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"Es sind sehr, sehr verrückte Emotionen"

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08.06.2020|11:30 Uhr|von Adrian Rehling
"Es sind sehr, sehr verrückte Emotionen"

Es sind unvergessene Bilder, wie sich Kevin Krawietz und Andreas Mies rücklings auf allen Vieren in den Pariser Sand fallen ließen. Am 8. Juni 2019, also genau vor einem Jahr, schrieben "KraMies" deutsche Tennis-Geschichte.

Als rein deutsches Doppel holten die beiden einen Titel bei einem Grand Slam und durchbrachen damit einen 82-jährigen Fluch. Eine irre anmutende Wartezeit, beendet von zwei ebenfalls irren Typen.

Kevin Krawietz erinnert sich exklusiv im Gespräch mit MyTennis zurück: "Es fühlt sich ganz sicher nicht wie ein Jahr an, wir können uns da immer noch in jeden Moment 100 Prozent hineinversetzen. Es waren sehr, sehr verrückte Emotionen mit Freunden und Familie." Doch der Reihe nach: In New York setzte die DTB-Kombi im Februar das erste Ausrufezeichen mit dem ersten Triumph auf ATP-Niveau.

"Wir hoffen natürlich, dass die French Open noch stattfinden werden"

Als Mitfavorit hatte sie für die French Open allerdings niemand auf dem Zettel. Auch nicht als Geheimfavorit. Also siegten sich Kevin Krawietz und Andreas Mies ganz heimlich von Runde zu Runde. Das erste dicke Ausrufezeichen gelang dann im Achtelfinale, als "KraMies" mit Oliver Marach/Mate Pavic die Nummer vier der Setzliste sensationell, aber hochverdient niederrangen.

Im Viertelfinale mussten dann zwei Serben dran glauben (Lajovic/TIpsarevic), im Halbfinale zwei Argentinier (Pella/Schwartzman) und im Endspiel schließlich zwei Lokalmatadoren (Chardy/Martin). "Ich habe die vergangenen zwei Wochen immer mal wieder Erinnerungen zum Beispiel über Social Media bekommen, in welcher Runde wir gerade waren. Einfach genial."

Doch die Titelverteidigung fällt leider erst einmal flach. Das Coronavirus verhindert bekanntlich alle Tennis-Großturniere, bis Ende Juli wird auf der ATP- sowie WTA-Tour gar nicht gespielt. In Paris legen sie aber alles daran, Ende September/Anfang Oktober das Event nachholen zu können. "Wir hoffen natürlich, dass die French Open dieses Jahr noch stattfinden werden, wobei ich das schon sehr kritisch sehe. Es wird schwierig. Sehr schwierig", so Krawietz zu MyTennis.

Stattdessen steht er ab dieser Woche bei einer eigens in Leben gerufenen DTB-Serie auf dem Court. Die Vorfreude ist groß: "Da fiel das Trainieren zuletzt auch wieder leichter, man hatte wieder ein Ziel vor Augen. Wer hätte das gedacht, dass wir statt in Paris nun bei einem komplett neuen Turnier spielen werden? Aber wir sitzen ja alle im selben Boot."

Krawietz wird in München aufschlagen, im Einzel versteht sich. Aber vorerst darf er am heutigen Jahrestag noch ein wenig den großartigen Doppel-Triumph von vor einem Jahr genießen.

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2️⃣0️⃣1️⃣9️⃣~ what a Year! 2️⃣0️⃣2️⃣0️⃣~ here we come! . . #emotional #thankful #happy #newyear #australia #2020

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"KraMies" und der Weg zum Titel

1. Runde vs. Guinard/Rinderknech 7:5, 6:4
2. Runde vs. Mahut/Melzer 6:4, 6:4
Achtelfinale vs. Marach/Pavic 5:7, 6:3, 7:5
Viertelfinale vs. Lajovic/Tipsarevic 6:1, 6:7, 7:6
Halbfinale vs. Pella/Schwartzman 7:5, 6:3
Finale vs. Chardy/Martin 6:2, 7:6

(Bild (c) imago images / Jürgen Hasenkopf)

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Adrian Rehling
am 08.06.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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