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"Widerliche Diskriminierung": Rollstuhl-Profi attackiert US Open

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18.06.2020|10:00 Uhr|von Maximilian Bohne
"Widerliche Diskriminierung": Rollstuhl-Profi attackiert US Open

„Nicht gut genug“, schließt Dylan Alcott sein emotionales Statement an die US-Open-Veranstalter, indem er die Entscheidung, nur Einzel- und Doppelwettbewerbe auszutragen, scharf kritisiert.


 
Alcott ist Weltranglistenerster im Rollstuhltennis, amtierender Einzel-Champion bei den Australian Open, French Open und Wimbledon. Bei den US Open unterlag er 2019 im Finale, gewann dafür aber, genau wie bei allen anderen Slams, den Doppelwettbewerb. Jetzt zeigt er sich erschüttert über die Entscheidung, in New York in diesem Jahr nur Einzel und Doppel austragen zu lassen. „Gerade wurde bekanntgegeben, dass die US Open OHNE Rollstuhltennis stattfinden werden“, schreibt er über Twitter, „Spieler wurden nicht miteinbezogen.“
 
Emotionales Statement: „Mir fehlt nur eine Sache“
 
„Ich dachte, ich habe genug getan um mich zu qualifizieren“, so Alcott weiter, „Zweimal hier gewonnen, Weltranglistenerster. Aber mir fehlt das eine, was wichtig war: Laufen zu können. Widerliche Diskriminierung.“ In den Kommentaren erfährt der Australier rege Zustimmung. Weitere Kritik an den Veranstaltern wird laut. Der elffache Grand-Slam-Sieger fügt an: „Und bitte sagt mir nicht, ich wäre ein größeres Risiko, weil ich behindert bin. Ich bin behindert ja, aber das macht mich nicht krank. Ich bin fitter und gesünder als nahezu jeder, der das hier liest. Es gibt kein höheres Risiko. Es gibt sicher wichtigere Dinge, aber diese Entscheidung hätte BEI MIR liegen sollen. Es ist krasse Diskriminierung, dass Menschen über mein Leben und meine Karriere entscheiden, nur weil ich behindert bin. Nicht gut genug, US Open.“

(Bild © imago images / UK Sports Pics Ltd) 

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Maximilian Bohne
am 18.06.2020 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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