Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Zum 64. von Borg: Große Erfolge und ein Rivale

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
06.06.2020|11:50 Uhr|von Dennis Ebbecke
Zum 64. von Borg: Große Erfolge und ein Rivale

Er konnte seine Gegner wie kaum ein Zweiter zur Weißglut treiben, weil er sie von der Grundlinie aus zermürbte, kaum eine Regung zeigte und am Ende im Stile eines "Eisblocks" in der Regel kühl den Sieg einfuhr. Am 6. Juni 2020 feiert Björn Borg seinen 64. Geburtstag. Der Schwede hat das Tennis maßgeblich geprägt - mit seinem Spielstil, seinen Erfolgen und seiner Rivalität mit John McEnroe.

Ihre gemeinsame Geschichte ist weltbekannt und wurde bereits verfilmt, 2017 erschien der Streifen Borg/McEnroe (u.a. mit Shia LaBeouf als John McEnroe). Der Film handelt von der Rivalität zweier Tennisspieler, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Während der Schwede stets hart trainierte und auf dem Platz die Ruhe in Person war, galt der US-Amerikaner als das Enfant terrible Sport, bekannt für seine legendären Ausraster, Schiedsrichter-Diskussionen ("You cannot be serious") und sein aggressives Serve-and-Volley-Spiel.

Das Duell "IceBorg" vs. "SuperBrat"

Im Jahr 1980 erreichte das Duell zwischen "IceBorg" und "SuperBrat" seinen Höhepunkt, als sich beide im Wimbledon-Finale gegenüberstanden. Während Borg seinen Kontrahenten mit Topspin-Bällen nervte, versuchte dieser, so schnell wie möglich zu Punkten zu kommen. Unvergessen bleibt der vierte Satz, als es dem kühlen Schweden nicht gelang, sieben Matchbälle zu verwandeln und McEnroe in einem 20-minütigen Tiebreak einen Entscheidungssatz erzwang. Und genau in diesem sollte sich Borgs Qualität auszeichnen: Wieder einmal behielt er die Ruhe und machte letztlich seinen fünften Wimbledon-Titel in Folge perfekt - es sollte sein letzter sein.

Dass Borg mit seiner Defensiv-Taktik auf dem "heiligen Rasen" so erfolgreich war, ist rückblickend schon als Überraschung zu werten - zumal er zunächst eigentlich als Sandplatzspezialist galt und seine ersten beiden Grand-Slam-Titel dementsprechend auch in Paris feiern durfte (1974, 1975). Insgesamt zeichnete Borg sechsmal bei den French Open erfolgreich, inklusive der Wimbledon-Triumphe bringt es der Skandinavier auf elf Major-Titel. Nur die Australian und US Open konnte er nie gewinnen. In Flushing Meadows unterlag er insgesamt viermal im Endspiel, darunter zweimal gegen seinen Rivalen McEnroe.

Mit 26 beendete Borg seine Karriere

Es gibt nur fünf Spieler, die mehr Grand-Slam-Erfolge erzielen konnten (Federer/20, Nadal/19, Djokovic/17, Sampras/14 und Emerson/12). Diese starke Bilanz wird noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Borgs Karriere vergleichsweise kurz war. Mit gerade einmal 26 Jahren gab er einst seinen Rücktritt vom Profitennis bekannt - seine diversen Comebackversuche in den darauffolgenden Jahren einmal außen vor gelassen.

Happy Birthday, "IceBorg!"

(Bild © imago images / Colorsport)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Dennis Ebbecke
am 06.06.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

» Zu den Beiträgen von Dennis Ebbecke