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Hier bastelt sich Djokovic seinen Traumspieler

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23.04.2020|16:10 Uhr|von Christian Schwell
Hier bastelt sich Djokovic seinen Traumspieler

Im Instagram-Chat aus dem heimischen Wohnzimmer heraus zeigen sich viele Spitzenprofis im Moment ungewöhnlich offen und gesprächig. Auf Nachfrage von Andy Murray hat nun Novak Djokovic unter Berücksichtigung von sieben Komponenten seinen perfekten Spieler aus der Reihe der Menge der Profis gebastelt, gegen die er auch selber angetreten ist. 


Aufschlag: John Isner und Nick Kyrgios

Gleich bei der ersten Kategorie wird klar, dass Novak Djokovic seine Wahl offensichtlich nicht von persönlichen Befindlichkeiten abhängig macht. Oder aber eben, dass die Animosität, die Nick Kyrgios dem Serben gegenüber schon mehrfach zur Schau gestellt hat, eine sehr einseitige Angelegenheit ist. 

Jedenfalls erwähnt der Weltranglistenerste zunächst den Amerikaner John Isner, der mit seiner Größe von  2,08m und über die Jahre hinweg mehr als 10000 geschlagenen Assen auch prädestiniert für die Nennung in dieser Kategorie  ist. Dann aber lobt er vor allen Dingen den Australier Kyrgios: "Für seine Größe hat Nick den besten Aufschlag, den ich je gesehen habe." Auch Murray lobt den streitbaren Kyrgios in diesem Zusammenhang. Alle drei sind von der Körpergröße auch nah beieinander - wahrscheinlich können beide deshalb die außergewöhnliche Qualität von Kyrgios in diesem Bereich aufgrund der ähnlichen körperlichen Voraussetzungen auch besonders gut beurteilen und einschätzen. 


Return: Andy Murray   

Beim Schlag Nummer zwei, dem Return, legt sich Novak Djokovic auf seinen Gesprächspartner fest. Andy Murray ist für ihn der Gegner mit dem besten Return. Hier scheint deutlich die eigene Spielphilosophie Djokovics durch. Zwar ist Murray - siehe Video - auch in der Lage, spektakuläre Return-Winner zu schlagen. Djokovic geht es aber bei seiner Wahl viel mehr um die Konstanz: "Bezogen auf meine größten sportlichen Rivalen fand ich es am schwierigsten gegen dich zu servieren, weil einfach alles zurück kam."


Vorhand: Juan Martin del Potro

Beim ersten Grundschlag, der zur Debatte steht, wählt der Serbe dann die brachiale Variante. Er nennt den Chilenen Fernado Gonzalez, legt sich dann aber auf Juan Martin del Potro fest, den er in Anspielung auf den Marvel-Superheld mit dem Hammer als "Thor von Tandil" bezeichnet. Dagegen lässt sich auch kaum argumentieren, denn die extrem flach und hart geschlagene Vorhand des Argentiniers sucht tatsächlich ihresgleichen.

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Rückhand: Andy Murray

Wie beim Return wählt Djokovic hier den Schotten, wie beim Return begründet er seine Wahl hauptsächlich mit der äußerst geringen Fehlerquote Murrays auf der Rückhandseite: "Beständigkeit und der Fakt, dass du kaum Fehler machst, macht deinen Gegnern das Leben schwer."

Novak Djokovic schätzt diese Fähigkeiten noch höher ein als die spektakulären Winner eines Stan Wawrinka. Was ein wenig erstaunlich ist, denn der Schweizer hat ihm gerade auch mit diesem Schlag in zwei Grand-Slam-Endspielen den Zahn gezogen, während Murray gerade in den großen Finalspielen gegen den Serben im Rückhand-Duell meist der zweite Sieger zu sein schien. So beantwortet Andy Murray dann die Aussage, dass es sehr schwer sei ihn über die Rückhandseite zu brechen auch mit der der süffisanten Replik, dass Djokovic dieses seiner Wahrnehmung nach doch einige Male ganz gut gelungen sei.


Volley: Roger Federer   

Beim Volley wählt Djokovic wenig überraschend den Maestro aus der Schweiz, begründet dies aber sehr interessant: Ihm geht es nicht vorrangig isoliert um die reine Technik beim Volley. Sondern darum, bei welchen Punkten Federer den Volley auch als taktisches Mittel einsetzt, um den Gegner unter Druck zu setzen: "Was vielleicht ein wenig unterschätzt wird ist seine Fähigkeit, in den ganz wichtigen Situationen eines Matches Serve & Volley zu spielen."       


Psyche/Mentalität: Rafael Nadal

Hier fällt Djokovics Wahl ganz klar auf Rafael Nadal. Er begründet das sowohl auf einzelne Matches bezogen als auch mit Blick auf den Karriere-Verlauf des Spaniers: "Er hat offensichtlich die Sieger-Mentalität in sich - was er über die Jahre auf allen Belegen geleistet hat, wie er nach den unzähligen Verletzungen immer zurückgekommen ist." Nadals Psycho-Vorteil beginnt für Djokovic schon vor dem eigentlichen Match: "Wenn du ihn bevor es auf den Court geht rumspringen siehst, schüchtert dich das schon ein."    


Fitness/Physis: David Ferrer

In der letzten Kategorie geht Djokovics Votum nach dem Aufschlag noch ein zweites Mal an einen "Außenseiter" ohne den ganz großen Grand-Slam-Erfolg. Die Nummer eins der Welt wählt den mittlerweile zurückgetretenen David Ferrer, lobt dessen "Fighting-Spirit" und nennt ihn einen "Krieger auf dem Platz". Aufgrund der langlebigen Karriere des kleinen Spaniers sieht er ihn knapp vor Österreichs Dominic Thiem, dem er aber ähnliches Potential einräumt.  

(Bild: (c) imago images / Hasenkopf)

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Christian Schwell
am 23.04.2020 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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PROFIS AUS DEM BEITRAG

David Ferrer
Spain David Ferrer ATP #<500
Nick Kyrgios
Australia Nick Kyrgios ATP #40
John Isner
USA John Isner ATP #21
Rafael Nadal
Spain Rafael Nadal ATP #2
Juan Martin del Potro
Argentina Juan Martin del Potro ATP #128
Roger Federer
Switzerland Roger Federer ATP #4
Novak Djokovic
Serbia Novak Djokovic ATP #1
Andy Murray
Great Britain Andy Murray ATP #129