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"Ich will ein letztes Mal die Emotionen spüren"

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26.04.2020|16:00 Uhr|von Fabian Buß
"Ich will ein letztes Mal die Emotionen spüren"

Mit 35 Jahren befindet sich Jo-Wilfried Tsonga im Herbst seiner Karriere. Während der Corona-Zwangspause macht sich der Franzose viele Gedanken, wann und wie er sich von der Tennisbühne verabschieden will. Die wichtigste Frage ist: Wie lange spielt der Körper noch mit?

Bei den Australian Open musste Jo-Wilfried im Januar in der ersten Runde gegen Alexei Popyrin verletzt aufgeben. Seitdem pausiert der 18-fache Turniersieger und glaubt selber nicht an ein schnelles Comeback. In einem Interview mit Ouest-France sagte er klipp und klar: "Diese Saison ist für mich verloren."

"Alles für die Rückkehr tun"

Aufgrund dieser Aussage bangen viele Fans, ob sie den beliebten Franzosen überhaupt noch einmal auf dem Platz in Aktion erleben werden. Der 35-Jährige gibt zu, sich in diesen Tagen intensiv mit dem Karriereende zu beschäftigen. Sein Körper mache zunehmend Probleme, 16 Jahre auf der ATP-Tour haben ihren Tribut gefordert. Ihm sei bewusst, dass das Ende seiner sportlichen Laufbahn nah sei und er seine Zeit verstärkt seiner Familie widmen wolle.

Dennoch macht er deutlich, alles für ein letztes Comeback geben zu wollen: "Ich hoffe, wieder auf das hohe Niveau zurückkehren zu können und ein letztes Mal die Emotionen zu spüren, die ich in der Vergangenheit spürte", sagte er Ouest-France. Eins steht fest: Er wolle mit erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Dies teilte Tsonga seinen Fans auf Facebook mit.

Ein letzter große Wunsch: Tokio 2021

Ein klares Ziel treibt ihn nach eigener Aussage an: Die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio. Olympia und Tsonga - das weckt Erinnerungen an einen der größten Erfolge seiner Karriere. 2012 holte er gemeinsam mit Michael Llodra für Frankreich Silber im Doppel. Und der Mann aus Le Mans betont im Interview mit Ouest-France, wie gerne er ein letztes Mal als Aktiver bei Olympia dabei sein würde.

Doch um sich diesen letzten großen Wunsch zu erfüllen, muss Tsonga einige Hürden meistern. Genauer gesagt: Um in Tokio im Einzel aufschlagen zu dürfen, muss er unter den Top 30 sein. Als aktuelle Nummer 49 der Welt muss der Familienvater also spätestens Anfang 2021 einige Turniere spielen und gute Ergebnisse abliefern, um die Qualifikation zu schaffen.

Abschied auf dem Platz statt Zuhause vorm Fernseher

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein enormer Kraftakt nötig. Es ist gleichzeitig aber auch ein enormer Ansporn, um ein weiteres Mal hart für ein Comeback zu schuften. Ein Comeback, dass ihm viele Kollegen und viele Fans von Herzen wünschen. Denn ein emotionalen Abschied auf dem Platz hat sich der Publikumsliebling nach so vielen Jahren auf der Tour definitiv verdient.

(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Fabian Buß
am 26.04.2020 gepostet von:
Fabian Buß
Als kleiner Junge stand Fabian erstmals auf dem Tennisplatz und als Teenie schaute er fasziniert dem jungen Roger Federer am Hamburger Rothenbaum zu. Diese Faszination ist bis heute geblieben und spornte ihn an, Redakteur zu werden und über Sport zu berichten. Sein Motto: „Der Ball ist rund und man weiß nie, was passieren wird!“

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