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Verdammt gut & verdammt auffällig - eine Legende wird 60

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18.05.2020|12:55 Uhr|von Adrian Rehling
Verdammt gut & verdammt auffällig - eine Legende wird 60

Er war extravagant. Er war außerordentlich beliebt. Und er war sportlich verdammt gut.

Heute wird Yannick Noah 60 Jahre alt. Neulich wühlte er in seinen alten Habseligkeiten. Die Corona-Pandemie zwang auch den Liebling der Franzosen zum Daheimbleiben. Also machte der frühere Tennisstar alte Kisten auf – und stieß dabei auf einige "Perlen".

"Ich räume auf, ich putze, ich entdecke Dinge wieder", schrieb Noah bei Instagram, wo er sich manchmal auch nur mit einem Kissen vor dem Körper zeigt. Nun präsentierte Noah aber keine lustigen Schnappschüsse aus der Coronazeit, sondern die Ergebnisse seiner Stöberei. Kürzlich zeigte er einige fast 37 Jahre alte Fanbriefe. Mit teils skurrilem Inhalt. Er hatte sie nach seinem großen Moment erhalten, der sich am 5. Juni 1983 ereignete.

Der erst Heimtriumph nach fast vier Jahrzehnten

Rückblende: Paris, Stade Roland Garros. Der Mann mit der Rastamähne hat Matchball. Aufschlag durch die Mitte, der Return von Mats Wilander fliegt ins Aus. Noah sackt auf die Knie, zum ersten Mal seit Marcel Bernard 1946 triumphiert ein Franzose beim heimischen Grand-Slam-Turnier. "Ich war zuhause. Ich lebte in diesem Stadion, ich kannte die Gärtner, ihre Kinder", sagte Noah kürzlich der Zeitung Le Matin über seine großen Emotionen.

Noah spielte und lachte sich in das Herz der Tennisfans weltweit. Sein unbekümmertes, fröhliches, unkonventionelles Auftreten gefiel vielen – aber es gab auch Dinge zu bekritteln. Zumindest sah das der Verfasser eines der Briefe so, den Noah nun, im April 2020, beim Wühlen neben anderen wiederfand. Adressiert an seine Mutter.

Sie solle ihren Sohn doch darauf hinweisen, "repräsentativer für die Franzosen" aufzutreten, also seinen Haarschnitt anzupassen. Nicht so viele Strähnen sollten im Gesicht hängen: "Das würde es sauberer machen, und das wäre auch komfortabler im Wettbewerb."

Drei Titel als Davis-Cup-Coach

Noah, der von einer glücklichen Kindheit in Kamerun geprägt wurde, behielt seine wilde Mähne. Und er blieb auch nach dem Ende seiner Sportlerkarriere mit 23 Turniersiegen erfolgreich. 1991 startete er eine Laufbahn als Sänger. "Ich habe mehr Konzerte als Tennismatches gespielt", sagte der Vater von fünf Kindern, darunter NBA-Profi Joakim Noah, kürzlich. Mehrere seiner Alben erreichten Platinstatus.

Auch dem Tennis ist das Mitglied der Hall of Fame treu geblieben. Zwei Titeln als Kapitän der französischen Davis-Cup-Mannschaft 1991 und 1996 fügte er 2017 einen dritten hinzu. Noah ist und bleibt für die Franzosen ein Idol.

(Bild (c) imago images / Sven Simon)

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Adrian Rehling
am 18.05.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
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