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33. Geburtstag: Das macht Ex-Profi Haider-Maurer heute

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22.03.2020|16:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
33. Geburtstag: Das macht Ex-Profi Haider-Maurer heute

Er schaffte 2015 den Sprung unter die 50 besten Tennisspieler der Welt. Vier Jahre später, genauer gesagt im Januar 2019, musste er seinen Verletzungen aus der Vergangenheit Tribut zollen und seine aktive Karriere beenden. Doch Andreas Haider-Maurer setzte sich nicht etwa zur Ruhe, sondern wagte einen mutigen Schritt. Am 22. März feiert der Niederösterreicher seinen 33. Geburtstag und muss - wie so viele in diesen schwierigen Zeiten - in eine ungewisse Zukunft blicken.

Mit großer Vorfreude startete Haider-Maurer ins Jahr 2020: Gemeinsam mit seinem Ex-Coach Daniel Huber hatte der ehemalige Profi die AHM Tennis Academy in Schwaz gegründet. Bereits im November vergangenen Jahres verkündeten die beiden via Facebook die freudige Botschaft: "Nach knapp einem Jahr Vorbereitung ist es nun so weit: die AHM Tennis Academy steht in den Startlöchern. Gemeinsam mit dem TC Raiffeisen Schwaz freuen wir uns auf eine spannende Zukunft. Im Frühjahr werden wir auch unser Trainerteam erweitern und eine Eröffnungsfeier planen."

Die AHM-Academy musste den Spielbetrieb wegen Corona vorerst einstellen

Das ehrgeizige Ziel: Ein Leistungszentrum zu errichten, in dem unter anderem die besten Tiroler Tennis-Talente eine Heimat finden. Wenige Monate später ist die Euphorie aufgrund der Pandemie erst einmal dahin. Auch wenn er mit diesem Gefühl dieser Tage nicht alleine dasteht, so ist der "Corona-Shutdown" in Tirol für den frischgebackenen Unternehmer kurz nach der Eröffnung besonders bitter. An Tennisspielen ist in der Akademie aktuell nicht zu denken, wie aus einem Facebook-Post vom 14. März hervorgeht: "Aufgrund der aktuellen Situation sehen auch wir uns in der Pflicht, den Spielbetrieb einzustellen und hoffen schwer auf eine schnelle Besserung."

Letztere ist natürlich uns allen, aber eben in diesem Fall auch ganz besonders Andreas Haider-Maurer zu wünschen, der mit seiner Akademie einen wunderbaren Ort geschaffen hat, an dem junge Talente gefördert werden. Da der Mann aus Zwettl seine kämpferischen Fähigkeiten bereits während seiner aktiven Laufbahn eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, ist ihm das auch in seiner "zweiten" Karriere zuzutrauen.

Haider-Maurer, der 2010 in Wien im Finale gegen Landsmann Jürgen Melzer nur knapp an einem ATP-Titel vorbeigeschrammt war, machte sich immer wieder als Stehaufmännchen einen Namen. Wäre er nicht von so vielen Verletzungen zurückgeworfen worden, hätte er heute vermutlich mehr als seine neun Challenger-Turniersiege auf dem Konto.

Die Verletzungsakte von "Stehaufmännchen" Haider-Maurer

Ausgerechnet 2015, als sich Haider-Maurer in der Weltrangliste immer weiter nach oben arbeitete (beste Platzierung #47), zog er sich einen Faszien-Einriss in der rechten Ferse zu. Im Juli 2016 folgte eine Operation inklusive einer anderthalbjährigen Pause. Umso beeindruckender war sein Comeback im Juni 2017 - auch wenn AHM letztlich die Notbremse ziehen musste. Zuletzt hatten dem Österreicher Rückenschmerzen zu schaffen gemacht.

Wir wünschen Andreas Haider-Maurer alles Gute zum Geburtstag und hoffen, dass er seine wertvollen Erfahrungen bald wieder auf dem Tennisplatz an "seine" Schützlinge weitergeben darf ...

(Bild © imago images / GEPA pictures)

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Dennis Ebbecke
am 22.03.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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