fast alles in ihrem Leben hat diese Erfahrung mit Dayana Yastremskas Familie zu tun. Wie so viele Spielerinnen und Spieler auf der Tour pflegt die 19-Jährige ein ausgesprochen enges Verhältnis zu ihrer Verwandtschaft. So verwunderte es auch nicht, dass ihr Großvater sie zum Tennis brachte.

„Als ich eines Tages nach Hause kam, habe ich gesehen, wie Dayana von einem zwei Meter hohen Kleiderschrank sprang. Da war sie fünf Jahre alt und sehr lebendig und aktiv für ihr Alter. Also entschied ich mich, sie mit zum Tennis zu nehmen“, erzählt Großvater Ivan Yastremskyy. Es war Liebe auf den ersten Blick für Dayana. „Zu meiner ersten Trainingsstunde bin ich mit meinem Großvater gegangen. Dort habe ich schnell bemerkt, dass ich für Tennis eine Leidenschaft habe und dass es etwas ist, mit dem ich mich wirklich identifizieren konnte“, berichtet die 19-Jährige über ihre erste Begegnung mit dem „weißen Sport“.

Sportliche Kindheit

Immer schon ein aktives Kind, suchte Dayana Yastremska ständig nach einem Ventil, um sich auszupowern. „Ich habe viele verschiedene Sportarten gemacht: Tennis, Schwimmen, Tanzen und Gymnastik. Ich habe gesungen. Aber am meisten mochte ich das, wobei man seine ganze Energie rauslassen konnte“, sagt die 19-Jährige in ‚My Story‘. Fähigkeiten, die ihr heute auch noch auf dem Tennisplatz helfen. Das gilt besonders für das, was sie beim Boxen gelernt hat: „Boxen habe ich mit ca. 11 Jahren angefangen. Mein Vater fand es eine gute Unterstützung fürs Tennis, denn dabei kann man seine Anspannung, seinen Fokus, seinen Rhythmus und auch den Charakter trainieren. Es war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, besonders auch für mein Tennis.“

Die Sportlichkeit der frühen Jahre ist sicher auch eine Erklärung für die Power und Aggressivität, die Dayana Yastremska auf dem Platz zeigt. Sie hält sich nicht zurück und donnert den Ball gerne mit voller Kraft über das Netz. Trifft die Nummer 25 der Welt die Kugel perfekt, dann kann man wenig gegen sie ausrichten. Kopflos ist sie dabei aber nicht, denn Yastremska hat in ihrer noch jungen Karriere schon lernen müssen, dass vor allem auch die Einstellung zählt.

Besonderer Titel in Hua Hin

Prägendster Moment war dabei ihr Titelgewinn in Hua Hin 2019, zu dem sie sich vor allem mental tragen musste. Denn während die 19-Jährige in Thailand antrat, lag ihre Mutter Maryna im Krankenhaus und musste am Auge notoperiert werden. Eine Situation, in der Dayana Yastremska ihre Mutter eigentlich nicht alleine lassen wollte. Doch die forderte ihre Tochter auf, Tennis spielen zu gehen und es wenigstens zu versuchen.

„Als ich nach Hua Hin gereist bin, wollte ich nicht trainieren und habe es auch kaum getan“, erinnert sich Yastremska. Doch die junge Frau biss sich Runde für Runde durch – bis ins Finale. Dort gewann sie gegen Ajla Tomljanovic den ersten Satz noch mit 6:2, geriet dann aber erst mal unter die Räder und lag auf einmal mit 2:5 im dritten Satz hinten. „In der Situation habe ich versucht, mir klarzumachen, was passiert. Ich spiele das Finale, ich mache einen guten Job, meine Mutter ist im Krankenhaus, sie kann mit ihrem linken Auge nicht sehen und alles, was ich auf dem Platz tun muss, ist den Ball zu schlagen und diese Trophäe zu meiner Mutter nach Hause zu bringen“, blickt die 19-Jährige zurück.

Ziele für die Karriere

Das tat Dayana Yastremska dann auch und lernte aus diesem Moment eine wichtige Lektion für sich: „Alles im Leben ist einfach, aber manchmal bestehen wir darauf, es kompliziert zu machen. Besonders auf dem Tennisplatz. Aber wenn man es mit anderen Dingen vergleichen muss, wie z.B. der Situation mit meiner Mutter, dann realisiert man einfach, dass man loslassen muss.“

Loslassen will die Ukrainerin das Tennis natürlich noch nicht. Sie hat noch einige Ziele vor sich. So will sie noch disziplinierter werden, in die Top 20 einziehen und einen Grand Slam gewinnen. Dafür arbeitet sie seit Ende 2019 auch mit Sascha Bajin zusammen. Der ehemalige Coach von Naomi Osaka und Kristina Mladenovic soll ihr auf dem Weg zum Ziel helfen. Bisher mit Erfolg, so kam Yastremska Anfang 2020 in Adelaide ins Finale, ehe sie sich der Weltranglistenersten Ashleigh Barty geschlagen geben musste. Ein weiterer Baustein in der Karriere von Dayana Yastremska, der eine Sache aber noch wichtiger ist als alles andere: „Mein Traum ist es, im Leben einfach ein fröhlicher Mensch zu sein.“

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(Bild © imago / ZUMA Press / AFP7)

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Henrike Maas
am 15.03.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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