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Die Fabrik der Kult- und Weltstars

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26.05.2020|14:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Die Fabrik der Kult- und Weltstars

Frankreich ist zweifellos eine Fabrik der Kult- und Weltstars im Tennis. Das beweist ein Blick auf die folgende Top 5 mit beliebten Spielern der Grande Nation, die wir zusammengestellt haben. Auffällig: Viele französische Tennisprofis bringen sämtliche Voraussetzungen mit, um als Publikumslieblinge und Spaßvögel weltweit für Furore zu sorgen.

Yannick Noah: Der Tennis-Entertainer

Am 18. Mai 2020 feierte mit Yannick Noah einer der beliebtesten Tennisspieler aller Zeiten seinen 60. Geburtstagseinen 60. Geburtstag. Als aktiver Spieler machte sich der Franzose mit kamerunischen Wurzeln weltweit als Entertainer einen Namen. Das soll allerdings nicht heißen, dass er mit dem Schläger in der Hand nur für Showeinlagen sorgte, auch wenn ihn viele Fans vor allem mit Letzterem in Erinnerung behalten haben. Nein, Noah war durchaus erfolgreich. 1983 gewann er in seinem Wohnzimmer die French Open, drei Jahre später erreichte er mit Platz drei seine höchste Weltranglistenposition. Er blickt auf insgesamt 23 Turniersiege zurück. Auch im Doppel konnte er das zweite Grand Slam des Jahres einmal für sich entscheiden (1984).

Dennoch: Yannick Noah, der etwa mit Jimmy Connors' Verbissenheit nie viel anfangen konnte, war kein Freund von der alltäglichen Tennis-Routine. Vielleicht wären mit etwas mehr Disziplin für den beliebten Franzosen weitere große Triumphe drin gewesen. Doch dieser "Übereifer" hätte nicht zu dem Mann gepasst, der längst ein gefeierter Musikstar ist - mit sechs Nummer-1-Alben in seiner Heimat. "Ich habe mehr Konzerte als Tennismatches gespielt", sagt der einstige Rastamann heute.

Henri Leconte: Der Spaßvogel

Denkt man an Yannick Noah, kommt einem im selben Atemzug auch Henri Leconte in den Sinn - und zwar nicht nur, weil er Noahs Doppel-Partner beim French-Open-Sieg 1984 war. Die größte Parallele der beiden Franzosen ist, dass sie auf und abseits des Platzes für reichlich gute Laune gesorgt haben und es nach wie vor tun. Leconte ist bis heute ein gern gesehener Teilnehmer an Showmatches jeglicher Art. Auch für ihn wären ohne die Extravaganzen vermutlich mehr Major-Erfolge möglich gewesen als "nur" der Einzug ins French-Open-Endspiel 1988.

Als "genialer Clown" hat sich Henri Leconte auf der ganzen Welt viele Freunde gemacht. Mit seiner Mimik und Gestik hätte er alle Voraussetzungen mitgebracht, um neben der Tennis- auch noch Film-Geschichte zu schreiben.

Guy Forget: Der Serve-and-Volley-Spezialist

Allez les bleus! Das französische Tennis hat Guy Forget einiges zu verdanken - insbesondere den Davis-Cup-Titel 1991. In Lyon hatte damals sogar der große Pete Sampras im Finale gegen den Serve-and-Volley-Spezialisten in vier Sätzen das Nachsehen. Forget und sein Teamkollege Leconte wurden von der L’Équipe sogar zu Frankreichs Sportlern des Jahres ernannt. In besagtem Jahr konnte der Linkshänder zudem seine beste Platzierung in der ATP-Weltrangliste herausspielen. Forget stürmte Platz vier des Rankings. Nach seiner aktiven Karriere fungierte der heute 55-Jährige als Kapitän der französischen Davis-Cup-Mannschaft und ist seit 2012 Turnierdirektor von Paris-Bercy.

Gael Monfils: Der Publikumsliebling

Auch wenn die Federers, Nadals und Djokovic' dieser Welt jeder Tennisfan gerne einmal im Leben live gesehen haben möchte: Die Begeisterung der Menschen ist immer riesig, wenn Monfils im Draw eines Turniers auftaucht. Der inzwischen 33-Jährige hat sich längst zum Publikumsliebling gemausert. Die Gründe sind vielschichtig: Er ist sympathisch, für jeden Spaß zu haben und hat sich trotz vieler Verletzungen immer wieder zurückgekämpft - aktuell wird Monfils als Nummer neun der Welt geführt. Zudem ist er eine echte Erscheinung (ob mit Dreadlocks oder ohne), an der auch Tennisspielerin Elina Svitolina Gefallen gefunden hat, mit der er bekanntlich liiert ist. Monfils muss man einfach lieben!

Jo-Wilfried Tsonga: Der Muhammad Ali des Tennissports

Wie Monfils hat auch Tsonga eine außerordentlich lange Krankenakte aufzuweisen. Bereits in jungen Jahren, kurz nach seinem Tour-Eintritt, wurde er von einem Bandscheibenvorfall zurückgeworfen, später kamen ein Meniskusschaden und weitere Blessuren hinzu. Doch auch Tsonga ließ sich von all diesen Rückschlägen nicht unterkriegen. Mit seinen 35 Jahren ist er nach wie vor Teil der Tour (#49), seine Bestplatzierung erreichte er 2012 mit Platz fünf. Unvergessen bleibt Tsongas Durchmarsch bei den Australian Open 2008, als er Rafa Nadal im Halbfinale glatt in drei Sätzen vom Platz fegen und erst im Endspiel von Djokovic gestoppt werden konnte.

Mit seinen 1,88 Meter und seinen über 90 Kilogramm gilt der Franzose als echtes Schwergewicht, der als "Muhammad Ali des Tennissports" auf der ganzen Welt veehrt wird - nicht zuletzt aufgrund seines unglaublichen Kampfgeistes und seiner Comeback-Mentalitäten.

(Bilder © imago images / PanoramiC / Claus Bergmann / Sportnah / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 26.05.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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