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Nach der "Vollbremsung": So will "Angie" wieder beschleunigen

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13.05.2020|09:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
Nach der "Vollbremsung": So will "Angie" wieder beschleunigen

Für Angelique Kerber hat die Corona-Pause im Interview mit der Zeitschrift Emotion mit einer "Vollbremsung im vollen Lauf" verglichen. Diese Situation war für alle Spieler und Spielerinnen neu, doch die 32-Jährige zählt in besonderem Maße zu der Kategorie von Profisportlern, die den Wettkampf brauchen und mit Training alleine nicht wirklich etwas anfangen können.

"Schon als Kind wollte ich viel lieber um Punkte, um einen Lolli oder ein Eis spielen als einfach nur hin und her", so "Angie". Diese Einstellung führte die Deutsche in der Vergangenheit zu drei Grand-Slam-Titel und im September 2016 erstmals auf Platz eins der WTA-Weltrangliste. In den vergangenen Monaten hatte Kerber, um ihre eigenen Worte aufzugreifen, zwar keine Vollbremsung hingelegt, zumindest aber auf dem Court zuweilen ihre Probleme, den richtigen Gang zu finden. Heute vor einem Jahr, also im Mai 2019, trat sie als Weltranglistendritte in Erscheinung, inzwischen ist sie "nur" noch die Nummer 21.

Kerber: "In allem, was ich mache, muss ich einen Sinn sehen."

Nach ihrem Wimbledon-Sieg 2018 erreichte Kerber nur bei zwei von sechs gespielten Majors die zweite Woche, sprich das Achtelfinale - zu wenig für ihre Ansprüche. Für die 32-Jährige ist es wichtig, auf ein konretes Ziel hinarbeiten zu können. "In allem, was ich mache, muss ich einen Sinn sehen", verriet die Kielerin in besagtem Interview. Virtual Tennis scheint für Kerber übrigens nicht zwingend dazuzugehören. Auf der PlayStation 4 scheiterte sie kürzlich im Tennis World Tour Spiel glatt mit 0:3 an der Niederländerin Kiki Bertens.


Auch wenn sie sich lieber auf einem realen Court duelliert, hat Kerber für sich einen Weg gefunden, um sämtlichen Corona-bedingten Unklarheiten zum Trotz eben jene Ziele ins Visier zu nehmen, die für sie so wichtig sind. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die Sportlern Mut machen können. Kerber hält sich dieser Tage in ihrer Tennis-Akademie im polnischen Puszczykowo fit. Dass sie weiterhin am Ball bleibt, ist vorbildlich und könnte auch anderen Menschen den Antrieb geben. "Aktivität macht den Kopf frei, man kommt auf andere Gedanken", weiß die DTB-Spielerin, für die ebenso "der Glaube an Gott in schwierigen Momenten ein Anker" ist.

Stets an den eigenen Weg glauben

Dieser Glaube habe für Kerber verschiedene Ausprägungen und komme auch darin zum Tragen, an sich und seinen eigenen Weg zu glauben. Mit dieser Gewissheit und der stets professionellen Einstellung im Hinterkopf ist es der ehemaligen Nummer eins durchaus zuzutrauen, dass sie nach der Corona-Pause aus der Vollbremsung heraus wieder beschleunigen kann. Sollte das gelingen, springt letztendlich garantiert auch mehr dabei heraus als ein Eis oder ein Lolli.

(Bild (c) imago images / GEPA pictures)

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Dennis Ebbecke
am 13.05.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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