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Zukunft des Tennissports: Tennis-Point, Wilson und der DTB sind einer Meinung

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27.06.2020|16:45 Uhr|von Adrian Rehling
Zukunft des Tennissports: Tennis-Point, Wilson und der DTB sind einer Meinung

73 Minuten geballte Tennis-Kompetenz. Eine Videokonferenz, die keine Fragen offenließ. Das sehen auch die Entscheidungsträger beim Deutschen Tennis Bund so.

Tennis-Point-Geschäftsführer Christian Miele und Wilson General Manager Racket Sports Hans-Martin Reh diskutierten unter der Anmoderation von myTennis-Experte Matthias Stach die wichtigen Themen und Innovationen rund um das Tennis. So gewichtig und vielseitig, dass es eine überwältigende Zustimmung seitens des DTB in Person von Vizepräsident Dirk Hordorff gab. In einem auf tennisredaktion.de veröffentlichten Artikelauf tennisredaktion.de veröffentlichten Artikel gab Hordorff die im Talk herausgestellten, grundlegenden Hauptaspekte als zukunftsweisende Maßnahmen vor. Mit der vielsagenden und die Bedeutung unterstreichenden Überschrift: "Neue Wege gehen. Jetzt!"

Ein Tenor, den das Trio Miele, Reh und Stach bereits am Freitag vorgegeben hatte. Denn, so Tennis-Point-Geschäftsführer Miele, "das Interesse ist riesig. Corona hat dafür gesorgt, dass das Interesse nochmal größer geworden ist. Es gibt unglaublich viele potentielle Tennisspieler da draußen." Er habe es sich vorgenommen, "den von uns allen geliebten Sport zu fördern. Ob in meiner beruflichen Position oder als Privatperson."

Warum? "Die Leute haben Lust auf Tennis. Aber: 60 Prozent der Menschen äußern dann irgendeine Hürde, warum sie nicht zu unserem Sport kommen. Wenn wir es schaffen, diese Hürde zu nehmen, bekommen wir sie auf die Plätze. Daher glaube ich, dass jeder Verein 20 Prozent mehr Mitglieder bekommen kann. Wir dürfen nicht in die alten Muster verfallen, sondern müssen zukunftsorientiert agieren."

"Alles ist möglich"

Ein wichtiges Thema: Die Nachhaltigkeit. Selten zuvor war die Chance so groß, für Innovationen zu sorgen. Reh zukunftsdeutend mit Blick auf die Umwelt: "Die Konsumenten, vor allem die jüngeren Generationen, legen einen größeren Wert auf Nachhaltigkeit. (...) Da werden weitere Konzepte in Kürze aufgezeigt." Miele sogar noch etwas vehementer :"Es ist allerhöchste Zeit, dass wir uns mit dem Thema beschäftigen. (...) Ob man aus den geschredderten Bällen Schuhsohlen, Textilien oder Tennisbälle herstellt - alles ist möglich."

Ebenso im Fokus: Die fortschreitende Digitalisierung. "Wie können wir den Klub zu einem Erlebnis machen? Auch für die jüngere Generation", hinterfragt Reh. 
Als Antworten gibt es einige denkbare Szenarien: Die Suche des Match- oder Trainingspartners als Art Tennis-Tinder. Plätze über ein mobiles Buchungssystem reservieren zu können, vielleicht auch für (bis dato) Nicht-Mitglieder. Interaktive Angebote über Tennis an sich hinaus. Genau diese Dinge gilt es zu kreieren.

Die One-Point-Tennis-WM als beispielhaftes Spektakel

Nämlich besonders im Visier: Die Jugend. Die heutige Generation. Und die kommenden Generationen. Deshalb gibt es von Matthias Stach besonders eine Forderung zur Förderung: "Ich würde mir von einem Verband der Zukunft wünschen, dass die Jugend-Ranglisten abgeschafft werden. Diese finde ich völlig daneben, denn meiner Meinung nach wird dort nicht das Tennis gefördert ..."

Vielmehr sei dies der Fall durch auflockernde Angebote. Durch zusätzliche Optionen. Zum Beispiel leicht abgewandelte, inzwischen immer mehr eigenständige Sportarten. Padel gehört dazu, laut Miele "ein Sport, der vollkommen süchtig macht." Und eben eine Alternative, um weitere Interessierte in die Vereine zu holen.

Ein Event, das im vergangenen Jahr landes- und teils sogar weltweite Schlagzeilen schrieb, war zum Beispiel die One-Tennis-Point-Weltmeisterschaft. Ausgetragen im Zuge der Noventi Open in Halle/Westfalen, zog sie selbst die Profis wie Roger Federer und Alexander Zverev in ihren Bann. Miele schwärmt noch heute vom "Endspiel": "Ich habe noch nie einen Ballwechsel erlebt, bei dem ich derart mitgefiebert habe. Da waren großartige Emotionen dabei."

Diese Emotionen sollen nun also genutzt werden, um die Tennis-Welt von Morgen modern zu gestalten. Innovationen voranzutreiben. Die Schwachstellen offen und detailliert zu analysieren, um mögliche Schwächen in potentielle Stärken umzuwandeln.

Diese "Wie-Fragen" stehen besonders im Fokus

- Wie können wir den Weg zum Tennis noch einfacher/verlockender gestalten?
- Wie sieht der Verein der Zukunft aus?
- Wie sehen die Mannschaftswettbewerbe der Zukunft aus?
- Wie können wir die Digitalisierung der Vereine voranbringen?
- Wie können wir die Rolle der Tennistrainer stärken?
- Wie können die Trendsportarten wie Padel & Beachtennis noch besser gefördert werden?

(Bild (c) imago images / Geisser)

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Adrian Rehling
am 27.06.2020 gepostet von:
Adrian Rehling
Redakteur
Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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