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"Ein Coach? Das ist rausgeschmissenes Geld"

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09.06.2020|09:45 Uhr|von Dennis Ebbecke
"Ein Coach? Das ist rausgeschmissenes Geld"

Wer Nick Kyrgios auf dem Platz beobachtet, wird vermutlich zu der Erkenntnis gelangen, dass dieser Tennisspieler untrainierbar ist. Der Grat zwischen genialen Szenen auf der einen und schrägen Auftritten auf der anderen Seite ist bei dem Australier bekanntlich schmal. Jetzt hat der 25-Jährige in einem Podcast mit seinem Kumpel Elliot Loney zugegeben, dass er von Tennistrainern nicht wirklich viel hält.

Aus Sicht des exzentrischen Profis sind die Coaches auf der Tour überbezahlt. "Ich denke, einen Trainer zu engagieren, hat etwas von Geldverschwendung, weil sie ohnehin zu hoch bezahlt werden", lautet die Devise des Weltranglisten-40. Zudem sei seine Karriere bereits "zu weit fortgeschritten", um wieder einen Trainer einstellen zu können.

Kyrgios: "Ich höre einfach nicht gerne auf Ratschläge!"

Obwohl Kyrgios als "Bad Boy" des Tennissports bekannt ist, haben sich viele Ex-Profis in den vergangenen Jahren darum gerissen, das Top-Talent zu bändigen. Doch dieser lehnte in der Regel ab. Sebastian Grosjean durfte sein Glück 2017 zum Beispiel versuchen, die Zusammenarbeit wurde jedoch bereits nach einem Vierteljahr wieder beendet. Auch Mark Philippoussis oder John McEnroe hatten sich für das Traineramt zwischenzeitlich ins Gespräch gebracht, doch Kyrgios verwies immer wieder auf die Tatsache, dass er es auch ohne Coach im Tennis nach oben gebracht habe.

In dem aktuellen Podcast ging Kyrgios noch näher ins Detail und nannte neben dem finanziellen Aspekt einen weiteren Grund, warum er auch in Zukunft auf Trainingseinheiten unter Anleitungen verzichten möchte. "Ich bin zu sehr auf meine Weise festgelegt, und ich höre einfach nicht gerne auf Ratschläge", so das Enfant terrible.

Beim ATP Cup präsentierte sich der Australier als Teamplayer

Dass der Mann aus Canberra auch anders kann, bewies er im Rahmen des neuen ATP Cups Anfang des Jahres. Der australische Teamchef bei diesem Turnier, Lleyton Hewitt, wollte Schwierigkeiten mit seinem Schützling damals nicht bestätigen: "Wenn er nicht selbst gespielt hat, hat er die Jungs angefeuert und hat alle unterhalten. Wir hatten unseren Spaß mit ihm." Dieser Spaß kann sich jedoch schnell ins Gegenteil verwandeln, wie die jüngere Vergangenheit häufig offenbarte ...

(Bild © imago images / Xinhua)

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Dennis Ebbecke
am 09.06.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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