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Geburtstag

Bon anniversaire Jo-Wilfried! Publikumsliebling wird 35

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17.04.2020|13:00 Uhr|von Fabian Buß
Bon anniversaire Jo-Wilfried! Publikumsliebling wird 35

Eigentlich wollte Jo-Wilfried Tsonga an seinem heutigen 35. Geburtstag das machen, was er am liebsten macht: Tennis spielen. Doch statt wie sonst üblich zu dieser Zeit beim ATP-Masters in Monte Carlo aufzuschlagen, ist der Franzose momentan bei seiner Familie. Und entdeckt mit seinem Sohn (3) eine neue Leidenschaft: Die Musik.

2008 - Die Geburtsstunde von "Tennis-Ali"

Der Papa sitzt am Schlagzeug, der Sohn versucht sich an der Gitarre - so sieht zurzeit der Alltag im Hause Tsonga aus, wie ein Video zeigt, dass der Wahl-Schweizer kürzlich im Netz veröffentlichte. Durch die Corona-Zwangspause bleibt am Geburtstag nicht nur Zeit für neue Hobbys, sondern auch dafür, um auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurückzublicken. Der 1,88 Meter große Aufschlagriese aus Le Mens gehört mittlerweile zu den Routiniers auf der Tour. Vor 16 Jahren wurde er Profi, seitdem erlebte er einige Höhen und Tiefen. Schon in jungen Jahren plagte er sich mit körperlichen Problemen herum, die ihn zu Pausen zwangen. Erst zwickte die Schulter, dann kam eine Bauchmuskelverletzung hinzu.

Peu a Peu kämpfte er sich jedoch in der Weltrangliste nach vorne, bis ihm 2008 als damalige Nummer 38 der Welt der große Durchbruch gelang. Bei den Australian Open trumpfte "Tennis-Ali", wie ihn die Fans aufgrund der optischen Ähnlichkeit mit Boxlegende Muhammad Ali nannten, groß auf. Im Halbfinale schlug er sensationell Rafael Nadal in drei Sätzen und stürmte in sein erstes Grand-Slam-Finale. Dort war Novak Djokovic jedoch eine Nummer zu groß.

Besonders erfolgreich vor heimischen Publikum

Seit 2008 gehört Tsonga zu den konstantesten Spielern auf der Tour. Er war zehn Jahre ohne Unterbrechung in den Top 30 und feierte in dieser Zeit etliche Erfolge. Er holte 2017 mit Frankreich den Davis-Cup, gewann 2012 an der Seite von Michael Llodra olympisches Silber im Doppel und 2014 gemeinsam mit Alize Cornet den Hopman-Cup. Zwischenzeitlich war er die Nummer fünf der Welt (27. Februar 2012).

18 Turniersiege im Einzel stehen in seiner Vita, wobei ein Detail hervorsticht: Besonders erfolgreich spielte er, wenn er von seinen Landsleuten angefeuert wurde! Ihm gelang das historische Kunststück, gleich fünf verschiedene Turniere in seiner Heimat (Paris-Bercy, Marseille, Metz, Lyon und Montpellier) zu gewinnen. Bei den French Open reichte es jedoch nicht für den ganz großen Wurf. 2013 und 2015 stand er jeweils im Halbfinale, doch dann platzte der große Traum durch die Niederlagen gegen David Ferrer (2013) und Stan Wawrinka (2015).

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#18 🏆 #TsongaTeam #MoselleOpen 📷 @cocodubreuil

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Publikumsliebling und Ritter

In den Endspielen bei den großen Turnieren musste sich Tsonga stets geschlagen geben. Neben der Finalniederlage 2008 in Melbourne verlor er auch das Endspiel bei den ATP-Finals 2011 in London gegen Roger Federer. Speziell diese beiden Niederlagen waren schmerzhaft, haben ihm aber auch viel Sympathie eingebracht. Nicht zuletzt aufgrund seines fairen Auftretens und seiner emotionalen Spielweise - inklusive Siegertänzchen auf dem Platz - gehört der 35-Jährige bis heute zu den Publikumslieblingen. Die Arenen sind voll, wenn "Tennis-Ali" aufschlägt. Vor allem in seiner Heimat, wo er zum Ritter des französischen Dienstordens ernannt wurde, ist er schon jetzt eine Legende.

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#TeamFranceTennis #DavisCup 2018 🔵⚪️🔴 (Photos @cocodubreuil )

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Furioses Comeback 2019

Mit dem Alter nahm beim Publikumsliebling aber die Verletzungsanfälligkeit zu. Er hatte zunehmend mit Knieproblemen zu kämpfen, musste viele Turniere absagen und rutschte Anfang 2018 zum ersten Mal seit Januar 2008 (!) aus den Top 30 der Welt. 2019 gab es jedoch ein furioses Comeback und der Franzose zeigte eindrucksvoll, dass er immer noch mit den Besten der Welt mithalten kann. Beispielsweise bei seiner knappen Dreisatzniederlage in Halle gegen Roger Federer. Die starke Saison 2019 krönte er mit den Titeln in Montpellier und Metz.

In diesem Jahr stand die aktuelle Nummer 49 der Welt bislang nur zweimal auf dem Platz. In Doha verlor er sein Auftaktmatch gegen Miomir Kecmanovic, bei den Australian Open musste er in der ersten Runde gegen Alexei Popyrin verletzungsbedingt aufgeben. In der Corona-Pause schuftet er nun umso härter im Gym, um nach der langen Unterbrechung ein weiteres furioses Comeback hinzulegen.

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Fabian Buß
am 17.04.2020 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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David Ferrer
Spain David Ferrer ATP #<500
Jo-Wilfried Tsonga
France Jo-Wilfried Tsonga ATP #57
Stan Wawrinka
Switzerland Stan Wawrinka ATP #19
Novak Djokovic
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