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5 US-Kultspieler, die das Tennis prägten

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21.06.2020|08:20 Uhr|von Dennis Ebbecke
5 US-Kultspieler, die das Tennis prägten

Das US-amerikanische Tennis bringt immer wieder neue Spieler hervor, die das Zeug dazu haben, als Kultstars in die Geschichte einzugehen. Legenden wie Michael Chang, Andy Roddick oder der in der ehemaligen Tschechoslowakei geborene Ivan Lendl sorgten einst für Furore. Aus heutiger Sicht fällt einem vor allem Aufschlag-Riese John Isner ein, dessen Match gegen Nicolas Mahut mit elf Stunden und fünf Minuten einen Rekord in Wimbledon aufstellte. Die Liste der US-Kultspieler ist lang - doch die folgenden Fünf sind in dieser Hinsicht (fast) unschlagbar.

Jimmy Connors

Bei Jimmy Connors teilten sich die Tennisfans in zwei Lager: Entweder man liebte ihn oder eben nicht. Dass er ein begnadeter Spieler war, beweisen nicht zuletzt seine acht Grand-Slam-Titel. Insgesamt 268 Wochen war er die Nummer eins der Welt, beendete zwischen 1974 und 1978 jede Saison als Spitzenreiter. Der heute 67-Jährige war nicht nur ein starker Akteur, sondern auch ein starker Charakter, der mit seinen unpopulären Methoden für Aufsehen sorgte. Wie kein anderer suchte Connors bereits zu Anfang seiner Karriere die Konfrontation mit dem Publikum und den Schiedsrichtern. Nachdem er später einmal eine Jubiläumsparty in Wimbledon zum hundertjährigen Jubiläum "geschwänzt" hatte, wurde "Jimbo" in der Folge regelmäßig mit Pfiffen bedacht.

John McEnroe

"You cannot be serious!" ("Das kann nicht Ihr Ernst sein!") - dieser Spruch, den John McEnroe 1981 in Wimbledon in Richtung des Stuhlschiedsrichters Edward James abfeuerte, ist bis heute legendär. Die Wutausbrüche des US-Amerikaners waren gefürchtet und niemand war vor ihnen gefeit - kein Unparteiischer, kein Zuschauer und kein Gegner. Die packendsten Duelle lieferte sich McEnroe mit seinem einstigen Rivalen Björn Borg, weil sie zwei Spieler waren, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Der hitzige US-Amerikaner, der mit Serve-and-Volley volles Risiko ging, gegen den kühlen Schweden, den von der Grundlinie aus nichts aus der Ruhe brachte. 2017 wurde dieses legendäre Duell verfilmt ("Borg/McEnroe"), mit Shia LaBeouf als John McEnroe. Apropos Filme: Auch der Tennisstar sammelte Hollywood-Erfahrung, indem er in "Die Wutprobe" einen cholerischen Patienten von Dr. Rydell (Jack Nicholson) mimte.

Andre Agassi

In seiner Zeit als Tennisprofi sorgte Andre Agassi stets als Paradiesvogel für Furore. Seine Outfits waren genauso spektakulär wie seine späteren Erfolge. Immer wenn der Publikumslieblinge in Wimbledon ganz in Weiß den heiligen Rasen betrat, dann wirkte das zuweilen schon unwirklich. Leider machte Agassi auch durch die eine oder andere Negativschlagzeile von sich reden. In seiner Biografie legte er später eine Drogen-Beichte ab und gab an, 1997 bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden zu sein. Dem heutigen Ehemann von Steffi Graf, der mit der ehemaligen Nummer eins der Welt ein weitestgehend zurückgezogenes Leben lebt, wurde jedoch vieles verziehen. Warum? Weil Andre Agassi ein lieber Kerl war und ist, der zudem noch hervorragend Tennisspielen konnte. Alle Grand Slams konnte er mindestens einmal gewinnen und auch im Davis Cup (1990, 1992) sowie bei Olympia (Gold 1996 in Atlanta) war er erfolgreich.

Jim Courier

Im kommenden August feiert Jim Courier seinen 50. Geburtstag, und wir können davon ausgehen, dass aus aller Welt Gratulationen in seinem Briefkasten landen werden. Der Grund: Courier erfreut sich heute noch einer großen Fanschar - nicht zuletzt dank seiner genialen und amüsanten On-Court-Interviews, die er nach den Matches zum Beispiel bei den Australian Open mit den Stars von heute führt. Als Spieler war Couriers Markenzeichen immer die Baseballcap, ohne die er keinen Platz betreten hat, ehe er seine aktive Laufbahn 2000 beendete. Seine größten Erfolge feierte der US-Amerikaner bei den Australian und French Open, die er jeweils zweimal für sich entscheiden konnte. Nur in Wimbledon und ausgerechnet bei seinem Heim-Major, den US Open, konnte er sich im Finale nie durchsetzen. Dennoch: Jim Courier hat den Tennissport bereichert und wurde 1992 mit Weltranglistenposition eins belohnt.

Pete Sampras

Hätte es die heutige Ära um Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic nicht gegeben, wäre Pete Sampras bis heute der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten. Mit seinen 14 Grand-Slam-Titeln liegt er im Ranking auf Platz vier direkt hinter dem eingangs erwähnten Trio. Mit seinem harten Aufschlag, der ihm den Spitznamen "Pistol Pete" einbringen sollte, setzte er neue Maßstäbe. Und trotz der späteren Dominanz von Federer und Co. gibt es einige bestehende Rekorde, die auf Sampras zurückgehen. Zum Beispiel konnte er sechsmal in Folge eine Saison als Nummer eins der Welt beenden. Zudem konnte er all seine Wimbledon-Endspiele (sieben an der Zahl) gewinnen, in der Open Era gelang das keinem anderen Akteur. Neben all den sportlichen Triumphen zeichnet den inzwischen 48-Jährigen aus, dass er immer Mensch geblieben ist.

(Bilder © imago images / Norbert Schmidt / Claus Bergmann / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 21.06.2020 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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