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Murray überrascht sich bei Comeback selbst

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23.06.2020|22:00 Uhr|von Henrike Maas
Murray überrascht sich bei Comeback selbst

"Ich erwarte hinsichtlich des Ergebnisses nicht viel, denn ich bewege mich momentan nicht gut und habe im Training mit meinem Spiel ziemliche Probleme. Es würde mich nicht wundern, wenn ich alle drei Matches verliere, aber wenn meine Hüfte hält, dann ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung."

Die Ansprüche von Andy Murray waren nicht besonders hoch vor seinem ersten Match seit sieben Monaten. Hauptsache der Körper hält, konnte man die Botschaft des 33-Jährigen auf Instagram zusammenfassen. Kein Wunder, ist die dauergeplagte Hüfte von Murray doch einer der Gründe, warum er 2019 nach den Australian Open seine Karriere so gut wie an den Nagel hing. Zu stark die Schmerzen und zu hoch das Risiko selbst bei normaler Aktivität große Probleme zu bekommen.

Auftakthürde genommen

Heute, rund anderthalb Jahre und eine Hüft-OP später, spielt Andy Murray wieder professionell Tennis. Wenn derzeit aufgrund der Corona-Pandemie auch "nur" beim nationalen Benefitsturnier "Schroders Battle of the Brits". Das Event, das von Andys Bruder Jamie, selber ein professioneller Doppelspieler, mit ins Leben gerufen wurde, will in seiner ersten Auflage Spenden für den britischen National Health Service (NHS) sammeln. Gleichzeitig soll das Turnier, wie viele derzeit auch in anderen Ländern laufende nationale Veranstaltungen, den britischen Profis eine Möglichkeit geben, unter Wettkampfbedingungen zu trainieren.

Scheinbar ein gutes Pflaster für Andy Murray, der trotz seiner eher bescheidenen Erwartungen die Auftakthürde erfolgreich meisterte. Gegen Liam Broady, die Nummer 211 der Welt, stand nach einem etwas holprigen Start für Murray am Ende ein mehr als solides 6:2, 6:2 auf der Tafel. Dabei musste der Schotte nur im ersten Satz ganz zu Beginn etwas zittern, ehe er seinem sieben Jahre jüngeren Gegner über weite Strecken klar die Grenzen aufzeigte.

Nächstes Duell wird ein echter Test

Nach seinem Sieg gab sich Andy Murray gegen über Amazon Prime Sport, wo das Turnier in Großbritannien übertragen wird, zufrieden. "Es war okay. Ich habe das ganze Match durch gut aufgeschlagen. Ich habe mich gut bewegt, obwohl es etwas knifflig war. Die Plätze hier sind sehr eng, normalerweise habe ich etwas mehr Raum lieber. Hin und wieder habe ich mich etwas gehetzt gefühlt. Aber es war okay für das erste Match nach sieben Monaten. In meinen Trainingsmatches (zuvor) habe ich nicht so gut gespielt", fasste der 33-Jährige seine Leistung zusammen.

Alles in allem also ein guter Abend für den Schotten, der Sicherheit für das nächste Match geben sollte. Dort wartet auf Murray mit Kyle Edmund ein harter Brocken. Im direkten Duell mit seinem Landsmann steht es für "Sir Andy" 3:1, dafür schleppt er aber auch die besagten körperlichen Probleme mit sich rum. Edmund hatte vor Andy Murray sein erstes Einzel bestritten und dort mit 6:1, 6:4 gegen James Ward gewonnen. 

"Schroders Battle of the Brits"

"Battle of the Brits" ist ein Exhibition-Turnier für Herren, das vom 23. bis 28. Juni im National Tennis Center des britischen Tennisverbandes LTA in London ausgetragen wird. Mitorganisiert von Jamie Murray, Nummer 26 im Doppel, werden über sechs Tage sowohl Einzel- als auch Doppelmatches gespielt. Mit dabei neben Andy und Jamie Murray sind weitere britische Top-Profis wie Kyle Edmund, Dan Evans und Neal Skupski. 

Aufgebaut ist das Turnier ähnlich wie die ATP Finals. Aufgeteilt in zwei Gruppen treten in einer Round Robin-Runde je vier Einzelspieler pro Gruppe und je drei Doppel-Paarungen pro Gruppe gegeneinander an. Die Gruppenersten und -zweiten ziehen ins Halbfinale ein, um dort die Finalteilnehmer auszuspielen. Ziel der Veranstaltungen ist es, mindestens 100.000 britische Pfund für den National Health Service (NHS) zu sammeln. 

(Bild © imago images / Agencia EFE) 

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Henrike Maas
am 23.06.2020 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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